Sport
Fans von RB Leipzig - 1 Achtelfinale Fussball Champions League Saison 2019-2020 RB Leipzig vs. Tottenham Hotspur in der Red Bull Arena in Leipzig - Fussball,Deutschland,Mann,Männer,10.03.2020 *** Fans of RB Leipzig 1 Round of 16 Football Champions League Season 2019 2020 RB Leipzig vs Tottenham Hotspur in the Red Bull Arena in Leipzig Football,Germany,Man,Men,10 03 2020

Die Fans von RB Leipzig könnten die ersten sein, die wieder ins Stadion gelassen werden. Bild: www.imago-images.de / Christian Schroedter

Fan-Rückkehr in die Bundesliga-Stadien: Konzept von RB Leipzig als Vorbild?

RB Leipzig könnte den Weg für eine Zuschauer-Rückkehr in die Stadien ebnen.

Doch die regionalen Verordnungen sind genau der Punkt, der ein einheitliches Konzept schwierig machen könnte. Denn aufgrund der unterschiedlichen Handhabung in den Ländern birgt das Thema Streitpotenzial. Während Baden-Württemberg etwa kleinere Sportevents mit 500 Zuschauern zulässt, sind in Berlin seit Dienstag sogar 5000 Menschen bei Veranstaltungen im Freien zulässig.

Frankfurt, Wolfsburg, Hertha, Union und Osnabrück mit ähnlichen Konzepten

Zuvor hatten die Ministerpräsidenten gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigt, dass es eine größere Fan-Rückkehr vor November nicht geben wird.

"Das Konzept von RB Leipzig hat offensichtlich überzeugt", ließ der Ligaverband wissen: "Unabhängig davon ist die DFL selbstverständlich weiterhin bereit, mit der Politik verbindliche Gespräche über abgestimmte Lösungen auf Bundesebene zu führen."

Wettbewerbsverzerrung durch unterschiedliche Verordnungen?

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht den Vorstoß allerdings kritisch. "Wenn Leipzig vor 8500 Zuschauern spielt, ist das unsportlich und epidemiologisch falsch", twitterte er. "Unsportlich, weil andere Vereine ohne Genehmigung im Nachteil sind. Und am Beginn der zweiten Welle sendet es das völlig falsche Signal, die Gefahr der Pandemie sei gebannt."

Auch andere Personen kritisieren aufgrund der unterschiedlichen Verordnungen eine mögliche Wettbewerbsverzerrung. Wolfsburger Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke sagte dem Portal "Sportbuzzer": "Es ist schon ein Unterschied, ob ein Verein 10.000 oder 15.000 Zuschauer im Stadion hat und andere Klubs 500. Dann ist eine Wettbewerbsgleichheit nicht mehr so gegeben".

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sprach dagegen von einem "kleinen Wettbewerbsvorteil" für Leipzig. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er, "diesen müsse man allerdings "in Kauf nehmen, wenn man möchte, dass sich – immer auf Basis des jeweiligen Infektionsgeschehens und eines durchdachten, verantwortungsbewussten Konzeptes – etwas bewegt."

Am Donnerstag (ab 11 Uhr) will die DFL bei einer virtuellen Versammlung über die Entscheidung abstimmen.

DFL-Chef Seifert: "Man sollte die Bundesliga fair behandeln"

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat von der Politik eine objektive Bewertung von Fußballspielen mit Zuschauern gefordert. "Man sollte die Bundesliga fair behandeln und nicht nur mit Blick auf eine mögliche Signalwirkung. Es geht nicht nur um Zeichen, sondern auch um Strategie", sagte er in einem Interview der "Sport Bild" (Mittwoch). Es sei falsch, angesichts der steigenden Infektionszahlen in Deutschland über volle Stadien zu diskutieren, das habe die DFL aber auch nie gefordert, meinte Seifert. "Was aber nicht geht, dass Unternehmen, zu denen auch die Bundesliga gehört, in Mithaftung genommen werden, wenn sich Leute im privaten Bereich nicht an Hygiene-Regeln halten und meinen, sie müssen auf illegale Partys gehen", sagte Seifert.

(lau/dpa/afp)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Vertragspoker um Alaba: Langsam reicht es Rummenigge

Der FC Bayern hat mit Leroy Sané seinen Wunschspieler verpflichtet. Bei der Vorstellung am Donnerstag zeigte sich aber, dass die Kaderplanung beim Rekordmeister nicht überall so reibungslos verläuft. Besonders mit Blick auf den Vertrags-Poker mit David Alaba hat Bayern-Vorstand Karl Heinz Rummenigge jetzt den Ton verschärft.

Die Zukunft zweier Spieler steht beim FC Bayern momentan auf der Kippe: Mittelfeldspieler Thiago Alcantara steht vor einem Wechsel. Wohin es den Spanier zieht, ist noch …

Artikel lesen
Link zum Artikel