Nach Luis Suárez (l.) soll nun auch dessen Landsmann Edinson Cavani dem BVB angeboten worden sein.
Nach Luis Suárez (l.) soll nun auch dessen Landsmann Edinson Cavani dem BVB angeboten worden sein. Bild: imago / Shutterstock

Modeste, Džeko, Suárez und Cavani: Topstürmer wollten zum BVB – Haller fehlt monatelang

30.07.2022, 14:51

Keine zwei Wochen nach der Finalisierung des Transfers von Sébastien Haller zum BVB kam die Schock-Diagnose: Der 28-jährige Mittelstürmer hatte einen Tumor in den Hoden. Noch am Tag der Diagnose verließ er das Trainingslager in Bad Ragaz in der Schweiz.

Inzwischen hat sich der Franzose einer chirurgischen Tumorresektion unterzogen. "Die Operation ist sehr, sehr gut verlaufen und er ist auf einem sehr guten Weg", zeigte sich Sportdirektor Sebastian Kehl im "1&1"-Interview noch optimistisch.

Sébastien Haller sollte den zu Manchester City abgewanderten Erling Haaland ersetzen.
Sébastien Haller sollte den zu Manchester City abgewanderten Erling Haaland ersetzen. Bild: dpa / David Inderlied

Auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel gegen 1860 München am Mittwoch musste Kehl dann jedoch eingestehen: "Der Therapieweg wird jetzt besprochen, es gibt da unterschiedliche Wege. Eines kann ich vorwegnehmen: Sébastien wird uns sicherlich ein paar Monate fehlen.

Cavani will zum BVB, Suárez stattdessen zurück nach Montevideo

Eine OP ohne Komplikationen – das sind tolle Neuigkeiten für Haller persönlich. Die monatelange Ausfallzeit könnte den BVB derweil vor eine sportliche Herausforderung stellen.

Zwar betonte Trainer Edin Terzić zuletzt, sich "über sportliche Themen, die dieser Verlust mit sich bringt" noch keine Gedanken gemacht zu haben. Die Spielerberater dieser Welt scheinen den Ausfall Hallers dagegen als Gelegenheit wahrgenommen zu haben: Wie "Bild" berichtet, soll eine ganze Reihe alternder Top-Stürmer dem BVB von ihren Beratern angeboten worden sein.

Unter anderem der 35-jährige Edison Cavani: Der Uruguayer ist derzeit vereinslos, wäre damit ablösefrei. Allerdings hat er letzte Saison bei Manchester United nur zwei Tore geschossen. Außerdem soll er dem Bericht zufolge zehn Millionen Euro Gehalt verlangt haben.

Erst vor einer Woche war bekannt geworden, dass auch Cavanis Landsmann Luis Suárez gern zum BVB gewechselt wäre. Inzwischen hat der ebenfalls 35-Jährige sich stattdessen für eine Rückkehr zu seinem Heimatverein Nacional Montevideo entschieden.

Auch Modeste und Džeko in Dortmund angeboten

Doch nicht nur die Berater der beiden Südamerikaner sollen die Dortmunder Bosse kontaktiert haben, laut "Bild" wären auch Kölns Anthony Modeste und der Ex-Wolfsburger Edin Džeko gern zum BVB gewechselt: Demnach sei Modeste keine Option in Dortmund, weil er mindestens einen Zweijahresvertrag möchte. Der 34-Jährige hat zwar noch einen Vertrag beim Effzeh, hofft in der aktuellen Sommerpause aber einmal mehr auf einen Mega-Transfer, um noch einen letzten großen Vertrag zu unterschreiben.

Modeste zum aktuellen Transferfenster: "Ich hoffe, mein Berater ist aktiv. Aber wenn man so viele Tore geschossen hat, geht es oft von alleine."
Modeste zum aktuellen Transferfenster: "Ich hoffe, mein Berater ist aktiv. Aber wenn man so viele Tore geschossen hat, geht es oft von alleine."Bild: dpa / Rolf Vennenbernd

An Edin Džeko – der trotz seines Alters von 36 Jahren in der Serie A vergangene Saison noch 35 Spiele bestritt und dabei 20 Scorerpunkte markierte – soll der BVB "Bild" zufolge schon vor einigen Jahren interessiert gewesen sein. Auf die aktuelle Anfrage der Džeko-Berater soll der BVB demnach aber noch nicht reagiert haben

BVB hat angeblich nur 10 Millionen Euro Budget für einen weiteren Transfer

Allerdings ist nach wie vor unklar, ob der BVB den Ausfall Hallers durch einen weiteren Transfer kompensieren wird. Wie "Bild" berichtet, kann der Verein weniger als zehn Millionen investieren, einschließlich des Spielergehalts.

Sportvorstand Kehl stellte auf der Pressekonferenz am Mittwoch nochmal klar: "Wir werden nur etwas tun, wenn es Sinn ergibt, ansonsten vertrauen wir auf die Jungs, die wir haben."

Als Torschützenkönig der österreichischen Bundesliga kam Karim Adeyemi für 30 Millionen Euro zum BVB.
Als Torschützenkönig der österreichischen Bundesliga kam Karim Adeyemi für 30 Millionen Euro zum BVB.Bild: dpa / David Inderlied

Trainer Terzić zählt auf: "Mit Moukoko haben wir einen der talentiertesten Stürmer in unseren Reihen. Torgen Hazard hat die Position schonmal aushilfsweise übernommen. Auch Malen und Adeyemi sind in der Lage, auf der Position zu spielen." Wer am Freitag im DFB-Pokal gegen 1860 die Tore schießen soll, wollte er natürlich noch nicht verraten.

(kpk)

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