Sandro Wagner so: Waaaaaaaas?
Sandro Wagner so: Waaaaaaaas?
Bild: imago sportfotodienst

Löw verzichtet offenbar auf Wagner – Brasilien mit 5 Ex-Bundesligisten

15.05.2018, 11:10

Wagnered? Nein, ohne Bundestrainer Joachim Löw. Er soll bei der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) etwas überraschend auf Stürmer Sandro Wagner verzichten. Das berichtet die Bild-Zeitung wenige Stunden vor Bekanntgabe des vorläufigen Aufgebots durch Löw im Dortmunder Fußball-Museum (12.30 Uhr, live bei watson).

Werden wir darauf verzichten müssen?

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Bild: giphy.com

Stattdessen setzt Löw wohl auf Wagners Konkurrent Mario Gomez. Bayern-Angreifer Wagner (30) hatte zuletzt betont, es wäre "Wahnsinn", wenn er nicht mit nach Russland fahren würde. Nach seiner starken Rückrunde mit acht Toren in 14 Spielen für den deutschen Meister hatte der Confed-Cup-Sieger fest mit dem Turnier geplant. Gomez (32) kam für den VfB Stuttgart in der zweiten Halbserie wie Wagner auf acht Treffer (16 Spiele).

Mit dabei ist nach Informationen von Sky Sport News HD dagegen Wagners Münchner Teamkollege Sebastian Rudy. Der 28-Jährige stand bei den Bayern unter Trainer Jupp Heynckes eher in der zweiten Reihe, bestritt aber in der Rückrunde immerhin acht seiner 13 Bundesliga-Spiele über 90 Minuten (ein Tor). Löw schätzt Rudy, weil dieser vielseitig verwendbar und ein Ersatz für Rechtsverteidiger Joshua Kimmich ist.

Auch Rafinha und Naldo nicht dabei

Noch bevor Jogi Löw den vorläufigen Kader öffentlich macht, sind bei anderen Teams schon die Personalien geklärt:

  • Bayerns Rafinha und Schalkes Naldo hatten sich auch Hoffnungen auf ein WM-Ticket gemacht. Doch die beiden Brasilianer fehlen im Kader der Selecao. Nationaltrainer Tite setzte auf eine jüngere Mannschaft. Angeführt wird das Team von Neymar, der sich aktuell noch von einem Mittelfußbruch erholt. Mit dabei auch die ehemaligen Bundesligaspieler Geromel (früher 1. FC Köln, heute Gremio Porto Alegre), Fagner (früher VfL Wolfsburg, heute Corinthians Sao Paulo), Renato Augusto (früher Bayer 04 Leverkusen, heute Beijing Guoan) sowie der ehealige Hoffenheimer Roberto Firmino (FC Liverpool) und der Ex-Bayern-Spieler Douglas Costa (Juventus Turin).
  • Der frühere Bundesliga-Torwart Mitch Langerak wurde aus dem vorläufigen WM-Kader der Australier gestrichen. Der ehemalige Dortmunder und Stuttgarter zählt zu den sechs Spielern, die zunächst im 32-köpfigen Aufgebot für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland waren. Dagegen haben die Offensivspieler Mathew Leckie von Hertha BSC und Robbie Kruse vom VfL Bochum ihren Platz im vorläufigen 26-Mann-Kader behalten.
  • Mit Tin Jedvaj (Bayer Leverkusen), Andrej Kramaric (1899 Hoffenheim), Marko Pjaca (FC Schalke 04) und Ante Rebic (Eintracht Frankfurt) hat Kroatien gleich vier Bundesliga-Akteure nominiert. Trainer Zlatko Dalic setzt außerdem erwartungsgemäß auf die Superstars Luka Modric (Real Madrid) und Ivan Rakitic (FC Barcelona). Shooting-Star Josip Brekalo vom VfL Wolfsburg ist nicht dabei.
  • Der frühere Bundesliga-Stürmer Paolo Guerrero (34) ist zehn Tage nach dem Ende seiner Dopingsperre ins vorläufige WM-Aufgebot Perus berufen worden. Er war nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Argentinien (0:0) 2017 positiv auf ein Abbauprodukt von Kokain getestet worden. Die Fifa reduzierte die Sperre von einem Jahr auf sechs Monate. Noch läuft allerdings ein Einspruch der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die Entscheidung der Fifa.
  • Perus Nationaltrainer Ricardo Gareca hat auch den Ex-Schalker Jefferson Farfan nominiert, der mittlerweile im Land des WM-Gastgebers Russland für Lokomotive Moskau aufläuft.
  • Der Augsburger Ja-Cheol Koo steht als einziger Bundesligaprofi im vorläufigen Aufgebot von Deutschlands WM-Vorrundengegner Südkorea. Nationaltrainer Tae-Yong Shin nominierte 28 Spieler, angeführt wird der Kader vom ehemaligen Hamburger und Leverkusener Heung-Min Son (Tottenham Hotspur).
  • Offensiv-Star Mohamed Salah führt das vorläufige Aufgebot der ägyptischen Nationalmannschaft an. Nationaltrainer Hector Cuper berief zunächst 29 Spieler.
  • Unter den vier nominierten Torhütern bei Ägypten ist auch der 45-jährige Essam el-Hadary. Sollte er zum Einsatz kommen, löst er den Kolumbianer Faryd Mondragon (früher 1. FC Köln) als ältesten Spieler der WM-Geschichte ab.

(bn/sid/tol)

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