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Joshua Kimmich war zuletzt sogar Kapitän in der deutschen Nationalmannschaft. Bild: Revierfoto via www.imago-images.de

Joshua Kimmich wird nach Pep Guardiola gefragt – dann gerät er ins Schwärmen

Noch zwei Spiele muss die deutsche Nationalmannschaft in dieser Saison absolvieren – danach steht im besten Fall die Qualifikation für die Europameisterschaft im kommenden Jahr fest. Am Samstag tritt das Team von Bundestrainer Joachim Löw in Mönchengladbach gegen Weißrussland an und drei Tage später spielt das Team in Frankfurt gegen Nordirland. Vor den Spielen beantwortete Bayern-Star Joshua Kimmich am Donnerstag die brennendsten Fragen der Journalisten.

Der Bayern-Profi machte sofort klar, was er von den beiden Spielen erwartet: "Vorgenommen haben wir uns zwei Siege", sagte der 24-jährige Defensiv-Spezialist, der danach nochmals betonte: "Das Ziel ist klar: Sechs Punkte!"

Auf der Pressekonferenz in Düsseldorf wurde Kimmich auf die Verletzten-Misere des DFB-Teams in der Verteidigung angesprochen. Unter anderem Bayern-Kollegen Niklas Süle fehlt mit einem Kreuzbandriss in der Innenverteidigung. "Emre Can ist jetzt auch noch gesperrt", sagte Kimmich über die Suche nach dem Innenverteidiger-Duo, das hinter dem Sechser spielen soll.

Dann scherzte er aber über das derzeit größte DiIlemma der Nationalelf: "Trotzdem werden wir zwei Spieler finden, die fit sind und dort spielen können. Aber mal schauen, wer fit ist." Ein wenig später musste er nochmals lachen und erklärte auf eine Frage aus dem Presseraum: "Innenverteidiger? Kann ich auch spielen."

Kimmich zeigt sich von Guardiola-Gerücht nicht abgeneigt

Obwohl es eigentlich um den DFB und die Nationalmannschaft gehen sollten, wurde Kimmich auch zu den Gerüchten rund um seinen Arbeitgeber aus München gefragt. Derzeit kursiert der Klatsch, dass der ehemalige Bayern-Trainer und Kimmich-Ziehvater Pep Guardiola auf der Trainerposition beim FC Bayern im Gespräch sei: "Ich weiß nicht, wie realistisch das ist mit Pep Guardiola", schätzte Kimmich die Lage ein.

Anschließend erklärte er das Hin und Her um Interims-Coach Hansi Flick, der laut den Bayern-Bossen vorerst Trainer bleiben soll: "Bis vor kurzem sah es ja danach aus, dass in der Länderspielpause ein neuer Trainer kommt, jetzt macht Hansi Flick erstmal weiter. Wie da dann die Optionen sind, muss der Verein entscheiden", sagte Kimmich.

Anschließend legte der Bayern-Star los und schwärmte von Guardiola: "Natürlich kenne ich ihn, ich habe ihm viel zu verdanken. Als Zweitligaspieler kam ich und er hat mich sogar in der Champions League eingesetzt. Wir haben zusammen das Double gewonnen und ich wurde dann Nationalspieler", sagte Kimmich, der eine Rückkehr des Katalanen demnach begrüßen würde: "Daher würde ich mich nicht dagegen wehren."

Kimmich hofft auf eine EM mit Niklas Süle

Wie es um den verletzten Abwehrchef und Bayern-Kollegen Niklas Süle steht, verriet Kimmich auch noch: "Ich hoffe doch, dass er es bis zur EM schafft", sagte Kimmich und erklärte: "Ich weiß, dass das sein Ziel ist. Mental ist er unglaublich stark, wir sehen ihn jeden Tag auf dem Trainingsgelände und er ist sehr positiv."

Doch Kimmich wusste auch nicht mehr: "Zum Heilungsverlauf kann ich nichts sagen, ich bin kein Arzt. Deswegen kann ich nicht sagen, ob er es schafft", erklärte der Defensiv-Allrounder, der aber Hoffnung machte: "Ich traue es ihm aber zu."

Werner adelt Lewandowski

Als Timo Werner angekündigt wurde, der als zweiter Nationalspieler Fragen beantworten sollte, kam Kimmich abermals ins Schwärmen: "Ich kenne Timo schon, seitdem wir zwölf Jahre alt sind", sagte Kimmich über seinen langjährigen Mitspieler beim VfB Stuttgart. "Damals wurde er in jedem Jahr Torschützenkönig. Heute finde ich neben seinen Toren auch sehr beachtlich, wie viele Treffer er vorbereitet", sagte Kimmich über den ein Jahr jüngeren Werner und erklärte: "Das ist für einen Stürmer fast untypisch, das ist sehr beachtlich."

Werner wiederum schwärmte von Robert Lewandowski. Der Bayern-Stürmer streitet mit ihm in der Bundesliga um die Torjäger-Kanone. Doch der Profi von RB Leipzig hat die Jagd nach dem Bayern-Stürmer offenbar schon aufgegeben: "Wenn ich an einem Tag zwei Tore gegen Hertha in Berlin schieße, und Lewandowski dann am nächsten Abend zwei Tore gegen Dortmund schießt, frage ich mich, gegen wen soll er dann nicht treffen?", fragte sich Werner, lachte dabei und adelte den Polen: "Das ist gerade schon eine andere Kategorie, Lewandowski spielt auf einer Ebene mit Ronaldo und Messi. Das Schwerste im Fußball ist es, Tore zu schießen. Natürlich sind wir Stürmer dafür da, aber es ist nicht immer so einfach, wie es aussieht." Lewandowski führt die Torschützenliste der Bundesliga mit 16 Toren an – vor Werner mit elf Treffern.

Werner wird es nun aber erstmal um eigene Tore in der EM-Quali gehen.

(bn)

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