Marokko gegen Amerika – die Kandidaten zur WM-Vergabe 2026 stehen fest

02.06.2018, 13:44
Bild: imago sportfotodienst

Die Fußball-WM 2026 wird zwischen Marokko auf der einen Seite und den USA, Kanada und Mexiko auf der anderen ausgetragen. 

Dies teilte der Fußball-Weltverband FIFA nach Prüfung beider Kandidaturen durch die Evaluierungskommission mit. Die nordamerikanische Bewerbung wurde in dem am Freitagabend veröffentlichten FIFA-Bericht mit insgesamt 4,0 von 5 möglichen Punkten allerdings deutlich besser bewertet als die Bewerbung Marokkos (2,7).

Insbesondere in punkto Infrastruktur hob sich die nordamerikanische Bewerbung erwartungsgemäß ab. Marokkos größte Defizite im Vergleich mit dem Kontrahenten betreffen Stadien, Unterkunft und Transport. Kein Aspekt der nordamerikanischen Bewerbung für 48 Teams umfassende WM wurde als problematisch eingestuft.

Abgestimmt wird von den derzeit 207 wahlberechtigten FIFA-Verbänden in Moskau am 13. Juni, dem Tag vor dem Eröffnungsspiel der WM. Zum Sieg reicht die einfache Mehrheit, allerdings ist ausdrücklich auch die Option "Keiner von beiden" vorgesehen. In diesem Fall würde die WM neu ausgeschrieben werden.

Erwartet wird in Russland – unabhängig von der Bewertung der Kandidaten durch die FIFA – ein offenes Rennen. In die Kongress-Entscheidung wird auch die weltpolitische Lage einfließen, was aufgrund von Donald Trumps Eskapaden ein Nachteil für die nordamerikanische Dreierbewerbung sein kann.

Der Großteil der mehr als 50 Verbände der afrikanischen Konföderation CAF haben sich längst für Marokko ausgesprochen, das sich bereits mehrfach um die Ausrichtung des Großereignisses beworben hatte. Eine WM auf dem zweitgrößten Erdteil hatte bislang nur 2010 in Südafrika stattgefunden. Auch aus Asien und Europa dürften einige Verbände für die Nordafrikaner votieren.

Die USA war bereits 1994 WM-Gastgeber, Mexiko richtete die Endrunden 1970 und 1986 aus. 

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sein Wahlverhalten noch nicht beschlossen. Der Weltmeister-Verband werde aber "ausschließlich nach sachlichen Kriterien zu einem Ergebnis kommen", hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel zuletzt gesagt: "Wir lassen uns von politischen Bedingungen nicht beeinflussen."

(afp)

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