2001: Ballacks schwerer Gang am Henkelpott vorbei. Sieben Jahre später wurde es auch nichts
2001: Ballacks schwerer Gang am Henkelpott vorbei. Sieben Jahre später wurde es auch nichts
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Die Niederlagen des Michael Ballack – und 10 weitere dramatische CL-Finals

26.05.2018, 18:5326.05.2018, 19:28
watson sport

Real Madrid strebt im Finale in Kiew (20.45 Uhr) seinen dritten Titel in Folge in der Champions League an. Für den Rekordsieger spricht die Erfahrung, der Herausforderer FC Liverpool hält mit Leidenschaft dagegen.

Es ist ein Champions-League-Finale, das hochklassigen Sport und einen packenden Fußball-Abend verspricht. Liverpool mit seinem Angriffsfußball gegen all die Cleverness von Real Madrid.

Vor dem Endspiel blicken wir auf zwölf denkwürdige Endspiele der Vergangenheit zurück:

1994: AC Mailand - FC Barcelona 4:0

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Noch immer sehen viele Milans Auftritt gegen das "Dream-Team" aus Barcelona als beste Leistung in einem europäischen Finale aller Zeiten an. Cruyffs favorisiertes Starensemble wurde von Fabio Capellos eingeschworener Truppe teilweise vorgeführt. Die Tore erzielten Daniele Massaro (2x), Dejan Savicevic und Marcel Desailly.

1997: Borussia Dortmund - Juventus Turin 3:1

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Juventus Turin ist Mitte der Neunzigerjahre die beste Mannschaft der Welt, doch Außenseiter Borussia Dortmund schafft im Münchner Olympiastadion die große Sensation. Ein Doppelpack von Karl-Heinz Riedle bringt den BVB auf Kurs, dann macht sich Lars Ricken unsterblich. 16 Sekunden nach seiner Einwechslung trifft er zum entscheidenden 3:1.

1999: Manchester United - Bayern München 2:1

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Es beginnt die Nachspielzeit in Barcelona. Die Bayern führen dank eines Freistoßtores von Mario Basler mit 1:0 gegen Manchester United, treffen danach noch Pfosten und Latte. Doch dann folgen die verrücktesten drei Minuten der Fußballgeschichte: Teddy Sheringham trifft in der 90.+1 Minute, Ole-Gunnar Solskjaer in der 90.+3 – ManUnited hol damit tasächlich noch den Titel.

2001: Bayern München - FC Valencia 1:1 n.V., 5:4 n.E.

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Die Geburtsstunde von "Titan Kahn"! Drei Elfmeter hält der Bayern-Torwart im Elfmeterschießen und zeigt danach Größe. Statt mit den Teamkollegen sofort loszufeiern, kümmerte er sich zunächst um den untröstlichen Valencia-Schlussmann Santiago Canizares. Auch Samy Kuffour und Giovane Elber kamen hinzu (s. Foto).

2002: Real Madrid - Bayer Leverkusen 2:1

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Außenseiter Bayer Leverkusen hält gegen das "Weiße Ballett" bis kurz vor der Pause gut mit, dann folgt der große Auftritt des Zinedine Zidane. Per Direktabnahme erzielt er das 2:1 und schießt Real mit einem der schönsten Final-Tore der Geschichte zum Titel.

2005: FC Liverpool - AC Mailand 3:3 n.V, 5:6 n.E.

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Eigentlich sind die "Reds" zur Pause schon geschlagen. 0:3 liegt Liverpool nach 45 Minuten in Istanbul zurück. Doch nach der Pause folgt das Wunder: Innerhalb von sechs Minuten gleichen die Engländer aus und siegen schließlich dank zwei Paraden von Jerzy Dudek im Elfmeterschießen.

2006: FC Barcelona - FC Arsenal 2:1

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Wegen einer Notbremse sieht Arsenal-Torwart Jens Lehmann bereits in der 18. Minute die Rote Karte, trotzdem führen die "Gunners" dank eines Tors von Sol Campbell bis zu 76. Minute mit 1:0. Doch dann drehen Samuel Eto'o und Juliano Belletti innerhalb von fünf Minuten die Partie und sorgen dafür, dass Arsenals Traum vom ersten Henkelpott platzt.

2008: Manchester United - FC Chelsea 1:1 n.V., 6:5 n.E.

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Chelsea steht zum ersten Mal seit Abramowitschs Geldsegen in einem großen Finale und kassiert eine der bittersten Endspiel-Pleiten aller Zeiten. John Terry könnte im Elfmeterschießen alles klar machen, rutscht aber aus. Dann verschießt auch Niclas Anelka. Michael Ballack wurde wieder nur Zweiter.

2011: FC Barcelona - Manchester United 3:1

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Barcelona steht auf dem Höhepunkt des Tiki-Taka-Fußballs, doch ausgerechnet ein Kopfballtor von Lionel Messi zum 2:1 sollte dieses Finale entscheiden. Die großgewachsenen Innenverteidiger Rio Ferdinand und Nemanja Vidic sowie Torhüter Edwin van der Sar können nur staunend zuschauen, wie der kleine Messi hochsteigt und den Ball ins lange Eck köpft. Sein Jubel danach: Grenzenlos.

2012: FC Chelsea - Bayern München 1:1 n.V., 4:3 n.E. 

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Das "Finale dahoam"! Bayern dominiert das Endspiel gegen Chelsea nach Belieben und geht in der 83. Minute durch Thomas Müller in Führung. Doch Didier Drogba gleicht kurz vor Schluss aus. Im Elfmeterschießen verballert Bastian Schweinsteiger den entscheidenden Elfmeter. 

2013: Bayern München - Borussia Dortmund 2:1

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Dank dem knappen Sieg im ersten deutschen Champions-League-Finale machen die Bayern die "Schlappe dahoam" vergessen. Arjen Robben erzielt in der 89. Minute das goldene Tor. Der Niederländer stolpert den Ball an Roman Weidenfeller vorbei, mit geschätzten drei Kilometern pro Stunde kullert der Ball über die Linie.

2014: Real Madrid - Atlético Madrid 4:1 n.V.

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Das erste "Derbi Madrileno" im Champions-League-Finale- Sergio Ramos rettet Real in der 90.+3 Minute mit seinem Kopfballtreffer zum 1:1 in die Verlängerung. Dann treffen Gareth Bale, Marcelo und Cristiano Ronaldo. Real holt die langersehnte "Decima" – den zehnten Titel in der Königsklasse.

(watson.ch/mit dpa)

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