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"Ich hatte Angst" – warum Messi nicht zurück zu Barça will

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Lionel Messi wird zukünftig bei Inter Miami spielen. Bild: IMAGO/Le Pictorium / Julien Mattia
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"Ich hatte Angst" – warum Messi nicht zurück zu Barça will

08.06.2023, 14:10
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Jetzt ist es offiziell: Lionel Messi wird nicht zurückkehren zum FC Barcelona. Der Argentinier wird in Zukunft auf der anderen Seite des Atlantiks spielen. Sein neuer Klub ist der MLS-Klub Inter Miami.

Nachdem Messi seinen Vertrag bei PSG nicht verlängert hatte, wurde wild spekuliert über seine weitere Karriere. Viele Fans wünschten sich ein Barça-Comeback für den 35-Jährigen. Das wird es nun wohl nicht gegeben. Doch auch der Weltmeister ist traurig darüber, dass es keine Rückkehr nach Barcelona gibt. Jetzt spricht er offen über die Gründe für seine Entscheidung.

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Lionel Messi ist eine Legende des FC Barcelona. Seine Karriere startete mit 13 Jahren bei der Jugendakademie der Katalanen. Vor seinem Wechsel nach Paris 2021 konnte er auf 778 Pflichtspiele und 672 Tore für Barça zurückblicken. Im Gespräch mit den spanischen Sportzeitungen "Mundo Deportivo" und "Sport" erklärt Messi, warum es trotzdem kein Comeback beim spanischen Verein geben wird.

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Lionel Messi spielte fast 20 Jahre beim FC Barcelona. Bild: AP / Andres Kudacki

Messi sorgte sich offenbar um die möglichen Folgen einer Barça-Rückkehr. "Ich habe gehört, dass sie Spieler verkaufen oder Spielergehälter hätten senken müssen", meinte er zu den erwarteten Konsequenzen. Die Wahrheit sei, dass er daran nicht Schuld sein wollte. Während seiner Zeit beim FC Barcelona sei Messi schon genug vorgeworfen worden, was nicht gestimmt hätte. Dazu sagte er: "Ich hatte Angst, dass das Gleiche noch einmal passieren würde."

Die finanzielle Lage des Klubs war also scheinbar ausschlaggebend für seine Überlegungen. Denn schon sein Abgang ging besonders auf die strengen Financial-Fairplay-Regelungen der spanischen Liga und Messis hohes Gehalt zurück.

"Es waren zwei Jahre, in denen ich nicht glücklich war, ich mochte es nicht."
Lionel Messi über seine Erfahrungen bei Barça

Messi gefiel es nicht bei PSG

Über seinen letzten Verein Paris Saint-Germain hat der argentinische Nationalspieler wenig Gutes zu sagen. Nach seinem unfreiwilligen Aus bei Barcelona wechselte er 2021 zum französischen Meister. Das plötzliche Ende beim katalanischen Klub hatte ihn sehr verletzt.

08.08.2021, Spanien, Barcelona: FC Barcelonas Lionel Messi weint zu Beginn einer Pressekonferenz im Camp Nou Stadion. Der FC Barcelona hatte zuvor bekannt gegeben, dass die Verhandlungen mit Lionel Me ...
Messi weinte bei der Pressekonferenz nach dem Barça-Aus. Bild: AP/dpa / Joan Monfort

Über seine Zeit in Paris sagt der 35-jährige Argentinier: "Es waren zwei Jahre, in denen ich nicht glücklich war, ich mochte es nicht". Vor allem die Beziehung zu seiner Familie hätte gelitten. Messi hatte wohl "viel verpasst von" seinen Kindern. Das soll sich jetzt ändern. Seine Familie stehe von nun an im Mittelpunkt.

FC Barcelona überrascht mit Seitenhieb gegen Lionel Messi

Trotz der unschönen Trennung scheint Messi seinem ehemaligen Verein Barça noch immer verbunden zu sein. Immerhin spielte er fast 20 Jahre in La Liga.

Der Klub selbst stichelte nun jedoch gegen den Superstar. In einem offiziellen Statement erklärten die Katalanen, dass Barça und Leo auch weiterhin getrennte Wege gehen. Eine kleine Spitze konnte sich der spanische Meister dann aber wohl nicht verkneifen. Man wünsche dem Ex-Spieler viel Glück und respektiere, dass Messi "in einer Liga mit weniger Ansprüchen und weiter entfernt vom Rampenlicht und dem Druck, dem er in den letzten Jahren ausgesetzt war, antreten zu wollen".

Doch trotz Sticheleien könnte Lionel Messi wohl irgendwann nach Spanien zurückkehren – dann aber nicht als Spieler. Eine andere Funktion im Verein könne er sich wohl vorstellen. Diese versöhnliche Nachricht könnte viele Fans aufatmen lassen.

Jetzt wird der Weltstar aber erstmal bei Inter Miami durchstarten wollen. Dort könne er den Fußball "von Tag zu Tag genießen, und zwar auch mit Verantwortung und Siegeswillen, aber eben mit mehr Gelassenheit."

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