Starletnova nimmt an der zweiten Staffel von "7 vs. Wild" teil und ist für Tampons als achten Gegenstand.
Starletnova nimmt an der zweiten Staffel von "7 vs. Wild" teil und ist für Tampons als achten Gegenstand. instagram/screenshot

"Tampons sind wie Zigaretten": Heftige Diskussion wegen "7 vs. Wild"-Ankündigung

24.06.2022, 18:26

Seit einer Woche ist es offiziell: Das Youtube-Format "7 vs. Wild" geht in die zweite Runde. In der Show geht es darum, dass sieben Teilnehmer, sieben Tage in der Wildnis zurechtkommen müssen – nur mithilfe ihrer Kleidung und bis zu sieben im Vorfeld selbst ausgewählten Gegenständen. Die erste Staffel fand in Schweden statt.

Nun kündigte Fritz Meinecke auf Youtube die neue Staffel an und erklärte alle Neuheiten. Da auch mindestens zwei Frauen dabei sind, entfachte nun die Diskussion, ob diese zusätzlich zu ihren sieben Gegenständen auch Hygieneprodukte für ihre Periode mitnehmen können.

Die zweite Staffel von "7 vs. Wild" wird auf einer tropischen Insel im Dschungel stattfinden. Somit ist die Umgebung besonders in puncto Klima, Nahrung und Wildtieren das komplette Gegenteil zu Schweden. Die beiden Frauen, die von Fritz Meinecke ausgewählt wurden, sind Sabrina Outdoor und die Streamerin Starletnova. Beide haben Erfahrung in der freien Wildbahn und freuen sich sehr darauf, sich der Challenge zu stellen.

"Tampons sind wie Zigaretten"

Jetzt fragen sich etliche Fans, ob Tampons, Binden oder ähnliche Hygieneartikel als zusätzliches Equipment gestattet sein werden. Auf Twitter trendete "Tampons", da viele Männer forderten, dass diese als einer der sieben Gegenstände zählen sollten. Ein Nutzer verglich sie beispielsweise mit Zigaretten.

Das Echo war groß und zeigte wieder einmal, wie viel Aufklärungsbedarf zu dieser Thematik noch gemacht werden muss. Einige empfehlen, dass Männer auch Tampons mitnehmen können sollten, falls sie sich dadurch einen Vorteil erhoffen. Andere wünschen sich eine klare Regelung, damit die Tampons beispielsweise nicht als Zünder verwendet werden dürfen.

Starletnova selbst reagierte auf diese Vorwürfe und Forderungen sarkastisch und positionierte sich damit klar für Tampons als achten Gegenstand. Natürlich würde sie den Tampon zweckentfremden, um sich einen Vorteil zu verschaffen, schrieb sie auf Twitter.

Moos-Tampons bei "7 vs. Wild": Eine echte Option?

Eine Userin sah sich in diesem Kontext dazu angehalten klarzustellen: "Moos und Gras sind keine Alternativen, wenn man keine Pilzinfektion will". Im Netz finden sich jedoch auch Stimmen, die solche "Moos-Tampons" ausdrücklich empfehlen. Auf der Seite "Wildnisfamilie" berichtet die Autorin, wie sie in ihrer Wildnislehrerausbildung auf jegliche Hygieneartikel verzichten musste und daher auf Moos zurückgriff.
Sie beschreibt es als ein unwahrscheinlich saugendes Material Alternativ könne man jedoch auch gegebenenfalls aus einer Socke eine Binde basteln.

Fairer Verzicht auf Grundrechte bei "7. vs. Wild"

"Plan International" hingegen widerspricht dem und bezeichnet Hygiene als Grundrecht. In Uganda müssen beispielsweise viele Menschen auf Menstruationsprodukte verzichten, da sie schlicht zu teuer sind. Alternativen würden jedoch oftmals unhygienisch sein. Dadurch steige das Infektionsrisiko, besonders sobald ein Zugang zu sauberem Wasser fehlt. Das wird bei "7 vs. Wild" sehr wahrscheinlich der Fall sein, genauso wenig ist klar, ob es dort Moos geben wird.

Doch auch "einwandfreies und sauberes Trinkwasser" ist laut der Vereinten Nationen ein Menschenrecht, auf das die Kandidaten freiwillig für sieben Tage verzichten werden. Auch das kann Risiken bürgen, ebenso wie die Gefahr durch Tiere. Da die Kandidatinnen jedoch einem zusätzlichen Risiko ausgesetzt wären, wäre es somit nur fair, Hygieneartikel als achten Gegenstand zu gestatten.

(crl)

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