Unterhaltung
Wacken, 1. August 2013 - 
Rammstein (Till Lindemann, Richard Zven Kruspe, Paul H. Landers, Oliver Riedel, Christoph Schneider, Christian Lorenz) bei einem Konzert im Rahmen des Wacken Open Air 2013 | Verwendung weltweit

Bei Rammstein geht es nicht immer nur harmonisch zu. Bild: xim.gs / Marco Maas / xim.gs / Marco Maas

"Gibt immer Kämpfe" – Till Lindemann spricht über Konflikte bei Rammstein

Am Freitag ist das neue Album von Till Lindemanns Solo-Projekt "Lindemann" erschienen. In einem Interview mit dem "Tagesspiegel" erklärte der Rammstein-Frontman nun, worin sich Rammstein und sein Solo-Auftritt unterscheiden – und spricht auch von Reibereien in der Band.

Schon beim ersten Lindemann-Album, "Skills In Pills", hätten er und sein Projekt-Partner Peter Tägtgren vermeiden wollen, dass sein Nebenprojekt mit Rammstein in einen Topf geworfen wird. Das Debutalbum überraschte bei Erscheinen 2015 vor allem mit englischen Texten. Lindemann erklärt dazu:

"Wir haben also bewusst versucht, uns abzugrenzen. Musikalisch unterscheiden sich Rammstein und Lindemann natürlich, aber es gibt durchaus Parallelen, die wir durch die deutsche Sprache nicht noch mehr unterstreichen wollten."

Till lindemann im tagesspiegel

Auf der nun aktuellen Platte "F & M" hingegen finden sich nur deutschsprachige Texte. Das liegt laut Lindemann daran, dass dem Album eine Auftragsarbeit für das Hamburger Thalia Theater zugrunde liegt. Für eine moderne Inszenierung von "Hänsel und Gretel" hätten die beiden fünf Lieder geschrieben – und dann Blut gewittert, wie sich der 56-Jährige ausdrückt.

"Wir schrieben einen Song nach dem anderen, wir waren plötzlich wie entfesselt. Weil wir deutsch angefangen hatten, machten wir deutsch weiter."

Ob das beim nächsten Lindemann-Album wieder so kommen werde, "steht in den Sternen".

Auch die Entstehungsweise der Texte für das Nebenprojekt sei anders, als bei den Texten für Rammstein, so Lindemann. Er warte zunächst auf die Musik von Tägtgren. "Dann krieche ich in sie hinein und suche passende Worte zu dem, was ich höre."

Till Lindemann spricht über Konflikte bei Rammstein

Die Arbeit mit dem Schweden beschreibt Lindemann als "effizient", ein einzelner Song sei schnell aufgenommen. Auch hierin scheint ein Unterschied zur Arbeit mit Rammstein zu bestehen. Dort gehören wohl auch Konflikte mit den anderen Bandmitgliedern zum Alltag, wie der Frontman andeutet.

"Dass das mit sechs Leuten in einer Band länger dauert, liegt auf der Hand. Wenn sechs starke Charaktere aufeinanderprallen, wird um jeden Zentimeter hart gerungen."

Ähnlich äußerte sich Lindemann auch in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Er arbeite bei Rammstein mit fünf Leuten zusammen, da "driften die Meinungen schon mal auseinander".

"Es gibt immer eine Menge Diskussionen und Kämpfe, in welche Richtung es weitergehen soll, über die Themen, um so ziemlich alles."

Deswegen sei es bei Lindemann vergleichsweise einfach: "Zwei Menschen, Peter schreibt die Musik, ich komme mit den Texten dazu. So wird das eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen, unserer Eindrücke. Das ist es."

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(pcl/ mit dpa)

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