In der Episode

In der Episode "The Drowned Giant" aus "Love, Death & Robots" bei Netflix wird ein Riese in seine Einzelteile zerlegt. Bild: Netflix

Nach kurioser Penis-Szene: Netflix-Zuschauer entschlüsseln Rätsel hinter "Love, Death & Robots"

Vor wenigen Tagen brachte Netflix die zweite Staffel der beliebten Anthologie "Love, Death & Robots" an den Start. Dabei haben sich insbesondere die Episoden "Snow in the Desert" und "The Drowned Giant" als Favoriten vieler Fans herauskristallisiert. Die letztgenannte Episode beschäftigt sich mit einem gestrandeten toten Riesen und der Faszination, die er auf die Menschen ausübt.

Die wohl kurioseste Szene des Kurzfilms kommt dabei erst zum Schluss: Der abgetrennte riesige Penis der wundersamen Kreatur landet im Gruselkabinett eines Zirkus', wo er ein ganzes Zelt beansprucht. Bei "Reddit" haben die Fans mehrere Ideen, was das Schicksal des Riesen bedeuten könnte.

"The Drowned Giant" bringt Fans zum Nachdenken

Der gestrandete Riese sorgt bei den Menschen zunächst für großes Interesse, welches allerdings mit der Zeit abflaut. Nach und nach werden Körperteile abgetrennt und landen später verstreut in der Stadt. So bleibt der Hüne am Ende doch Teil der Welt und hinterlässt seine Spuren. Zwischenzeitlich wurde der Rumpf sogar auch von Jugendlichen mit Graffiti versehen.

Entscheidend bei der Interpretation könnte aber die Information sein, wonach das gigantische Glied des Wesens mit dem eines Wals verwechselt wurde. Mit Blick darauf erkennt ein "TheInsaneDM" bei "Reddit" eine ökologische Botschaft und meint:

"Ich persönlich sehe den Riesen als Allegorie dafür, wie wir gestrandete Wale behandeln."

Der Penis des Riesen aus

Der Penis des Riesen aus "The Drowned Giant" wird zur Zirkus-Attraktion. Bild: Netflix

Dafür erhielt der User einiges an Zuspruch und ein weiterer Schreiberling ergänzt: "Beschreibt der Erzähler nicht eigentlich die ganze Zeit über einen gestrandeten Wal? Lediglich die Bilder zeigen einen Mann."

Der Nutzer "capitol-of-meme" hat noch weitere Ideen zu der Episode parat. Für ihn geht es vordergründig um den Tod und das unvermeidliche Ende alles Lebendigen. Zugleich zeige die Folge aber auf, dass wir auch danach für andere in gewisser Weise weiter existieren. Seine durchaus tröstlichen Gedanken legt er wie folgt dar:

"(...) Im Laufe der Zeit vergessen die Leute den Riesen, kümmern sich nicht mehr drum. Die Erinnerung verblasst, manche vergessen sogar, dass er jemals existiert hat. Doch selbst, wenn sich nur wenige erinnern (wie der Wissenschaftler), ist er in die Gemeinschaft integriert. Es zeigt wirklich, dass wir, egal ob wir uns erinnern oder nicht, einen Einfluss auf unsere Umwelt nehmen und etwas verändern – auch, wenn wir oder die Menschen um uns herum sich dessen nicht bewusst sind."

Netflix-Episode verbreitet ambivalente Botschaft

Ein zusätzlicher Ansatz des "Reddit"-Autor lässt unsere Spezies demgegenüber nicht wirklich gut dastehen. Demnach behandle "The Drowned Giant" nämlich auch das Thema Ignoranz. Es sei im Grunde zu erwarten gewesen, dass bald das Militär den Strand stürmt, um den Riesen näher zu untersuchen, doch dies tritt in der Episode gerade nicht ein, bemerkt "capitol-of-meme". Nicht einmal der Wissenschaftler, der als Erzähler der Story fungiert, zeige Interesse an einer tieferen Auseinandersetzung mit der Gestalt.

So bleibt schließlich auch für die Zuschauer ungeklärt, woher der Gigant überhaupt stammt und ob es noch mehr von seiner Art gibt. Ein vernichtendes Fazit nach dieser Auslegung lautet für den User: "Dies zeigt erneut die Dummheit des menschlichen Geistes. Er erhebt sich über alles andere, egal wie außergewöhnlich es sein mag."

(ju)

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