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Rapper Ufo361 über High Heels: "Ziehe die Schuhe mit Liebe an"

07.09.2019, xlakx, Entertainment Musik,Lollapalooza Berlin 2019 emspor, v.l.UFO361 steht beim zweitaegigen Musikfestival Lollapalooza 2019 auf dem Gelaende des Olympiaparks auf der Buehne Berlin *** 0 ...
Weil er High Heels trug, sorgte der Berliner Rapper Ufo361 für Diskussionen. Bild: www.imago-images.de / bJan Huebner/L akomski
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"Ziehe die Schuhe mit Liebe an": Rapper Ufo361 erklärt, warum er High Heels trägt

01.03.2023, 07:29
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Der Deutschrapper Ufo361 hat es ganz nach oben geschafft: Für sein neues Album "Love My Life", das Anfang März erscheint, konnte er Trap-Koryphäen wie Offset oder Gunna gewinnen. Er kooperierte mit Luxus-Labels wie Balenciaga und Lacoste. Und: Erst vor Kurzem ist er Vater geworden.

Vor allem wegen seines extravaganten Modestils hat sich Ufo, der mit bürgerlichem Namen Ufuk Bayraktar heißt, inzwischen auch einen Namen außerhalb der Rap-Szene gemacht.

So wie vergangenen Herbst. Damals sorgte er mit einem Video von der Baby-Shower-Party seines Sohnes für Aufsehen. Nicht nur wegen der Verkündung, einen Sohn zu bekommen. Stattdessen sorgte ein Detail seines kostspieligen Outfits für erhitzte Gemüter: ein paar glänzend schwarze Balenciaga-High-Heels.

Heftige Reaktionen von Rap-Kollegen

Bei den Reaktionen auf Ufuks Schuhwahl prallten die manchmal toxisch-männliche Rapkultur und die androgyne Fashion-Welt aufeinander. Greeny von dem Berliner Trap-Duo Broke Boys, der sogar mit Ufo361 zusammengearbeitet hatte, lachte sich etwa über die Schuhe kaputt. Rapper Kayay von Capital Bras Ex-Label Team Kuku kommentierte spöttisch: "Leute haben früher in Kreuzberg gedealt [...] und heute tragen sie High Heels."

Sogar Rap-Legende Sido schaltete sich ein und schrieb auf Instagram an seinen Kollegen gerichtet: "Bruder, lass den Mädels doch wenigstens die Schuhe." Dieser Kommentar blieb nicht ohne überwiegend negative Reaktionen stehen, doch dafür hatte Sido nur Häme übrig.

Ufo361 äußert sich in "GQ"-Interview

Ufuk selbst hatte sich damals nicht zu den Diskussionen geäußert. Fast ein halbes Jahr später ziert er nun das Cover der "GQ". Im Gespräch mit dem Männermagazin ging er erstmals auf sein umstrittenes Outfit und die Reaktionen darauf ein.

Ursprung des Outfits war demnach die Möglichkeit, die er als langjähriger Balenciaga-Fan bekommen habe. Er durfte einen Tracksuit aus der Couture-Kollektion des Kreativdirektors Demna Gvasalia anprobieren:

"Die Geschichte, die er damit erzählt, als Streetwear­-König einen Tracksuit als Couture zu bringen, ist eigent­lich wie meine Story. Ich komme aus der Hood und habe früher im Görlitzer Park Packs verteilt, aber habe es auf eine hohe Ebene gebracht"

Zunächst hatte er gar nicht geplant, das Outfit nach der Anprobe auch wirklich zu tragen: "Ich dachte, ich vakuumiere das und pack' das weg." Nach der dritten Anprobe habe Ufo dann beschlossen, den Tracksuit mit den dazugehörigen Schuhen zu seiner Baby-Shower-Party zu tragen.

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Ufo 361: "In Deutschland wirst du angeguckt wie ein Auto"

Die negativen Reaktionen hätten ihn enttäuscht, sagt Ufuk der "GQ". Er verstehe das Problem einfach nicht: "Was spielt das für eine Rolle, dass ich das anziehe? Es geht ja nicht darum, dass ich bei irgendjemandem zu Hause den Fußboden mit Absätzen zerkratzt habe." Für ihn seien die hohen Schuhe kein Zeichen von Mut, sondern von Leidenschaft:

"Ich ziehe die Schuhe mit Liebe an. Stehe damit vor dem Spiegel und denke, dass das zu dem passt, wo ich jetzt stehe."

Solche Outfits seien Teil seines Lifestyles, erklärt Ufo im Interview. In Paris werde man in solchen Schuhen gefragt, ob man ein gemeinsames Selfie machen kann. "In Deutschland wirst du angeguckt wie ein Auto."

Bittere Quotenklatsche: Neue ARD-Sendung floppt auf ganzer Linie

Mit "Leben. Live! – Mein ARD-Nachmittag" möchte der Sender vier Wochen lang auf den Sommer einstimmen. Ab dem 21. Mai läuft das Format im Nachmittagsprogramm. "Unterhaltsame Geschichten, Nützliches und Persönliches sowie tägliche Live-Eindrücke aus den verschiedensten Regionen Deutschlands erwarten die Zuschauer:innen", hieß es von den Verantwortlichen in einer Mitteilung.

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