Ihre Karibik-Reise verlief für Prinz William und Herzogin Kate nicht nach Plan.
Ihre Karibik-Reise verlief für Prinz William und Herzogin Kate nicht nach Plan.Bild: dpa / Ian Vogler

Prinz William und Herzogin Kate unerwünscht: Proteste gegen Besuch

21.03.2022, 13:24

Anlässlich des Platinjubiläums von Queen Elizabeth besuchen Prinz William und Herzogin Kate vom vom 19. bis 26. März ausgesuchte Länder in der Karibik. Geplant waren ursprünglich Aufenthalte in den Commonwealth-Mitgliedsstaaten Jamaika, Bahamas und Belize.

Doch die Reise verlief nicht nach Plan: Der für Sonntag, 20. März, geplante Ausflug auf eine nachhaltige Kakao-Farm in Belize kann aufgrund von Protesten der Dorfbewohner nicht stattfinden und wurde von den Verantwortlichen gestrichen.

Vorwurf des Kolonialismus

Die weniger als 1000 Bewohner des Dorfes Indian Creek im karibischen Belize wollten das royale Ehepaar nicht willkommen heißen, berichtete die "Daily Mail". Sie hielten Schilder mit den Worten "Prinz William, verlass unser Land" in die Höhe. "Wir wollen nicht, dass sie auf unserem Land landen, das ist die Botschaft, die wir senden wollen. Sie könnten überall landen, aber nicht auf unserem Land", sagte Sebastian Shol, Vorsitzender des Dorfes.

Der Grund: Man wirft dem Royal-Paar Kolonialismus vor. An das Dorf angrenzende Gebiete sind im Besitz der "Flora and Fauna International", der Naturschutzorganisation, die Prinz William seit 2020 als Schirmherr unterstützt. Um die kommunalen Landrechte der betroffenen Gebiete streitet man sich seit vielen Jahren.

Zudem waren die Vertreter des indigenen Volks empört darüber, dass die Planungen des royalen Besuchs nicht mit ihnen abgesprochen worden war und das Paar mit dem Helikopter auf ihrem Footballfeld landen sollte.

Angeblich hatten die Organisatoren den Einheimischen gesagt, das Dorf müsse für den Besuch "gut aussehen". Der Vorsitzende des Dorfs sagte weiter:

"Das sind hochkarätige Leute, wir respektieren sie, aber sie müssen auch den Führern der Gemeinschaft Respekt zollen. Befehle zu erteilen, kam bei der Gemeinde nicht gut an."

Umplanung bestätigt

Laut "Mirror" erklärte sich eine Sprecherin des Königshauses zum weiteren Verlauf: "Wir können bestätigen, dass der Besuch aufgrund heikler Probleme, die die Gemeinde in Indian Creek betreffen, an einen anderen Ort verlegt wurde - weitere Einzelheiten werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben."

Die Regierung von Belize teilte in einer Erklärung mit: "Indian Creek war einer von mehreren Standorten, die in Betracht gezogen wurden. Aufgrund von Problemen in dem Dorf hat die Regierung von Belize ihre Notfallplanung aktiviert und einen anderen Ort ausgewählt, um das Unternehmertum der Maya-Familien in der Kakaoindustrie zu präsentieren."

(abd)

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