Seit Monaten kursieren Schlagzeilen über Justin Biebers Gesundheitszustand und eine angebliche private Krise. Eine Recherche des Branchenmagazins "Hollywood Reporter" bildet nun den bisherigen Höhepunkt.
Die Berichterstattung hatte sich zuvor vor allem auf Spekulationen gestützt – wiederum größtenteils abgeleitet von ungünstigen öffentlichen Aufnahmen des Popstars.
Der "Hollywood Reporter" behauptet in seinem Artikel, Justin Bieber habe durch den Abbruch seiner "Justice World Tour" Schulden in Millionenhöhe angehäuft. Sein Team sah sich daraufhin zu einer deutlichen Stellungnahme gezwungen.
Ein Sprecher des Sängers veröffentlichte am Mittwoch ein Statement, in dem die Enthüllungen des Berichts als "Clickbait-Unsinn" bezeichnet werden. Der Vorwurf: Die Informationen stammten von Personen, die enttäuscht darüber seien, nicht mehr mit dem Musiker zusammenzuarbeiten.
In der Stellungnahme gegenüber "US Weekly" ist von "ganz offensichtlich schlecht informierten 'Quellen'" die Rede.
Die Erklärung war noch am Tag der Veröffentlichung des "Hollywood Reporter"-Artikels erschienen. Darin wird ein ehemaliges Teammitglied zitiert, das behauptet, der 31-Jährige sei durch den Abbruch seiner Tour tief in den roten Zahlen.
Mit rund 20 Millionen US-Dollar Schulden soll Justin Bieber demnach bei dem Veranstalter AEG in der Kreide stehen.
Grund dafür sei ein Vorschuss in Höhe von 40 Millionen US-Dollar, den der Künstler für die geplanten Auftritte erhalten habe. Bis heute habe er nur einen Teil davon zurückgezahlt, heißt es. Justin Bieber sei "finanziell überfordert".
Justin Biebers Team wird bereits in dem "Hollywood Reporter"-Artikel mit einer Stellungnahme zitiert: "Jede Quelle, die versucht, eine Geschichte über angebliche finanzielle Not zu verkaufen, versteht entweder die Unterhaltungsbranche nicht oder möchte ein unvorteilhaftes Bild von Justin zeichnen, das mit der Realität nichts zu tun hat."
Die "Justice World Tour" war ursprünglich für 2020 angesetzt, musste jedoch wegen der Corona-Pandemie mehrfach verschoben werden. 2022 folgte ein weiterer Rückschlag: Bei Justin Bieber wurde das Ramsay-Hunt-Syndrom diagnostiziert, eine seltene Nervenkrankheit, die zu Gesichtslähmungen führen kann. Im März 2023 sagte er alle verbliebenen Konzert-Termine endgültig ab.
Ein Insider behauptet im "Hollywood Reporter", diese Entscheidung habe eine Kettenreaktion finanzieller Probleme ausgelöst.
Der Artikel geht auch darauf ein, dass Justin Bieber sich in letzter Zeit auffällig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen habe. Zudem distanzierte er sich von seinem Modelabel "Drew House", das er mit Stylist Ryan Good gegründet hatte.
Auch seine Ehe sorgt bei Fans für Gesprächsstoff, nachdem er zeitweise seiner Frau Hailey Bieber auf Instagram entfolgt war.
2023 hatte Justin Bieber die Rechte an seinem Song-Katalog für rund 200 Millionen US-Dollar abgegeben. Ursprünglich hatte sein Team 140 Millionen Dollar verlangt, später wurde der Betrag aufgestockt – in der Hoffnung auf langfristige finanzielle Sicherheit.