Unella-Darstellerin Hannah Waddingham nahm für "Game of Thrones" große Qualen auf sich.
Unella-Darstellerin Hannah Waddingham nahm für "Game of Thrones" große Qualen auf sich.Bild: HBO

Waterboarding bei "Game of Thrones": Darstellerin über schlimmsten Tag ihres Lebens

27.05.2021, 15:57

Auch zwei Jahre nach dem "Game of Thrones"-Finale kommen noch neue Details zu den Drehs ans Licht. Aufgrund ihrer Darstellung von Gewalt zog die Serie immer wieder auch Kritik auf sich – und für die Stars waren die Dreharbeiten ebenfalls nicht immer angenehm. Dies bestätigt nun Hannah Waddingham, die in Staffel fünf und sechs Septa Unella verkörperte.

Im Interview mit "Collider" schildert die Darstellerin Hintergründe zu einer Szene, in der ihr Seriencharakter von Cersei Lennister durch Waterboarding gefoltert wird – und verrät, dass dieser Moment erst kurzfristig zustande kam.

"Game of Thrones"-Star spricht über Horror-Szene

In der fünften Staffel von "Game of Thrones" wird Cersei zunächst von Unella gefoltert, bevor sie ihren berühmten "Walk of Shame" antritt. In Staffel sechs übt Cersei dann grausame Revanche: Die Königin kippt ihrer Peinigerin im Keller Wein ins Gesicht und verlangt ein Geständnis, schließlich wird Unella mit The Mountain in einen Raum gesperrt.

Cersei foltert Unella in der sechsten Staffel von "Game of Thrones".
Cersei foltert Unella in der sechsten Staffel von "Game of Thrones".Bild: HBO

Wie nun Hannah Waddingham erklärt, fand das Waterboarding tatsächlich statt, die Sequenz entstand also nicht etwa am Computer. Ihre Erfahrung am Set stellt sie wie folgt dar:

"Ich wurde zehn Stunden lang an einen Holztisch mit richtigen großen Riemen geschnallt. Und definitiv, abgesehen von dem Prozess der Entbindung, war es der schlimmste Tag meines Lebens. Weil es Lena unangenehm war, so lange Flüssigkeit in mein Gesicht zu gießen, und ich neben mir stand. Aber in diesen Momenten muss man sich fragen: 'Lieferst du ab und machst weiter oder gehst du und sagst: Nein, das ist nicht das, wofür ich unterschrieben habe, bla, bla, bla?'"

Später sei ihr dann Regisseur Miguel Sapochnik mit einer Tasse Tee und einem Sandwich in der Hand über den Weg gelaufen und habe nur unschuldig gefragt: "Hey Schatz, alles klar?" Angeblich hatte er soeben erfahren, dass am Set wirklich Waterboarding stattfand, woraufhin Waddingham entgegnete: "Yep, das musst du mir nicht erzählen!"

Auch ihren Kollegen Eugene Simon traf die Britin am selben Abend noch an – der Lancel-Lannister-Darsteller hatte an dem Tag gleichfalls einiges über sich ergehen lassen müssen. Ihren körperlichen Zustand zu dem Zeitpunkt schildert die Schauspielerin und Sängerin so: "Ich konnte kaum sprechen, weil ich durch die Hand von The Mountain geschrien hatte. Für eine Sängerin ist es ziemlich beängstigend, die Stimme zu verlieren. Ich hatte also überhaupt keine Stimme, konnte kaum flüstern. Es traten bereits blaue Flecken auf, als wäre ich angegriffen worden."

"GoT": Vergewaltigungsszene wurde gestrichen

Zudem offenbart Hannah Waddingham, dass für Unella eigentlich eine andere Gewalt-Szene in Staffel sechs geplant war: Eine Vergewaltigung durch The Mountain. Jedoch wurde das Skript noch einmal umgeschrieben, wozu die 46-Jährige eine klare Vermutung äußert: "Ich denke, sie hatten so viele Beschwerden nach der Vergewaltigung von Sansa, dass sie sich entschieden haben, es nicht durchzuziehen."

Sie selbst erfuhr von der Umplanung angeblich sehr kurzfristig – genauer gesagt erst auf dem Weg zum "Game of Thrones"-Set. Waddingham ergänzt: "Ich denke, sie haben es geändert, als ich im Flieger nach Belfast saß, weil mir plötzlich diese neuen Seiten geschickt wurden, die besagten, dass ich ein Neoprenanzug-Oberteil brauchen würde. Und ich dachte, sie hätten mir den falschen Abschnitt geschickt. Als ich ankam, wurde ich in ein Neoprenanzug-Oberteil gesteckt und fragte: 'Warum?' Und sie sagten: 'Oh, es ist jetzt Waterboarding.'"

Trotz allen Qualen scheint der Star das "Game of Thrones"-Engagement nicht zu bereuen. Waddinghams Devise lautet vielmehr: "Solange du das Gefühl hast, dass keine echte Gefahr besteht, pushe dich selbst und fühl dich unwohl. Es ist genau so, als wenn Leute nicht vor der Kamera weinen, dieses Gefühl nicht im richtigen Moment preisgeben. Warum nicht? Mein Prinzip war immer: Treibe die Menschen zum x-ten Grad ihrer Emotionen."

(ju)

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