Günther Jauch (l.), Barbara Schöneberger und Thomas Gottschalk. (Archivfoto)

Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gestattet.
Günther Jauch, Barbara Schöneberger und Thomas Gottschalk sind die Stars der RTL-Show. bild: RTL / Stefan Gregorowius
TV

In RTL-Show: Günther Jauch poltert plötzlich gegen Verona Pooth

13.09.2022, 18:02

Wer "Denn sie wissen nicht, was passiert" einschaltet, der stellt sich in der Regel auf einen langen Abend ein. Es ist einfach klar: Bis alle Egos in dieser Anarcho-Show befriedigt, alle Spiele gespielt und alle vor Ort befindlichen Lebensmittel aufgefuttert sind, vergeht viel Zeit. Wenn dann noch Thomas, "ich moderiere am Samstagabend wie in alten Zeiten, das gibt ein sicheres Gefühl"-Gottschalk verantwortlich für den Abend ist, dann können solche Liveshows schon mal aus dem Ruder laufen.

"Sind wir schon live?"

Und als wäre die Mischung aus "das ist das lustigste Spiel, was wir jemals gespielt haben"-Barbara Schöneberger und "bitte siezen Sie mich"-Günther Jauch nicht schon Zündstoff genug, traten in dieser Ausgabe Verona Pooth und Uwe Ochsenknecht gegen das Trio an. Mitten im größten Budenzauber, es regnete zur Verkündung des Moderators Luftballons von der Decke, fragte Uwe Ochsenknecht: "Sind wir jetzt schon live?"

Weiterlesen: Superstar postet intimes Klo-Foto

Nein Uwe, das war die Probe, die richtige Sendung kommt dann morgen. Immerhin, er hatte sich recht schnell berappelt und konnte direkt aufgreifen, was der Rest der Truppe den ganzen Abend über tat: Diskutieren. Wurden die Regeln richtig verstanden? War das Spiel so überhaupt spielbar? Lieber nochmal beim Thomas Gottschalk nachfragen. Der hatte die Hälfte der Zeit die Regeln aber auch nicht parat und sowieso die Zeit, den Punktestand oder den Überblick verloren. Als würde das nicht genügen, sorgte sich Gottschalk auch noch um das unterzuckerte Publikum und reichte Süßkram von der Kirmes an.

Dabei offenbarte ein Zuschauer eine gute Taktik: Er war mit seiner Frau gekommen, um die Gewinnchancen an dem Abend deutlich zu erhöhen. Sie setzten sich dafür in verschiedene Blöcke, so dass einer von beiden auf jeden Fall mit einem Gewinn nach Hause gehen konnte.

Werbung ohne Werbehinweis

Den Gewinn wollte wohl auch RTL einfahren, denn selten gab es so eine schlecht inszenierte und nicht als Werbung gekennzeichnete Werbeeinblendung wie die von Thorsten Schorn, als er den nächsten Werbeblock ankündigte. Es ging um eine bestimmte Sorte Chips die Schorn inklusive Verpackung auf dem Tisch und in einer speziellen Chipstruhe stehen hatte.

Nach dem Ende der regulären Werbung wurde dann wieder ins Publikum gefilmt, das ebenfalls die Chipstüten in der Hand hielt. Allerdings schien der Chipshersteller nur für eine Werberunde bezahlt zu haben. Als beim Spiel "Verstecken" Verona Pooth unwissender Weise in genau diese Truhe klettern wollte, wollte Schorn diese nicht mehr öffnen.

Verstecken spielen in riesigen Hallen

Das Spiel Verstecken, immerhin das sechste an diesem Abend, war schon im Vorfeld nicht richtig zu Ende gedacht worden. Es galt, dass sich Schöneberger/Jauch und Pooth/Ochsenknecht im gesamten Studio verstecken konnten und so lange gespielt wurde, bis das gegnerische Team die Versteckten aufstöberte. Günther Jauch rebellierte zunächst gegen die falsch verstandene Regel, er müsse mit Sichtschutz und Musik auf den Ohren praktisch blind und taub auf die Suche nach den anderen gehen. Als geklärt war, man solle bitte mit allen Sinnen gemeinsam im Team suchen, war das aber auch nicht wirklich hilfreich. Das Gelände war schlicht viel zu groß.

"Das habe ich mir leichter vorgestellt", meckerte Günther Jauch, während Barbara Schöneberger vermutete, dass Verona Pooth vielleicht unter Thorsten Schorn liegen könnte. "Darf ich irgendwann abbrechen?", fragte Thomas Gottschalk irritiert als abzusehen war, dass das Finden der beiden auf absehbare Zeit nicht gelingen würde.

Vielleicht will sie niemand mehr finden?

"Habt ihr mal überlegt was passiert wenn sie [Verona Pooth] keiner sucht?", lachte Barbara Schöneberger. "Vielleicht will sie niemand mehr finden", konterte Jauch. Nach fast sieben Minuten brauchen die beiden die Suche dann von sich aus ab. Verona Pooth blieb trotzdem noch einen Moment verschwunden, sie hatte das Ende des Spiels nicht mitbekommen und niemand hatte so richtig im Auge gehabt, wo sie sich eigentlich versteckt gehalten hatte.

Als dann Ochsenknecht und Pooth mit Suchen dran waren, vermuteten sie Barbara Schöneberger in der Nähe vom Essen, fanden aber weder sie noch Günther Jauch. Die gewannen das Spiel, auch wenn die Regel ja zunächst gar keinen Abbruch erlaubte. Es schien aber auch den Machern relativ schnell klar geworden zu sein, dass dieses Spiel das Potential für eine eigene stundenlang dauernde Sendung wie "Das große Promi-Verstecken" haben könnte.

Günther Jauch im Kampf mit dem Dosenöffner

Spiel Sieben versprach dem Namen nach eigentlich ebenfalls eine recht kurzweilige Angelegenheit zu werden, immerhin wurde es auf den Namen "Die schnellen 6" getauft. Es zog sich aber hin, denn sowohl die Herren als auch die Damen der Runde mussten jeweils abwechselnd eine Aufgabe wie Knoten lösen, Geld ins Sparschwein werfen oder Mützen übereinander anziehen, lösen und spielten dabei gegen die Uhr und gegeneinander.

Günther Jauch gelang es mehrere Minuten lang nicht, eine Konservendose mit einem Dosenöffner zu öffnen, erst beim dritten Gerät, klappte es. Dass es überhaupt weitere Öffner gab, war allein der Tatsache geschuldet, dass Günther Jauch so ungehalten wurde, wie man es sonst überhaupt nicht von ihm kennt. Dosenöffner Nummer zwei verbog er nicht nur, er schleuderte ihn auch wütend durch die Gegend und wetterte gegen die mindere Qualität, die bei diesem Spiel zum Einsatz gekommen sei.

Mehr machen, weniger reden

An dem Abend zeigte sich aber, dass man selbst den so beherrschten Günther Jauch mit Geplapper ordentlich auf die Palme bringen konnte. War er zunächst freundlich reserviert gegenüber Verona Pooth, verschob sich das im Laufe des Abends aufgrund der überkanditelten und bewusst naiven Art Pooths, zu einer sehr kurzen Leitung. "Einfach antworten", herrschte er sie beim Finalspiel "Die Wand" an, weil sie für jede Antwort sehr viel Zeit und noch mehr Worte brauchte, statt einfach nur mit A oder B zu antworten.

Irritierend war aber vor allem bei "Denn sie wissen nicht, was passiert" dabei zu sehen zu müssen, wie Pooths Art einerseits die eh schon chaotische Sendung fast sprengte, weil ihre ständigen Nachfragen und ihre "ich weiß nicht wie das geht"- Attitude dafür sorgten, dass Spiele wieder und wieder diskutiert werden mussten, aber auch die Nerven der männlichen Kollegen mehr und mehr blanklagen.

Frauen sollten sich weiterentwickeln

"Oh ist das anstrengend", entfuhr es Thomas Gottschalk bevor Uwe Ochsenknecht darauf hinwies, Pooth möge doch einfach ihm folgen, wie Frauen das eben so machen sollten. Die Stimmung ihr gegenüber wurde zunehmend weniger freundlich, einzig Barbara Schöneberger blieb entspannt und gelassen und zugewandt. Verona Pooth hat sich diese Kunstfigur, die sie in solchen Shows porträtiert, selbst ausgesucht und fährt damit offensichtlich noch immer sehr gut.

Im Gegensatz dazu nervt Barbara Schöneberger zwar manchmal mit ihrer Überpräsenz in den Medien, bleibt aber gleichzeitig nahbar. Sie wirkt nicht auf eine Rolle festgenagelt, bietet allen die Stirn und scheint mit Spaß bei der Sache zu sein. Authentizität ist das Zauberwort und das bringt die Moderatorin, genau wie Günther Jauch und Thomas Gottschalk, mit. Deswegen werden die drei auch in der nächsten Runde von "Denn sie wissen nicht, was passiert" wieder für den Löwenanteil der Unterhaltung sorgen und in erster Linie um sich selbst kreisen.

Die anderen braucht es vielleicht auch nur, damit Spiele nicht endlos diskutiert werden sondern auch mal angefangen wird. Immerhin, in dieser Ausgabe mussten gleich zwei Spiele ausgelassen werden sonst hätte "Denn sie wissen nicht, was passiert" Ausmaße von "Schlag den Star" angenommen. Und so weit sind wir dann bei RTL ja doch noch nicht.

Neueste Enthüllung: Palast-Mitarbeiter haben fiesen Spitznamen für Harry und Meghan

Der offizielle Netflix-Trailer von Harry und Meghans gleichnamiger Doku ist noch keine zwei Tage online, doch hat er schon weit über Eine Million Aufrufe. Nicht nur unter Royal-Expert:innen und -Begeisterten wird die sechsteilige Serie bereits jetzt heiß diskutiert. Auch im Buckingham Palast soll sich das Gespräch um die Amerika-Auswanderer der eigenen Familie drehen. Laut "The Times" lässt man im königlichen Wohnsitz den Frust in Form eines fiesen Spitznamens raus.

Zur Story