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Wer stiehlt mir die Show? mit Joko

"Wer stiehlt mir die Show?": Wollen die Kontrolle übernehmen bzw. verteidigen (von links): Elyas M'Barek, Palina Rojinski, Thomas Gottschalk, Zuschauerin Luisa und Moderator Joko Winterscheidt. Bild: ProSieben / Claudius Pflug

Elyas M'Barek blamiert sich bei Joko Winterscheidts neuer ProSieben-Sendung "Wer stiehlt mir die Show?"

Simone Deckner

Kein Klaas, nirgends. Joko Winterscheidt macht erstmals sein ganz eigenes Ding bei "Wer stiehlt mir die Show?" auf ProSieben. Wir haben uns die Premiere angeschaut.

Für Joko Winterscheidt ist die Sache klar: "Wer stiehlt mir die Show?" (#WSMDS) ist für den 41-Jährigen nicht weniger als "ein wahr gewordener Traum". Es ist seine erste eigene Show. Er muss sich dafür nicht von Klippen stürzen oder ekliges Essen herunterwürgen. Vor allem aber: Seine neue Show hat rein gar nichts mit seinem langjährigen Moderationskollegen Klaas Heufer-Umlauf zu tun. Joko hat mit #WSDMS die große Chance, sich solo neu zu erfinden. Am Dienstag lief die Premiere zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr bei ProSieben. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wie funktioniert #WSMDS?

Überraschung: Joko geht mit seiner neuen Show unter die Quizmaster. "Pilawa, Jauch, Pflaume – ein neuer Sheriff ist in der Stadt!", frotzelt er und nimmt sich gleich selbst zur Brust: "Fragt sich nur, wie lange noch?" Denn: Wie gewonnen, so zerronnen.

Das in weiten Teilen feste Gegnerteam - bestehend aus dem Moderatoren-Urgestein Thomas Gottschalk, Moderatorin und Djane Palina Rojinski und Schauspieler Elyas M'Barek sowie einem wöchentlich wechselnden Zuschauerkandidaten – kann Joko seinen Sendeplatz, sein Team und sein beklopptes mobiles Moderationspult stehlen. Dazu müssen sie allerdings neun Quizrunden und allerlei Spiele überstehen - erst im Finale wartet das entscheidende Duell mit Joko, der seine Show natürlich behalten will.

Wer stiehlt mir die Show? mit Joko

Joko Winterscheidt hat in seiner neuen Show viel zu verlieren – vor allem die Kontrolle über die Sendung. Bild: ProSieben / Claudius Pflug

Okay, klingt ein bisschen wie eine Mischung aus "Schlag den Raab", "Joko und Klaas gegen ProSieben" und äh, "Der große Preis"?

Nein, so etwas wie #WSMDS gab es im deutschen TV tatsächlich noch nie. "Welcher Moderator ist schon so irre, sich seine eigene Show direkt wieder wegnehmen zu lassen?", zweifelte auch Joko an der Idee. In liebevollen Details merkt man aber, dass sich die Macher von den besten Unterhaltungsshows haben inspirieren lassen: Es gibt eine gigantische Showtreppe, wie sie zur Standardausstattung von Samstagabendshows im deutschen TV gehört.

Es gibt eine zwölfköpfige Showband namens "The Mighty Winterscheidts", Helmut Zerlett und seine Zerlettos lassen grüßen. Die Kandidaten sitzen in Lichtkugelwaben, die an die legendären Kapseln bei Wim Thoelkes "Der große Preis" erinnern. Bei einem Spiel werden sie gar in schalldichte Kabinen gesteckt wie dereinst bei "Alles oder nichts" mit Max Schauzer – die Älteren erinnern sich womöglich noch?

Wer soll das überhaupt sehen?

Klare Antwort: die ganze Familie. Denn #WSMDS schlägt allein schon mit dem Kandidatenteam einen Bogen von jung nach alt. Palina und Elyas M'Barek für die 25+-Generation, Gottschalk für die 60+-Fraktion – und die Zuschauerkandidaten für die noch Jüngeren.

Joko (41) zu Luisa (26): "Hat man in eurem Alter eigentlich noch Bock auf Fernsehen?" Luisa: "Ich liebe Fernsehen!" Auch bei den Spielen wird auf die unterschiedlichen Generationen Rücksicht genommen: von Fragen zum Allgemeinwissen ("Wofür steht die Abkürzung IBAN?"), über Know-how der aktuellen Spotify-Charts über Geschichtsfragen werden die unterschiedlichsten Fähigkeiten angesprochen.

Wer hatte die Nase vorn?

Elyas M'Barek jedenfalls nicht. "Ich blamiere mich hier voll", stöhnte der "Fack ju Göhte"-Schauspieler bereits in Quizrunde 1, nachdem er bei Fragen nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Maler der Mona Lisa mit Unwissenheit geglänzt hatte. "Unter Druck funktioniere ich einfach nicht", so M'Barek, der konsequenterweise als Erster aus der Show flog. In einem "Walk of Shame" durch künstlichen Regen und Schnee zu der Melodie von "All By Myself" wurden noch einmal die peinlichsten Aussagen eingespielt – auch das eine wunderbare Umkehrung eines Show-Klassikers: dem "Best Of" am Ende einer jeden "Schlag den Raab"-Sendung.

Wer stiehlt mir die Show? mit Joko

Elyas M'Barek muss sich stark konzentrieren – um sich nicht noch mehr zu blamieren. Bild: ProSieben / Claudius Pflug

Doch auch für Thomas Gottschalk sah es nach den ersten Runden nicht gut aus. Der Entertainer moserte zuweilen:

"Das Spiel ist etwas für Verhaltensgestörte!"

Seine Stunde schlug beim Spiel "Extrablatt! Extrablatt! Extrablatt", bei dem es darum ging, historische Ereignisse anhand heutiger Boulevard-Schlagzeilen zu erkennen: "Gaga-Griechen gewinnen mit irrem Geschenk-Trick" stand etwa für die Schlacht von Troja. Auch Publikumskandidatin Luisa schlug sich tapfer, zog dann aber gegen eine vor allem in Musik- und Markenspielen hellwache Palina den Kürzeren.

Wer stiehlt mir die Show? mit Joko

Thomas Gottschalk hat zumindest viel Routine im Umgang mit Überraschungen. Bild: ProSieben / Claudius Pflug

Am Ende entschied sich der Einzug ins Finale zwischen Palina und Gottschalk in einem Spiel, bei dem beide vom Teleprompter einen Lückentext ablesen und die fehlenden Wörter spontan ergänzen mussten – dabei vergaßen beide, wie der Gründer von Tesla heißt. "Boah, Elon Musik heißt der Idiot!", schimpfte Gottschalk, nachdem alles gelaufen war. Gottschalk bei seinem Abgang zu Joko in bester "Wetten, dass ..." -Manier:

"Ich muss nicht nach Hause, ich muss zum Flieger, mein Freund!"

Hat Joko seine Show behalten?

Im Finale trat Palina gegen Joko an, moderiert von Kathrin Bauerfeindt. Palina musste bei der Frage nach der größten Insel der Welt vorlegen und beantwortete diese falsch mit Australien. Joko hatte auf Grönland getippt, die richtige Antwort. "Es gibt doch einen Show-Gott", jubelte er nach seinem Sieg – auch in der nächsten Woche darf Joko seine Show also behalten.

Wer stiehlt mir die Show? mit Joko

Palina Rojinskis Schlagfertigkeit ist gefürchtet. Bild: ProSieben / Claudius Pflug

Lohnt sich das Einschalten?

Unbedingt! #WSMDS macht großen Spaß – und das über die Gesamtstrecke. Von der ersten Minute ist der Moderator on fire, wie er sagen würde: Thomas Gottschalk ist der Kandidat, von dem wir nie wussten, dass wir ihn genau an dieser Stelle brauchen ("Ihr sucht den ewigen Zweiten? Klaas Heufer-Umlauf oder wen?"), Palina und Elyas harmonieren mit ihm ebenso wie mit den nicht-prominenten Kandidaten. #WSMDS überrascht dazu mit wirklich originellen Spielideen, die die Show bis zum Finale spannend machen. Fazit: Joko hat einen kleinen Rudi Carrell in sich, den er jahrelang vor der Welt versteckt hat.

Bester Spruch von Joko übrigens:

"Der Weg zum Sieg ist, und jetzt muss ich leider das Liedgut eines stadtbekannten Vollidioten zitieren, steinig und schwer."

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