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"Stern TV": CDU-Politikerin Caroline Bosbach platzt in RTL-Show der Kragen

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Caroline Bosbach ist bei "Stern TV" zu Gast.Bild: www.imago-images.de / imago images
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"Stern TV": CDU-Politikerin Caroline Bosbach platzt in Diskussion ums Bürgergeld der Kragen

28.09.2023, 10:3528.09.2023, 10:34
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Die bevorstehende Erhöhung des Bürgergelds hat zu einer Diskussion über Arbeitslosigkeit und neu zu besetzende Arbeitsstellen geführt. Steigert die Erhöhung des Bürgergelds die Kluft noch weiter? Das bespricht Moderator Steffen Hallaschka am Mittwochabend mit seinen Gästen bei "Stern TV" und dabei wird es ganz schnell zu einem hitzigen Streitgespräch.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist derzeit nicht so goldig. "Niemand mag mehr so wirklich arbeiten. Arbeitgeber bieten schon formlose Bewerbungen per WhatsApp an, um Arbeitskräfte anzulocken", berichtet Moderator Steffen Hallaschka. In einem Experiment stellt sich das "Stern TV"-Team vor das Jobcenter in Köln-Mülheim, fängt die Leute dort ab, um ihnen einen Job anzubieten. 150 Meter entfernt warten die Geschäftsleiter einer Bäckereikette und eines Dachdecker-Unternehmens, um unmittelbar nach Absprache mit den Interessenten Vorstellungsgespräche durchzuführen. Ganz ohne Vorkenntnisse.

Experiment bringt Arbeitnehmer und Arbeitslose zusammen

Eine Interessierte ist Gjyle Tekin, die sich gerade von ihrem Mann trennt und dabei war, die Beantragung von Bürgergeld einzureichen. "Ich möchte viel lieber arbeiten, als von Bürgergeld zu leben", so Tekin. In dem Vorstellungsgespräch einigen sich die beiden darauf, dass Gjyle Tekin einen Schnuppertag in der Bäckerei macht. Dieser verläuft super und sie bekommt ein Jobangebot. "'Stern TV', ihr seid wirklich unglaublich. Ich bin überglücklich", sagt Gjyle Tekin und strahlt bis über beide Ohren.

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Vor zehn Jahren erging es Julia Kielenski genauso. Als Arbeitssuchende, wurde sie vor dem Jobcenter in Frankfurt von "Stern TV" angesprochen, was sie zu einem Job bei McDonald's brachte. Nach einem Jahr verließ sie die Position und kann heute auf eine erfolgreiche Karriere als stellvertretende Filialleiterin bei DM zurückblicken. "Hätte 'Stern TV' mich damals nicht angesprochen, wäre mein Leben anders gelaufen", so Kielenski.

Moderator Steffen Hallaschka

+++ Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gestattet. +++
Steffen Hallaschka widmete sich dem Thema Bürgergeld.Bild: rtl+ / Stern TV Spezial - So teuer ist Deutschland

Erhöhung des Bürgergelds

Im Studio sind neben Gjyle Tekin und Julia Kielenski auch Politikerinnen anwesend. Sowohl Caroline Bosbach von der CDU als auch Anika Klose von der SPD setzen sich in ihren politischen Funktionen mit dem Thema Arbeitslosigkeit auseinander. Die Frage im Raum: Lohnt sich Arbeit noch, wenn das Bürgergeld weiter ansteigt? Nach dem Existenzminimumbericht der Bundesregierung soll der Bürgergeld-Regelsatz im Jahr 2024 um sechs bis acht Prozent steigen. "Wir müssen die Frage der sozialen Gerechtigkeit stellen", fordert Bosbach von der CDU und richtet sich direkt an die politische Opponentin Annika Klose.

SPD-Politikerin Klose unterstützt den Anstieg des Bürgergelds, was bei der CDU gar nicht gut ankommt. Die SPD ist über die Tarifverträge im Niedriglohnsektor frustriert und möchte den sozialen Sektor mit der Steigerung des Bürgergelds unterstützen. "Von den Personen, die Bürgergeld beantragen, gehen 20 Prozent einer Arbeit nach und benötigen die als Ergänzung, da ihr Lohn zu gering ist", erklärt Klose. Sie fordert faire Tarifverträge und leichtere Wege zurück in die Arbeitsbeschäftigung für Langzeitarbeitslose.

Diskussion zwischen Politikerinnen eskaliert

Das möchte CDU-Politikerin Bosbach gar nicht hören. "Es geht um die, die putzmunter sind und einfach die Jobs nicht annehmen wollen und von denen haben wir ganz viele", meint sie. Da sei ein Mindestlohn, der von der SPD kam, nur eine kleine Baustelle, führt sie weiter aus. Sie spricht sich ganz klar gegen eine Erhöhung des Bürgergelds aus. Die Union hat die Einführung des Bürgergelds lange blockiert und erst nach vielen Verhandlungen zugestimmt. Eine Erhöhung findet in der Union keine Unterstützung. Immer wieder berufen sich CDU-Politiker auf die Gerechtigkeit. So auch Caroline Bosbach im Studio: "Wir müssen über die sprechen, die jeden morgen früh aufstehen, den Staat tragen und so ein Bürgergeld finanzieren."

Annika Klose schaut sie verwundert an und versucht, auf die Anschuldigungen zu reagieren. Bosbach ist nach der Diskussion nicht mehr in Diskutierlaune und lässt SPD-Politikerin Annika Klose nicht mehr aussprechen. "Das System ist auf Sand gebaut und wird Ihnen um die Ohren fliegen", sagt sie schlussendlich dazu. Moderator Hallaschka versucht, die angespannte Situation zu lösen. "Ich habe nicht gedacht, dass Sie heute die politische Ehe schließen", witzelt er. Die Zuschauerumfrage ergab, dass die Mehrheit der Befragten eher auf Seiten der Union steht: 77 Prozent sind der Meinung, dass sich die Arbeit nicht mehr lohnt, wenn das Bürgergeld weiter ansteigt.

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