Auch das Gewicht von Artur Exler wurde von Günther Jauch geschätzt.
Auch das Gewicht von Artur Exler wurde von Günther Jauch geschätzt. Bild: RTL / Stefan Gregorowius
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"Was haben Sie, 95 Kilogramm?" – Jauch irritiert bei "Wer wird Millionär?" mit Gewichtsschätzungen

15.03.2022, 06:18

Nachdem die Fragen letzte Woche bei "Wer wird Millionär?" ziemlich schwer waren, wurde es in dieser Ausgabe wieder deutlich leichter. Aber das ist natürlich immer auch eine persönliche Einschätzung: Kandidatin Seyda Akin brauchte den ersten Joker, noch bevor die rettende 500-Euro-Hürde erreicht war und erklärte, dass sie sehr, sehr aufgeregt sei und es vom heimischen Sofa aus immer leichter wäre, die Fragen zu beantworten. Akin wird auch nächste Woche wieder dabei sein und es bleibt zu hoffen, dass Günther Jauch sich dann mehr auf die Kandidatin und weniger auf den begleitenden Ehemann konzentriert.

Denn im Gegensatz zu den Gesprächen mit den beiden männlichen Teilnehmern des Abends, bei denen Jauch nicht das Gespräch mit der Begleitung suchte, verwickelte er Faith Akin, den Ehemann von Seyda (und nicht der bekannte Regisseur ähnlichen Namens), in einen Talk über die Tatsache, dass die Frau eine schreckliche Beifahrerin ist. Mag ja sein, aber wieso muss da der Mann antworten und nicht die Frau selbst? Die Männer des Rateabends durften doch auch für sich selbst sprechen.

Seyda Akin schaut zu ihrem Mann im Publikum, den Jauch in ein Gespräch verwickelte.
Seyda Akin schaut zu ihrem Mann im Publikum, den Jauch in ein Gespräch verwickelte.Bild: RTL / Stefan Gregorowius

Jauch schätzt das Gewicht der Kandidaten

Wenig tröstlich, dass Jauch sich an diesem Abend auch noch im Body-Shaming übte. Sowohl bei Kandidat Peter Gaschko als auch bei Artur Exler schätzte der Moderator das Gewicht. Beide Männer brachten etwas über 100 kg auf die Waage und sahen sich damit konfrontiert, ihr Gewicht zu erklären. Warum auch immer es nötig war, dann auf ein unvorteilhaftes Hemd oder die Tatsache zu verweisen, dass man nun mal gern esse. Ist doch OK. Einige Zuschauer fanden die Aktion von Jauch jedenfalls ziemlich unangenehm.

Kandidat Exler hatte als Auswahlfrage eine zum Thema Brot und wies in der Vorstellungsrunde darauf hin, dass er sich darüber sehr gefreut hatte. "Dann mögen Sie auch Kartoffeln?", mutmaßte Jauch und schob dann ein "Alles was quillt" hinterher. Abgerundet wurde dieses Frage-Manöver dann mit: "Was haben Sie, 95 Kilogramm?", worauf der Kandidat sein wahres Gewicht verriet. Jauch versuchte zu retten, was nicht zu retten war und attestierte dem 35- Jährigen, dass er "schlanker wirkend" sei.

"Essen ist gut, vegan ist schlecht"

Exler musste dann tatsächlich mehrere Lebensmittelfragen beantworten, was natürlich Zufall ist, aber irgendwie einen Beigeschmack hatte. Die 500-Euro-Frage ließ ihn aber straucheln: "Was wird bei vielen veganen Rezepten benötigt?" A. Kartoffelbuchstabe, B. Wurstwort, C. Eiersatz, D. Käsezeile

"Essen ist gut, vegan ist schlecht", konterte der Controller, kam dann aber doch noch auf die richtige Lösung C. "Es funktioniert ja relativ gut", attestierte ihm Jauch im weiteren Verlauf und fragte nach möglichen Schwachpunkten. Excel ist es in jedem Fall nicht, denn der Controller organisiert laut eigener Aussage sein ganzes Leben mit diesem Tabellentool.

Artur Exler kann mit veganem Essen nicht viel anfangen.
Artur Exler kann mit veganem Essen nicht viel anfangen. bild: RTL / Stefan Gregorowius

Günther Jauch erinnerte sich an eine Frage für Anke Engelke zum Thema Excel, die Exler hätte beantworten können. Aber die kam eben nicht. Stattdessen wollte Jauch für 64.000 Euro wissen: "Wer trat im als Kulturzentrum genutzten Terminal 1 des Flughafens München Riem zum letzten Mal bei einem Konzert auf?" Zur Auswahl standen: A. Elvis Presley, B. Kurt Cobain, C. John Lennon, D. Freddie Mercury.

Antwort B schloss der Kandidat aus, war sich letztlich aber unsicher und verabschiedete sich mit seinem 32.000-Euro-Gewinn. Am Ende stellte sich raus: Antwort B wäre richtig gewesen.

"Wozu haben Sie überhaupt Joker?"

"Sie sind bei 109 kg", schätzte der Moderator dann Peter Gaschkos Gewicht ein. Der verneinte und verwies auf sein vielleicht unvorteilhaftes Hemd. Der Objektleiter wählte die Sicherheitsvariante, was sich im Nachhinein als die richtige Wahl herausstellte. Denn Gaschko zockte sich durch die Fragen, sobald er den Hauch einer Ahnung hatte, antwortete er ohne großes Nachdenken. "Wozu haben Sie überhaupt Joker?", fragte Jauch und war dann doch ganz froh, als der erste bei der 16.000-Euro-Frage genutzt wurde:

Peter Gaschko auf dem Ratestuhl.
Peter Gaschko auf dem Ratestuhl.Bild: RTL / Stefan Gregorowius

"Was tritt in reiner Form unter Normalbedingungen als weißes, geruchsloses, kristallines Pulver mit bitterem Geschmack auf?" Die Antwortmöglichkeiten: A. Alkohol, B. Koffein, C. Kohlendioxid, D. Methan.

Gaschko war sich eigentlich sicher, dass die richtige Antwort nur B. sein kann, nahm dann aber doch den 50:50-Joker und ärgerte sich im Nachhinein.

Geld fürs Umgestalten der Frau

Günther Jauch fragte nach, was der Objektschützer mit dem Gewinn denn anfangen möchte. Eigentlich, so Gaschko, brauche er nur 8.000 Euro, davon möchte er eine Hundetrainerausbildung bezahlen. Alles weitere wird in einen Hundeladen investiert, den er im April mit seiner Frau eröffnen möchte. Nur beim Gewinn einer Million wollte der Langenhagener noch Geld für einen anderen Traum nutzen: Einmal den Appalachian-Trail in Nordamerika wandern, wofür er sich mehrere Monate Zeit nehmen würde.

Jauch hatte andere Informationen auf seinem Bildschirm. Er hatte gelesen, Gaschko möchte von dem Geld seine Frau umgestalten. "Da hätte ich nach Einzelmaßnahmen gefragt", lachte Jauch, als klar war, dass es natürlich nur um den Hundeladen ging und nicht um das Aussehen der Frau.

Was passiert mit dem Wolf?

Bei der 64.000-Euro-Frage kam das Zocker-Gen beim Objektschützer wieder hoch. Die Frage war: "Was passiert in Sergei Prokofjews Peter und der Wolf am Ende mit dem Wolf?" Die Antwortoptionen: A. landet im Zoo, B. wird vom Jäger erschossen, C. verschwindet in den Wald, D. ertrinkt im Brunnen.

Gaschko rief seinen Telefonjoker an, beide waren sich recht sicher, dass die richtige Antwort B. sein muss. Und er loggte diese Antwort ein, auch wenn sie falsch war. Antwort A ist richtig, weswegen der Kandidat auf 16.000 Euro zurückfiel. In dem Fall hatte sich die Sicherheitsvariante wirklich bewährt, weil es das Zocken erleichterte und 16.000 Euro mehr sind, als der Kandidat sich erhofft hatte. Alles richtig gemacht also.

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