Für Jeanette Biedermann musste ein Sanitäter anrücken. Bild: TVNOW/Frank W. Hempel

"Grill den Henssler": Versprecher von Reiner Calmund sorgt für Tränen

Bei "Grill den Henssler" ging es musikalisch zu - zumindest personell: Die "Sing meinen Song"-Stars Joris und Johannes Oerding und die Ex-Teilnehmerin Jeanette Biedermann traten dieses Mal beim Kochen gegen Steffen Henssler an. Dazu gab es eine Premiere: Als Koch-Coach trat erstmals Autodidakt Kristof Mulack an, Moderatorin Laura Wontorra zufolge der "Popstar unter den neuen, modernen und coolen Köchen". Die Promis setzten auf ambitionierte Gerichte, mit denen sie die Gunst der Jury um Christian Rach, Mirja Boes und Reiner Calmund allerdings nicht gewinnen konnten.

Schon beim Improgang - laut Henssler eine "komische Kombo" aus Entenbrust, Kiwi und Haferflocken - kritisierte Jurorin Boes den Promi-Teller in ungewohnt harschen Tönen: Die Ente schmecke so, als sei sie schon lange tot. "Ich denke, meine Söhne, die sind acht und zehn, hätten das Essen auf eine ähnliche Art und Weise zubereitet", urteilte sie und gab lediglich "saftige drei Punkte". Calmund und Rach zeigten sich ähnlich wenig begeistert, was Henssler schon zu Beginn zu einem großen Vorsprung verhalf.

"Grill den Henssler": Gastgeber verrät genialen Spargel-Trick

Sänger Joris, der eigenen Angaben zufolge während des Lockdowns in seiner WG die Zubereitung von Brunch inklusive Öffnen von Prosecco-Flaschen perfektioniert hat, war für die Vorspeise zuständig: Grünen Spargel mit Erbsencreme und Büffelmozzarella. Bei der Zubereitung verriet Henssler einen Küchen-Trick, der selbst der passionierten Google-Nutzerin Wontorra noch nicht bekannt war: Der Koch erklärte, dass man bei grünem Spargel die Enden nicht abschneiden, sondern abbrechen sollte, weil man so den idealen Übergang zu den holzigen Stellen findet.

Joris war bei "Grill den Henssler" für die Vorspeise zuständig. Bild: TVNOW/Frank W. Hempel

Joris durfte sich als dreifacher Echo-Preisträger Lob von der Moderatorin abholen. "Das als Newscomer zu schaffen ist schon sehr besonders", betonte sie. Wontorra selbst sei lediglich mal zur "sexiest Sportreporterin" ernannt worden - "der größte Arschloch-Titel aller Zeiten!"

"Total assi": Wieso Henssler Sophia Thomalla niemals zu Rammstein befragt hätte

Anschließend erkundigte sich Wontorra bei Henssler, was er privat für Musik höre. "Grad hab ich wieder so eine harte Rammstein-Phase gehabt", erzählte der Starkoch. Auf die Frage, weshalb er dann nicht Sophia Thomalla während ihrer "Grill den Henssler"-Teilnahme nach ihrem Ex, dem Rammstein-Sänger Till Lindemann, ausgefragt habe, stellte er gegenüber der Moderatorin klar:

"Das finde ich total assi. Da muss man sich besser kennen, dass man sich so eine private Frage stellt. Ich weiß, du bist da aus ganz anderem Holz geschnitzt!"

Das Jury-Urteil für die Vorspeise der Promis fiel zwar etwas milder aus als beim Improgang - trotzdem gelang es Henssler, auch die zweite Runde für sich entscheiden.

Bei "Grill den Henssler" muss der Sanitäter anrücken

Biedermann durfte zum Hauptgang Fischeintopf mit Klößchen servieren - bei diesem Gericht wurden bei Henssler böse Erinnerungen an "Kitchen Impossible" wach, wo er in Saint Tropez Bouillabaisse kochen musste. "Das hat so hart gestunken", erinnerte er sich - aufgrund des Fischgeruchs habe er dann seine gesamte Kochkleidung samt Schuhen in Frankreich zurückgelassen.

In der anderen Küche unterlief Biedermann währenddessen ein Missgeschick. "Mir passieren beim Kochen ganz oft Unfälle", hatte sie schon während Joris' Vorspeisenzubereitung verraten, was sich als selbsterfüllende Prophezeiung entpuppte: Beim Zerhacken der Fischfilets fügte sie sich einen Schnitt zu, der vom Sanitäter versorgt werden musste. Davon ließ sie sich aber nicht unterkriegen: Sie kochte knallhart einhändig weiter, während der Sanitäter sie verarztete. Und das mit Erfolg: "Geile Scheiße", urteilte sie beim Abschmecken. Dennoch schaffte es auch beim Hauptgang wieder Henssler, mehr Punkte von der Jury zu kassieren.

Wontorra will Mulack Baby-Details zu Mark Forster und Lena Meyer-Landrut entlocken

Ob es wohl am neuen Koch-Coach Mulack lag, dass es bei den Promis nicht rund lief? Dieser ist nicht nur als Berliner Koch und Gastronom bekannt, sondern auch ein guter Freund von Mark Forster - eine Steilvorlage für Wontorra, um ihm Baby-Details zu entlocken. "Hast du schon vorbeigeschaut?", erkundigte sie sich in Hinblick auf den Nachwuchs von Forster und Lena Meyer-Landrut. "Ja - aber ich darf dazu überhaupt gar nichts sagen", würgte er sie zu Hensslers Amüsement ab.

Dass Promis ihren Nachwuchs nicht in das Licht der Öffentlichkeit rücken wollen, konnte Wontorra aber gut verstehen: Trotz ihres berühmten Vaters habe sie selbst die Entscheidung getroffen, eine öffentliche Karriere einzuschlagen, erzählte sie. Kinder in den sozialen Netzwerken zur Schau zu stellen, sei nicht ihr Ding - obwohl sie selbst noch keinen Nachwuchs hat.

Bei Calmunds "Zitzen"-Dessert bleibt kein Auge trocken

Am Schluss ging es für Oerding an das Dessert: Pochierte Safran-Birne mit gebackener weißer Schokolade und karamellisierter Salzzitronenzeste. Ob er sich als "Sing meinen Song"-Gastgeber Tipps von seiner Lebensgefährtin Ina Müller geholt habe, wollte Wontorra von dem Musiker wissen. "Ja, sie hat gesagt, stell Fragen, frag, was dich interessiert", berichtete er. Ansonsten zeigte er sich mangels Multitasking-Kompetenz wenig plauderfreudig: "Ich würde mich so gern mit dir unterhalten, aber ich kann mich nur auf eine Sache konzentrieren, sei mir nicht böse", entschuldigte er sich bei der klatschfreudigen Moderatorin. Trotz Stress schaffte er es dann aber doch noch, Henssler und Wontorra mit einem kleinen Ständchen zu erfreuen.

Johannes Oerding erwies sich als sehr schlechter Multi-Tasker. Bild: TVNOW/Frank W. Hempel

Bei der Jurywertung des Desserts sorgte abschließend ein Calmund-Versprecher für reichlich Tränen - und zwar vor Lachen: Als Dessert "mit den Salz-Zitzen", betitelte der Juror das Zitronenzesten-Gericht. Daraufhin war Boes derart aus dem Häuschen, dass sie ein Taschentuch für die Lachtränen zücken musste. Sie kicherte noch Minuten nach dem Versprecher völlig außer Kontrolle weiter - und sogar Rach kriegte sich kaum noch ein. Zesten, Zitzen, "Zysten", wie Henssler dann noch einwarf - mit dem Dessert konnte der Gastgeber erneut das Promi-Team grillen und die Folge mit 98 zu 77 Punkten wieder mal für sich entscheiden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Keller 17.05.2021 14:14
    Highlight Highlight Die Zeit der Kochshows im deutschen TV ist längst abgelaufen. Ich verstehe es einfach nicht, warum manche TV Sender wie z.B. VOX weiterhin ein totes Pferd reiten können. Bei "Lafer, Lichter Lecker!" konnte man wenigstens mal lachen, wenn Horst Lichter wieder mal einen Witz machte entweder über Johann Lafer, oder andere. Aber "Grill den Henssler" muss man sich nicht unbedingt antun.

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