Wirtschaft
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Alu weg, Plastik her. Nicht alle sind davon begeistert. imago

Neue Verpackung: Hanuta hüllt sich in Plastik ein, und erntet jede Menge Ärger

silke ahrens

Am Mittwoch fasste das Europäische Parlament in Straßburg einen weit reichenden Beschluss: Es stimmte einem Vorschlag der EU-Kommission zu, Einweg-Geschirr aus Plastik und andere Gebrauchsgüter wie Wattestäbchen zu verbieten. 

Das muss vorweggeschickt werden, um zu begreifen, warum der Lebensmittelkonzern Ferrero derzeit so viel Ärger hat. Der Grund: Die Aluminiumverpackung der Süßigkeit wurde Ende des Sommers durch Plastik ersetzt – für viele ein echtes No-Go.

"Sagt mal Leute brennt euch eigentlich die Rüstung??", schreibt ein Kunde auf Facebook. "In der jetzigen Zeit ist es doch mehr als unverantwortlich ein Produkt in so unnötig viel Plastik zu verpacken. Ist euch die Umwelt total egal??? Es gibt doch mehr als genug alternative Verpackungen." Auch ein anderer Facebook-Nutzer ist empört: "Die ganze Welt diskutiert über zu viel Plastikmüll und ihr schweißt nun noch mal eine extra Lage Kunststoff in jede Packung?"

Auch dieser User wundert sich

Kundin Heike zieht bereits Konsequenzen: "Ich habe mir gestern seit langer Zeit mal wieder ein Doppelpack Hanuta gekauft und habe mich über die neue Verpackung gewundert. Nun mache ich sie heute auf und habe viel mehr Müll als früher!!! Ich bin entsetzt. Dann werde ich in Zukunft wohl kein Hanuta mehr kaufen."

Was meinst du zum Riegel-Streit?

Das Unternehmen hat sich bereits auf der Facebook-Seite zu der Kritik geäußert: "Auch wir bei Ferrero machen uns Gedanken über den richtigen Umgang mit Materialien. So haben wir mit der neuen Verpackung beim Hanuta-Einzelstück den Einsatz von Aluminium reduziert. In der 2er-Packung ermöglicht die Einzelverpackung den Konsumenten, die einzelnen Hanutas auch praktisch für unterwegs mitzunehmen. Das Pappkärtchen garantiert Stabilität und ebenfalls Produktschutz."

Das sagt der Hersteller:

Schwache Argumentation: denn die Herstellung von Alu ist viel umweltschädlicher und energieintensiver als die von Plastik. Das aber baut sich unendlich langsam ab.

Aber nicht nur die Verpackung der Haselnusstafel, auch das Logo hat sich etwas geändert. Das rote "h" ist nun schwarz – wie das "n" bei Nutella. Da die Schokocreme zuletzt die Rezeptur geändert hatte, befürchten Hanuta-Fans, dass sich die Tafeln im neu beworbenem "Knusperpack" auch geändert haben.

Ob man die neue Verpackung nun gut findet oder nicht, eins zeigt der Shitstorm deutlich: Plastikmüll zu vermeiden, liegt vielen Verbrauchern am Herzen.

Dieser Text ist zuerst auf t-online.de erschienen.

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