Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Das sind die größten Plastikabfall-Sünder weltweit

lars wienand

Im angespülten Abfall an den Stränden der Welt findet sich am häufigsten Plastik-Müll von Coca-Cola. Greenpeace hat nachgezählt und eine Pranger-Liste erstellt, auf der auch deutsche Firmen stehen.

Mindestens acht Millionen Tonnen Plastikmüll landen Jahr für Jahr im Meer – und Coca-Cola, Pepsi und Nestlé lassen sich am häufigsten als Urheber feststellen. Zu diesem Schluss kommt eine Allianz zur Vermeidung von Plastik. Für die Auswertung wurde gesammelter Müll gezählt.

Bild

Plastikabfall an einem Strand im Libanon – Der Wind weht einen Großteil der Abfälle hierher.  bild: Marwan Naamani/dpa

An 239 Orten auf allen Kontinenten außer der Antarktis haben Tausende Freiwillige Müll aufgelesen und katalogisiert, was sie dabei gefunden haben. Das Ergebnis ist der Marken-Bericht der Initiative "Break free from Plastic", an der neben Greenpeace weitere Organisationen beteiligt sind.

Fast 200.000 Stück Müll kamen zusammen, für 33.613 Plastik-Flaschen, -Verpackungen, -Becher und -Tüten ließen sich Firmen zuordnen. Coca-Cola war fast immer darunter, in 40 von 42 Ländern war Abfall dabei, der auf den Getränkegiganten zurückgeht.

Neben Müll von Nahrungsmittelkonzernen fand sich auch oft der von Herstellern von Kosmetik und Haushaltsprodukten. Unter den 35 Firmen mit den häufigsten Funden waren aber auch Lidl und Haribo – allerdings in viel geringerem Umfang. 

Auf eine aufgesammelte Gummibärchentüte kamen:

Pepsi war nicht nur für viele Plastikflaschen verantwortlich, sondern auch für Chips-Tüten von Marken des Konzerns.

Bild

bild: t-online.de

Müllstrudel aus dem All zu sehen

Die Anti-Plastik-Allianz wirft den Firmen vor, dass sie keine oder zu wenig Verantwortung übernehmen, was mit ihren Verpackungen wird, dass sie sich nicht ausreichend um Kreislaufwirtschaft kümmern und zu wenig zur Vermeidung von Plastik tun. Die Verantwortung für das globale Problem könne man nicht nur den "Schmutzfinken" zuweisen, die etwas achtlos wegwerfen.

Plastik in den Meeren hält sich dort bis zu 450 Jahre und zerfällt in Mikroplastik, das über die Nahrungskette in Tiere gelangt und so auch wieder auf unseren Tellern landet. Gewaltige Müllstrudel sind inzwischen vom All aus zu erkennen. In diesen Ozeanregionen sollen nach Hochrechnungen sechsmal mehr Plastikteile als Planktonorganismen schwimmen, sagt die deutsche Umweltschutz-Organisation BUND. Weltweit würden jährlich eine Million Vögel und 100.000 Meeressäuger an Müll sterben. Manchmal werden Fälle bekannt wie der eines in Spanien angespülten Pottwals, der 28 Kilo Plastikmüll im Magen hatte.

Bild

Müllsammler an einem Strand in Indonesien mit Massen von Plastikstrohhalmen. Diese Funde lassen sich keinem Unternehmen zuordnen, zeigen aber den Sinn von Verboten wie die EU gerade eines beschlossen hat. bild: Greenpeace

Die Allianz "Break free from Plastic" will mit einer Kampagne "#Isthisyours" ("Ist das Deines?") auch Verbraucher dazu bringen, den Unternehmen in sozialen Netzwerken ihre Hinterlassenschaften vorzuhalten, um den Druck zu erhöhen. Die Resonanz darauf ist bisher jedoch vergleichsweise gering.

Unternehmen versprechen Reaktionen

Die drei Firmen, die das Plastikmüll-Ranking anführen, haben sich der Nachrichtenagentur Reuters zufolge alle verpflichtet, ihre Verpackungen bis 2025 wiederverwendbar, wiederverwertbar oder kompostierbar zu machen.

Ähnliche Absichten gab Mondelez (Milka, Jacobs, Oreo) bekannt. Der US-Nahrungsmittelhersteller will alle seine Verpackungen bis 2025 wiederverwertbar machen. Bereits bis 2020 sollen alle Papier-Verpackungen aus nachhaltigen Quellen beschafft werden.

Haribo hat gegenüber t-online.de erklärt, dass das Unternehmen an einer komplett neuen CR-Strategie arbeitet, also am Umgang mit Unternehmensverantwortung. "Die definierten Handlungsfelder werden alle wesentlichen nachhaltigen Themen abdecken" – demnach auch die Frage der Verpackungen. Konkret werden will Haribo, wenn die Strategie verabschiedet ist.

Lidl rühmt sich damit, als erster Discounter in Deutschland Abschied von auf Standard-Plastiktüten genommen zu haben. Man verzichte bereits vielfältig auf Verpackungen oder setze alternative Packungen ein. Bis Ende 2019 sollen zudem viele Einwegartikel aus Plastik komplett aus dem Sortiment genommen werden. Dabei geht es aber nur um den deutschen Markt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de 

So viel Plastik verursacht ein Wocheneinkauf

Noch mehr Umwelt-Themen:

Mehr als 1000 Demonstranten fordern schnellen Kohleausstieg 

Link zum Artikel

Wie die Umweltministerin beim UN-Klimagipfel den Planeten retten will

Link zum Artikel

Wale stranden zu Dutzenden – 6 Erklärungen für das Tierdrama

Link zum Artikel

Dieser Pottwal kämpft in der Nordsee gerade ums Überleben

Link zum Artikel

An den Balearen schwimmt ein Weißer Hai herum – erste Sichtung seit 30 Jahren

Link zum Artikel

Ausgebrochene Zootiere in Rheinland-Pfalz waren doch nicht ausgebrochen ¯\_(ツ)_/¯

Link zum Artikel

In diesen 7 Ländern und Städten herrschen bereits Plastikverbote

Link zum Artikel

Dieser Käfer braucht Alkohol, um seine Kinder großzuziehen

Link zum Artikel

Kragenbär Mike wurde heute erschossen – das ist seine Geschichte 

Link zum Artikel

Touristin findet in einem Wald (!!!) in Russland (!!!) einen toten Delfin 🤔

Link zum Artikel

Von wegen "natürlich" –Verbraucherschützer wollen irreführende Etiketten abschaffen

Link zum Artikel

33 Kilo Müll landen jährlich  in deinem Briefkasten – das soll sich nun ändern

Link zum Artikel

Süüüüüüüüüüß. Und gefährdet. 10 Tiere, die wir lieben und töten

Link zum Artikel

Sumpfkrebs-Fang in Berlin boomt – ein Fischer fing 8500 Tiere im 1. Monat

Link zum Artikel

So tötet der Klimawandel die Korallen des Great Barrier Reef

Link zum Artikel

Schon wieder! Holländisches Insektengift in deutschen Bio-Eiern

Link zum Artikel

Wal stirbt, weil er mehr als 80 Plastiktüten im Magen hat 😢

Link zum Artikel

Richtige Männerfreundschaft: Männliche Delfine kennen sich beim Namen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Rezo fordert bei Böhmermann Entschuldigung von lügenden Kritikern

Link zum Artikel

Illner geht ihren Gästen mit Personal-Fragen auf die Nerven – "unsägliche Debatte"

Link zum Artikel

"Mit Neonazis mache ich mich nicht gemein" – so begründet ein Ex-AfD-Mann seinen Ausstieg

Link zum Artikel

Vera Int-Veen verurteilt Hartz-IV-Empfänger – dann erkennt sie ihren Fehler

Link zum Artikel

Ein Schrei nach Liebe: Freiwild covern Ärzte und Hosen

Link zum Artikel

"Dachte, dass das für immer ist" – Lena Meyer-Landrut spricht unter Tränen über Trennung

Link zum Artikel

So will Edeka den Drogerien Konkurrenz machen

Link zum Artikel

Rammstein: 7 (fast) unbekannte Fakten über die Band

Link zum Artikel

"Er hat die Ente gefressen": Eisbär frisst Tier vor den Augen der Zoo-Besucher

Link zum Artikel

Rammstein-Sänger soll Mann geschlagen haben – was das mutmaßliche Opfer zu dem Fall sagt

Link zum Artikel

Wegen Cathy-Hummels-Streit: Bundesregierung will Influencer-Gesetz

Link zum Artikel

Posen vorm Reaktor – Influencer machen geschmacklose Instagram-Posts in Tschernobyl

Link zum Artikel

Fotos von Helene Fischers Privat-Konzert aufgetaucht – sie zwingen sie zu handeln

Link zum Artikel

Mein Vater hat eine bipolare Störung – so war meine Kindheit

Link zum Artikel

Rock im Park: Über 130 Menschen erleiden allergische Reaktion

Link zum Artikel

Heidi veröffentlicht Chat mit Tom: Romantisch? Ganz im Gegenteil!

Link zum Artikel

Shitstorm mal anders: Zu wenige Toiletten bei Rock im Park

Link zum Artikel

Von Anime bis True Crime – diese 14 Filme und Serien kommen ab heute auf Netflix

Link zum Artikel

Sturmböen, Hagel und Starkregen: Ab Pfingstmontag geht es bergab mit dem Wetter

Link zum Artikel

Lesbisches Paar in London blutig geschlagen – weil sie sich nicht küssen wollten

Link zum Artikel

Helene Fischer macht's schon wieder – darum sind ihre Worte nur noch Heuchelei

Link zum Artikel

Kelly Family in Berlin: Warum immer noch der Hype? Eine Annäherung in 5 Akten

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

Wie beim WM-Finale 2014! Das steckt hinter der Final-Flitzerin von Madrid

Link zum Artikel

Helene Fischer und die 1-Mio-Euro-Party: Millionär bucht Star für besonderen Abend

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kurz vor Geburt des Babys: Schwangere Pottwal-Mutter stirbt an 22 Kilo Plastik im Bauch

Sie hätte bald ihr Baby zur Welt gebracht. Doch kurz vor der Geburt verstarb eine Pottwalkuh vor Sardinien. Der Körper des toten Meeressäugers wurde vergangene Woche an einem beliebten Touristenort geborgen. Nach einer Obduktion ist klar: Die Wahlkuh hatte 22 Kilo Plastik im Magen, das sie verhungern und verdursten ließ.

Das bestätigten das Italienische Umweltministerium und die Organisation "Seame Sardinia", die diese Bilder postete:

Luca Bittau, der Präsident von "Seame Sardinia", sagte …

Artikel lesen
Link zum Artikel