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Bild: imago montage

Eltern in Australien müssen ihre Kinder impfen – sonst zahlen sie Strafe

Australien geht hart gegen Impfgegner vor: Wer seine Kinder nicht impfen lässt, muss nun Strafe zahlen – und zwar rund 36 Euro im Monat.

Das Bußgeld ist Teil der Immunisierungs-Kampagne des Landes.

Das Ministerium für Sozialleistungen hat im Rahmen ihrer "Keine Spritze, keine Zahlung"-Gesetze am 1. Juli eine neue Regelung eingeführt laut der Familien für jedes ungeimpfte Kind umgerechnet 18 Euro von den Sozialleistungen abgezogen werden – diese werden alle zwei Wochen ausgezahlt. 

Statement des Ministeriums

Ab 1. Juli werden Eltern, die ihre Kinder nicht gegen Krankheiten impfen, Teile ihrer Familien-Sozialleistungen verlieren. Die Zahlungen werden um 28 australische Dollar (etwa 18 Euro) pro Kind reduziert.

Diese Änderung zur ,Keine Spritze, keine Zahlung'-Regel soll als konstante Erinnerung der Eltern dienen, die Immunisierung ihrer Kinder auf dem neuesten Stand zu halten. Eltern, die ihre Kinder nicht immunisieren, gefährden ihre eigenen, wie auch die Kinder anderer Leute. 

Ausnahmen bestehen nur für Kinder, die von Natur aus immun sind, oder medizinische Kontraindikationen haben, die von einem Allgemeinmediziner bestätigt wurden."

Dan Tehan, Minister of Social Service

Strengere Pro-Immunisierungs-Regelungen wurden schon 2015 vom Staat eingeführt. In einem ersten Schritt wurde ungeimpften Kindern der Zugang zu Kindergärten und anderen Bildungseinrichtungen verwehrt.

Ein emotionales Thema – hier wurde auch heftig diskutiert:

Diese Einführung führte 2016 zu einer Immunisierungsrate von 93 Prozent bei Vorschulkindern (im Vergleich zu 90 Prozent 2014 (aktuelle Angaben des australische Gesundheitsinstituts). In Australien sind die geforderten Impfungen umsonst, sie werden vom Staat finanziert. 

(jd)

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