Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bild

Asiatischer Marienkäfer, Orang-Utan und Tiger Bild: Getty Images/picture alliance/Montage: watson

Gut gemeint, leider versagt – 3 Naturschutz-Projekte, die Tiere bedrohen

Tiere und Pflanzen schützen ist super – keine Frage. Manche Aktionen sind aber nicht ganz zu Ende gedacht und machen am Ende alles nur schlimmer. Hier kommen 3 Tierschutz-Ideen, die am Anfang gut klangen, aber am Ende nichts gebracht oder alles nur schlimmer gemacht haben.

Tiger töten sich gegenseitig

Dieser Fall ist noch frisch: In Nepal sind innerhalb eines Monats vier seltene Königstiger gestorben. Warum, ist unklar, aber ein Sprecher des Chitwan-Nationalpark – dort wurden die Tiger gefunden – spekulierte, dass die Tiere im Kampf um Territorium oder Beute gestorben sein könnten.

In der Gegend steige die Zahl der Tiger, sagte der Sprecher. Das ist eigentlich gut. Seit Jahren versuchen die Länder, in denen die Tiere frei leben, die Zahlen zu steigern.

Doch in vielen Regionen gibt es inzwischen zu wenig Lebensraum für Tiger. Wege kreuzen sich, die Tiere geraten aneinander (wissenschaft.de)

Das könnte noch kein Schutzprogramm verhindern:

Marienkäfer verdrängen Marienkäfer

Der asiatische Harlekin-Marienkäfer stammt eigentlich aus Japan und China. In den 80er Jahren wurde er unter anderem nach Europa geholt, als natürlicher Schädlingsbekämpfer.

Eigentlich eine gute Idee: Er sollte Blattläuse fressen, das macht er nämlich viel exzessiver als unsere heimischen Arten. Das Ergebnis seiner zudem explosionsartigen Vermehrung: Weniger Futter für andere Marienkäfer.

Sind keine Blattläuse mehr da, steigt der Käfer außerdem auf Schmetterlingseier- und Raupen um, vertilgt den Nachwuchs von Gallmücken und sogar von anderen Marienkäferarten (NABU).

Orang-Utan-Populationen mischen sich und bekommen kranken Nachwuchs

Unter Orang-Utans gibt es verschiedene Arten, die sich vor Jahrtausenden auseinander entwickelt haben. Bekommen genetisch unterschiedliche Tiere Nachwuchs, sind zwei Szenarien möglich:

Der zweite Fall tritt häufiger ein, wie führende Orang-Utan-Forscher herausgefunden haben (Max-Planck-Gesellschaft). 

Sie geben folgendes Beispiel:

Zwei Orang-Utan-Weibchen waren vor Jahren aus dem Haustier-Handel befreit und später in einer Region ausgewildert worden, aus der sie ursprünglich nicht stammten. Ihre Namen waren Rani und Siswoyo.

So lief es für Rani:

Sie hatte eine außergewöhnlich große Familie – mit mindestens 14 Nachkommen über drei Generationen. Zwei starben zwar als Kinder, die restlichen wuchsen auf und  blieben nach aktuellsten Erkenntnissen gesund.

Und so lief es für Siswoyo:

Sie hatte weniger lebende oder gesunde Nachkommen als jedes andere Weibchen in ihrer Umgebung. Forscher nennen das "Auskreuzungs-Depression". Zwei ihrer Nachkommen starben im Kindesalter. In der ersten Generation überlebten fünf, in der zweiten nur drei ihrer Kinder. Siswoyo selbst starb zehn Tage nach Geburt ihres letzten Kindes. Sie hatte nur eine Tochter, Siswi. Die bekam wiederum eine Totgeburt sowie eine Tochter, die als Kind starb, und einen Sohn, der häufig krank war. Siswi selbst war gesundheitlich angeschlagen und wurde wegen eines Darmdurchbruchs operiert.

Nicht falsch verstehen: Naturschutz ist grundsätzlich richtig!

Am besten wäre es aber für alle Arten, der Mensch würde sie gar nicht erst an den Rand ihrer Ausrottung treiben.

Wie mich die Klimaignoranz ankotzt

abspielen

Video: watson/Saskia Gerhard, Lia Haubner

Dir ist die Umwelt wichtig? Dann könnten dich diese Themen interessieren:

Dieser Pottwal kämpft in der Nordsee gerade ums Überleben

Link zum Artikel

An den Balearen schwimmt ein Weißer Hai herum – erste Sichtung seit 30 Jahren

Link zum Artikel

So tötet der Klimawandel die Korallen des Great Barrier Reef

Link zum Artikel

Wale stranden zu Dutzenden – 6 Erklärungen für das Tierdrama

Link zum Artikel

Wie die Umweltministerin beim UN-Klimagipfel den Planeten retten will

Link zum Artikel

Sumpfkrebs-Fang in Berlin boomt – ein Fischer fing 8500 Tiere im 1. Monat

Link zum Artikel

Richtige Männerfreundschaft: Männliche Delfine kennen sich beim Namen

Link zum Artikel

33 Kilo Müll landen jährlich  in deinem Briefkasten – das soll sich nun ändern

Link zum Artikel

Von wegen "natürlich" –Verbraucherschützer wollen irreführende Etiketten abschaffen

Link zum Artikel

Wal stirbt, weil er mehr als 80 Plastiktüten im Magen hat 😢

Link zum Artikel

Süüüüüüüüüüß. Und gefährdet. 10 Tiere, die wir lieben und töten

Link zum Artikel

Ausgebrochene Zootiere in Rheinland-Pfalz waren doch nicht ausgebrochen ¯\_(ツ)_/¯

Link zum Artikel

Mehr als 1000 Demonstranten fordern schnellen Kohleausstieg 

Link zum Artikel

Dieser Käfer braucht Alkohol, um seine Kinder großzuziehen

Link zum Artikel

Touristin findet in einem Wald (!!!) in Russland (!!!) einen toten Delfin 🤔

Link zum Artikel

Schon wieder! Holländisches Insektengift in deutschen Bio-Eiern

Link zum Artikel

In diesen 7 Ländern und Städten herrschen bereits Plastikverbote

Link zum Artikel

Kragenbär Mike wurde heute erschossen – das ist seine Geschichte 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die 10 witzigsten Tierfotos wurden gekrönt – und sie sind großartig

Tiere können unglaublich lustig sein. Genau deshalb gibt es den "Comedy Wildlife Photography Award". Er kürt die lustigsten Tierbilder in freier Wildbahn – zum vierten Mal schon.

Doch die lustigen Bilder haben ein ernstes Anliegen. Die beiden Fotografen Paul Joynson-Hicks und Tom Sullam haben ihn ins Leben gerufen, um auf den Schutz der Natur und den Erhalt der Artenvielfalt aufmerksam zu machen. Die "Born Free Foundation" hat sie dabei unterstützt, die sich seit vielen Jahren für Wildtiere …

Artikel lesen
Link zum Artikel