Astro-Alex hat sein Ziel erreicht, der Raumfahrer ist an Bord der ISS

08.06.2018, 15:0008.06.2018, 17:14

Der deutsche Raumfahrer Alexander Gerst hat die Internationale Raumstation erreicht. Seit Freitagnachmittag ist er an Bord der ISS.

Zuvor hatte das "Sojus"-Raumschiff 400 Kilometer über der Erde an der ISS angedockt.

Gerst war am Mittwoch mit dem russischen Kosmonauten Sergej Prokopjew und der US-Astronautin Serena Auñón-Chancellor vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS gestartet. Für seine Mission "Horizons" soll der 42-jährige Geophysiker aus Künzelsau in Baden-Württemberg etwa ein halbes Jahr in dem Raumlabor bleiben.

Denn: Bis die Verbindungsluke geöffnet werden kann, muss der Druck ausgeglichen werden. Das kann mitunter zwei Stunden dauern.

Die ISS – 30 Mal schneller als ein Jumbojet

Die Internationale Raumstation ISS gilt unter den Befürwortern der bemannten Raumfahrt als Vorposten der Menschheit im All. Die Europäische Weltraumagentur ESA sieht in ihr ein Paradebeispiel für die Kooperation zahlreicher Partner, das "Europa, die USA, Russland, Japan und Kanada in einer der größten Partnerschaften der gesamten Wissenschaftsgeschichte" vereine. Die ISS sei Beweis dafür, "dass Menschen außerhalb unseres Heimatplaneten leben können".

Die Station fliegt in einer Höhe von etwa 400 Kilometern über der Erde und umrundet unseren Planeten innerhalb von 90 Minuten – damit ist sie 30 Mal schneller als ein Jumbojet. Von den meisten Orten auf der Erde ist die ISS bei einem Überflug mit bloßem Auge zu erspähen: Sie sieht am Himmel aus wie ein heller, sich bewegender Stern.

Die ISS wurde in bislang 200 Weltraummissionen gebaut und gewartet. Sie wird seit dem Jahr 2000 permanent bewohnt. Auf der Raumstation waren bisher rund 230 Menschen – zum Vergleich: Insgesamt flogen bereits mehr als 550 Menschen in den Weltraum.

(ts/afp)

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Forscher: Hinweise auf Leben in der Venus-Atmosphäre

In der Atmosphäre unseres Nachbarplaneten Venus haben Astronomen das Gas Monophosphan entdeckt. Die Verbindung aus einem Phosphor- und drei Wasserstoffatomen (PH3) entsteht auf der Erde vor allem durch biologische Prozesse, die unter Ausschluss von Sauerstoff stattfinden. Der Nachweis in der Venus-Atmosphäre sei allerdings kein belastbarer Beleg für eine biologische Quelle auf unserem Nachbarplaneten, schreibt das Team um Jane Greaves von der Universität Cardiff im Fachblatt "Nature Astronomy". Es weise zunächst nur auf unbekannte geologische oder chemische Prozesse hin. In einer eigens einberufenen Pressekonferenz am späten Montagnachmittag schlossen die Autoren aber die Möglichkeit nicht aus, dass es Leben auf der Venus geben könnte.

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