Best of watson 2018
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Bild: Imago/Montage Watson

Best of watson 2018

Frau Rowling, wir müssen reden! Die 11 größten Handlungslücken in "Harry Potter"

Als 2007 "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", der siebte und letzte Teil der Potter-Saga, erschien, pilgerte gefühlt die ganze Welt in den nächsten Buchladen. Es sollte sich lohnen: Denn Joanne K. Rowling schaffte es, dieses Monstrum einer Buchreihe mit zahlreichen Handlungssträngen sinnvoll abzuschließen, sodass kein Leser am Ende das Gefühl hatte, gar nicht mehr zu raffen, was im Laufe der letzten mehreren hundert Seiten eigentlich so passiert war. Im Gegenteil: Die meisten legten das Buch wohl am Ende mit einem lauten "WHOA..." beiseite.

Aber – und da müsst ihr jetzt ganz stark sein – leider ist auch die "Harry Potter"-Reihe nicht ohne Fehler. Bei sieben Büchern ist es sicher verzeihlich und auch kein Wunder, dass vielleicht nicht jedes Rätsel oder jede Nebenhandlung zu 100% logisch aufgelöst wird. Einige der folgenden Handlungslücken sind allerdings ziemlich schwerwiegend, wenn man mal genau drüber nachdenkt – was meint ihr?

Was für ungebildete Kinder

Wann wurdet ihr eingeschult – mit sechs Jahren? Sieben? Fünf? Ganz egal, aber eines habt ihr alle gemeinsam: Mit elf Jahren hattet ihr bereits mehrere Schuljahre auf dem Buckel – ganz im Gegensatz zu Zauberer- und Hexenkindern. So, wie es im Buch dargestellt wird, ist der 1. September nach ihrem 11. Geburtstag für magische Kinder ihr allererster Schultag ever. Nie wird erwähnt, dass Ron und Co. vor Hogwarts auch nur den Ansatz einer schulischen Grundausbildung genossen hätten. Mathe? Rechtschreibung?! Fehlanzeige. Und damit nicht genug: In Hogwarts geht es genau so weiter.

Da kann McGonagall nur den Kopf schütteln.

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Bild: Giphy

Während Harry und seine Freunde zwar spannende Fächer wie Zaubertränke oder Verwandlung haben, lernen sie scheinbar nicht einmal das kleine Einmaleins oder Kommaregeln. Dass sie ihre Hausaufgaben überhaupt erledigen können, grenzt an ein Wunder. Nur Muggelgeborene oder unter Muggeln Aufgewachsene, so wie Harry und Hermine, sollten rein theoretisch wenigstens die Grundschul-Basics beherrschen können. Oder wird in der Zaubererwelt vorausgesetzt, dass alle Kinder vor ihrem Schulbeginn zu Hause unterrichtet werden? Nun, das würde zumindest erklären, warum keine magische Mutter einen Job zu haben scheint...

Wir bringen dir aber wenigstens was bei: Ein paar magische Statistiken!

Warum waren James und Lily nicht ihre eigenen Geheimniswahrer?

Der 31. Oktober 1981 brachte den Stein ins Rollen: Voldemort besuchte Lily und James Potter zu Hause und tötete sie. Harry bekam seine Blitznarbe, Voldemort verschwand in der Versenkung, und die Story, wie wir sie kennen, nahm ihren Anfang – wofür wir natürlich sehr dankbar sind. Fakt ist aber, dass sie eigentlich gar nicht hätte beginnen müssen, denn James und Lily starben vollkommen umsonst – weil sie den Verräter Peter Pettigrew zu ihrem Geheimniswahrer auserkoren und ihm anvertrauten, wo sie sich versteckt hatten.

Tanz in den unnötigen Tod?

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Bild: Giphy

Die Rechtfertigung dahinter kann man durchaus nachvollziehen: Eigentlich sollte James' BFF Sirius das Geheimnis des Potterschen Verstecks wahren, aber Sirius legte seinem Kumpel ans Herz, stattdessen den weitaus weniger offensichtlichen Peter zu wählen. Aber warum wählten James und Lily nicht einfach sich selbst?

Dass das möglich gewesen wäre, erfahren wir in "Heiligtümer des Todes": Bill und Arthur sind Geheimniswahrer ihrer jeweils eigenen Unterkunft (Shell Cottage bzw. Tante Muriels Haus). Und das ist genial, denn schließlich kann kaum etwas passieren, wenn der Geheimniswahrer des Verstecks im Versteck ist. Wieso haben es Lily und James nicht genauso gemacht?

Peter Pettigrew, der tierische Rumtreiber

Die wohl größte Handlungslücke der ganzen Saga! Der Animagus Peter Pettigrew lebte jahrelang im Hause Weasley als Rons Ratte Krätze und wurde erst zum Ende von "Der Gefangene von Askaban" als Mensch enthüllt. Eine überraschende Wendung, bei der wohl jeder von uns staunte – und sich ein bisschen angeekelt ins Gedächtnis rief, dass sich Ron dann offenbar Nacht für Nacht mit Peter alias Krätze das Bett geteilt hatte.

Und das ist der Punkt, an dem es unlogisch wird: Ron und Krätze waren quasi unzertrennlich, bis Ron von der wahren Identität seiner Ratte erfuhr. Aber wem hätte längst auffallen müssen, dass Krätze nicht alles war, was er zu sein schien? Rons eigenen Brüdern: Fred und George. Die waren nämlich laut eigener Aussage seit Jahren im Besitz der Karte des Rumtreibers gewesen, bevor sie sie an Harry abtraten. Und da sollen wir jetzt glauben, dass ihnen nie auffiel, dass sich ihr Bruder andauernd – auch nachts – mit einem Kerl namens Peter rumtrieb?! Dass der nämlich sehr wohl auf der Karte auftauchte, wurde im dritten Band klar.

Ach, Jungs.

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Oder vermuteten die Zwillinge, ihr Bruder habe ein kleines Geheimnis...?

Das Trimagische Turnier ist das langweiligste Event ever

"Harry Potter und der Feuerkelch" ist – gebt's zu – eines der aufregendsten Bücher aus der Serie. Plötzlich findet sich Harry in einem Spiel um Leben und Tod wieder, aus dem er als viel zu junger und dazu noch unfreiwilliger Teilnehmer eigentlich eher tot hervorzugehen glaubt. Drei spektakuläre Aufgaben müssen die Kontrahenten der verschiedenen Zauberschulen bestehen: Ein Kampf gegen einen Drachen, eine Bergungsaktion in einem düsteren See und ein verzwicktes Labyrinth. Klingt alles total spannend... für die Teilnehmer.

Viel Spaß, Kids.

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Aber wenn wir mal ehrlich sind, würden wir uns das selbst nie angucken wollen – abgesehen vom Drachen vielleicht. Stundenlang einen See anstarren? Das ist ja fast so langweilig wie stundenlang ein Labyrinth anzustarren. Von außen. Wow. Kein Wunder, dass die Delegationen aus Beauxbatons und Durmstrang den Großteil ihrer Schülerschaft zu Hause ließen. So viel Langeweile erträgt kein Mensch.

Der krasseste Portschlüssel

Und da wir gerade bei "Der Feuerkelch" sind: Was war das denn für ein krasser Portschlüssel im Labyrinth? Klar, Voldemort brauchte irgendeine Möglichkeit, Harry zum Friedhof zu transportieren, um ihm dort sein Blut abzuknöpfen – was, nebenbei bemerkt, auch viel einfacher hätte bewerkstelligt werden können: Moody alias Barty Crouch Jr. war schließlich schon in Hogwarts, warum hat er Harry nicht einfach betäubt und eine Spritze in den Arm gerammt?

HARRY, PASS AUF, ES IST EIN PORTSCHLÜSSEL!

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Aber nein, stattdessen entschied sich Voldemort für einen Portschlüssel. Was wir allerdings aus demselben Buch bereits gelernt hatten: Portschlüssel funktionieren wie Züge – ist man zur richtigen Zeit am richtigen Ort, geht's los. Voldemorts Portschlüssel hingegen hatte entweder perfektes Timing und wurde genau dann aktiv, als Harry ihn berührte, oder er war eine Art Portschlüssel 2.0: Immer aktiv.

Und damit nicht genug! Der Portschlüssel hatte noch dazu ein eingebautes Rückflugticket. Harry musste ihn nur erneut berühren und wurde zurücktransportiert – aber auch nicht ins Zentrum des Labyrinths, wo er gestartet war, sondern praktischerweise direkt vor die Publikumstribüne. Was ist das für eine verrückte Magie, Voldy?

Kleine Verschnaufpause gefällig? Dann guck' dir doch den Trailer für das neue "Potter"-Spin-off an:

Veritaserum für alle!

"Harry Potter und der Orden des Phönix" beginnt aufregend: Um zwei Dementoren abzuwehren, die aus dem Nichts in Little Whinging auftauchen, muss Harry einen Patronus heraufbeschwören – was ihm direkt Ärger mit dem Ministerium einbringt, denn als minderjähriger Zauberer darf er fernab von Hogwarts gar nicht zaubern. Dank der "Spur", die auf ihm liegt und die es dem Ministerium erlaubt, Zauberei Minderjähriger aufzuspüren (ein weiteres logisches Problem, zu dem wir gleich kommen), weiß das Ministerium natürlich direkt Bescheid und Harry muss zu einer Anhörung.

Dort versucht er, dem Zaubergamot glaubhaft zu machen, dass dort wirklich Dementoren waren. Kaum einer glaubt ihm, am wenigsten Fudge und Umbridge. Aber warum wurde Harry an dieser Stelle nicht einfach dem magischen Lügendetektor-Test unterzogen: Veritaserum?

Findet Snape gut.

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Wer diesen Zaubertrank schluckt, kann nur die Wahrheit sprechen – wie im selben Buch demonstriert wird, als Umbridge das Serum zur Befragung von Studenten verwendet. Die Verwendung von Veritaserum würde dem Zaubereiministerium doch so viel Arbeit ersparen und vielen Unschuldigen den Aufenthalt in Askaban – allen voran Sirius Black...?

Wie aufmerksam habt ihr die Filme geguckt? Diese Details habt ihr sicher nicht bemerkt:

Die Zauberei Minderjähriger

Harry, der kleine Rebell, zaubert einige Male außerhalb von Hogwarts, bevor er es offiziell darf: Er wendet den eben erwähnten Patronus-Zauber an, er bläst seine furchtbare Tante auf. Als aber Dobby in "Die Kammer des Schreckens" im Hause der Dursleys einen Schwebezauber entfacht, bekommt Harry direkt einen passiv-aggressiven Brief vom Ministerium: Die Zauberei Minderjähriger ist untersagt! Moment, wusste das Ministerium gar nicht, dass das nicht Harry war?

Immer diese Ministeriums-Banausen.

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Richtig. Auf Minderjährigen liegt, wie wir später erfahren, bis zu ihrem 17. Geburtstag die sogenannte "Spur", eine Art Radar, auf dem das Ministerium erkennen kann, wenn an einem Ort gezaubert wird, an dem keine erwachsenen Zauberer leben. Aber Moment mal, im Ligusterweg wird doch deutlich häufiger gezaubert! In "Der Orden des Phönix" zaubern die Ordensmitglieder dort fleißig rum, als sie Harry abholen, und auch Dumbledore höchstpersönlich kann in "Der Halbblutprinz" nicht auf Magie verzichten, als er Harry besucht. Und Harry zaubert selbst: "Lumos" verwendet er mehrmals daheim. Was ist los mit dieser unzuverlässigen "Spur"?

Harrys Brille ist nur Deko

Jetzt mal im Ernst: Es gibt offenbar wenig, was mithilfe von Magie nicht gerichtet werden könnte – in "Die Kammer des Schreckens" wachsen Harry sogar verschwundene Knochen nach. Aber wieso muss der arme Junge dann konsequent die runde Brille tragen?

Armer Harry.

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Wir gehen jetzt mal nicht davon aus, dass es ein modisches Statement seitens Harry sein sollte; der Kerl hat wirklich andere Prioritäten, als sonderlich hip zu wirken. Zwar ergibt es Sinn, dass Harry bis zu seiner Ankunft in Hogwarts mit Brille rumrennen musste – die Dursleys konnten schließlich nicht zaubern –, aber Madam Pomfrey hätte doch sicher einen Spruch oder Trank auf Lager gehabt, um seine Sehschwäche ruckzuck zu heilen, sobald er in Hogwarts ankam.

Mal ganz davon abgesehen, dass diese Behinderung ihn, nun ja, auch ganz einfach hätte behindern können. Voldemort hätte doch bloß "Accio Brille!" rufen müssen, et voilà, Harry wäre ihm schutzlos ausgeliefert gewesen. Unspektakulär, aber effektiv.

Harry und die Thestrale des Todes

Die wohl umstrittenste Handlungslücke: Harry und die Thestrale, eine nie enden wollende Debatte zwischen Rowling und ihren Lesern! Um mal kurz das Problem zusammenzufassen: Thestrale sind magische Wesen, die für eine Person nur dann sichtbar werden, wenn sie bereits einen Tod miterlebt hat. Korrigiere: Bewusst miterlebt hat – der Hauptpunkt dieser Diskussion.

Oh, wie, äh, süß.

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Harry sieht die Thestrale zum ersten Mal in Band 5, "Harry Potter und der Orden des Phönix". Der Auslöser in diesem Fall – der Tod, der sie ihm sichtbar gemacht hat: Cedric Diggory, der am Ende des vorherigen Bandes von Wurmschwanz getötet wird. Aber... aber... HALT! Wenn ihr jetzt bereits stutzig geworden seid: Zurecht. Denn für Harry war doch Cedrics Tod nicht der erste, dessen Zeuge er wurde, oder? Zuallererst wären da seine Eltern, oder zumindest seine Mutter (denn sein Vater starb außerhalb des Kinderzimmers) – und was ist mit Professor Quirrell, der in "Der Stein der Weisen" das Zeitliche segnete?

Rowling erklärte das folgendermaßen:

"Harry sah seine Eltern nicht sterben. Er war ein Jahr alt und zu dem Zeitpunkt in einem Babybett. Obwohl man diese Szene nie sieht, schrieb ich sie und strich sie raus. Er sah es nicht; er war zu jung, um es zu begreifen. [...] Man kann sie [die Thestrale] nur sehen, wenn man den Tod im weiteren Sinne versteht, wenn man wirklich weiß, was er bedeutet.
Jemand sagte, Harry habe Quirrell sterben sehen, aber das stimmt nicht. Er war bewusstlos, als Quirrell starb. [...]"​

J. K. Rowling beim Edinburgh Book Festival 2004 accio-quote

Und wer jetzt ganz clever mitgedacht hat, wird gedacht haben: Hey! Aber was ist mit Cedric? Denn Harry reiste schließlich bereits am Ende des vierten Buchs mit den von Thestralen gezogenen Kutschen zurück zum Zug und schien sie nicht zu bemerken – und da hatte er Cedric bereits sterben sehen. Das erklärte Rowling mit Harrys Schock: Er habe zu dem Zeitpunkt noch gar nicht richtig verarbeitet, was er erlebt hatte. Klingt das plausibel? Das dürft ihr selbst entscheiden.

Für Toni ist Quidditch die größte Logik-Lücke in der ganzen Reihe – das erklärt er euch am besten selbst:

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Video: watson/Toni Lukic, Marius Notter, Lia Haubner

Moody und sein Mad Eye

Als wir in Harrys viertem Schuljahr erstmals Mad-Eye Moody kennenlernten – oder zumindest jemanden, der so aussieht, denn schließlich verbirgt sich darunter Barty Crouch Jr. –, waren wir sicherlich alle ein bisschen verstört. Klauenfüße? Holzbein? Zerfurchtes Gesicht? Und vor allem: Ein magisches Auge, das nicht nur durch seinen eigenen Hinterkopf, sondern auch durch Tischplatten und Co. gucken konnte?!

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Mal ganz davon abgesehen, dass wir uns gar nicht vorstellen möchten, welche intimsten Einblicke ihm dank dieses Auges möglich waren (ähem, Professor Moody, wo gucken Sie denn hin?!), kann man nicht anders, als ein wenig neidisch zu werden. Ein Auge, das einfach alles sieht – auch unsichtbare Teenager, versteckt unter einem Tarnumhang.

Unter dem Tarnumhang, um genau zu sein – dem einzig wahren, dem Heiligtum des Todes, Harrys wichtigstem Erbstück. Aber wie ist das möglich, wenn der Tarnumhang den Träger doch angeblich sogar vor dem Tod höchstpersönlich versteckte? Ist Moody – bzw. der Träger seines Auges – mächtiger (oder zumindest technologisch fortgeschrittener) als der Sensenmann? Oder ist Moodys Auge ein weiteres, bisher verheimlichtes Heiligtum des Todes? Whoooaaa.

Grindelwald, Gregorowitsch und der alles entscheidende Zauberstab

Und zum Schluss noch ein echter Kracher – und jetzt wird's kompliziert, verzeiht mir.

Da wir gerade schon bei den Heiligtümern des Todes waren: Eines davon ist der sagenumwobene Elderstab, dessen blutige Geschichte sich durch ganz Europa zog, bevor er am Ende in Harrys Händen landete. Aber auf dem Weg dahin nahm er einige Abzweigungen, die nicht unbedingt ganz logisch waren.

Gestatten: Grindelwald.

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Bevor der Elderstab in Dumbledores Hände fiel, besaß ihn ein Zauberer namens Gellert Grindelwald. Der war einst mit Dumbledore befreundet, wandte sich allerdings "der dunklen Seite der Macht" zu. Dumbledore besiegte ihn schließlich im Duell und nahm den Elderstab an sich – ohne Grindelwald zu töten (das übernahm später Voldemort, um vermeintlich zum wahren Besitzer des Elderstabs zu werden). Dass der Elderstab auch ohne Blutvergießen den Besitzer wechseln kann, wissen wir, denn schließlich wurde Harry sein Meister, indem er Draco entwaffnete (und Dracos eigener Zauberstab zu dem Zeitpunkt die Eigenschaften des Elderstabs angenommen hatte – aber das könnt ihr selbst im letzten Band nachlesen). Doch wem hatte der Elderstab vor Grindelwald gehört? Richtig: Gregorowitsch.

Mykew Gregorowitsch war scheinbar der Zauberstabmacher des europäischen Festlands. Kein Wunder also, dass ihn der Elderstab, der in seinem Besitz gelandet war, interessierte – und er damit angab. Ebenfalls kein Wunder, dass er geklaut wurde: Von Grindelwald. Die Übertragung des Besitzes lief allerdings weder per "Avada Kedavra" noch per "Expelliarmus" – sondern schlicht und ergreifend per Diebstahl und einem Betäubungszauber. Das passt nun aber so gar nicht in unser magisches Weltbild. Wenn schon ein einfacher Betäubungszauber dafür sorgen kann, dass sich die Loyalität eines Zauberstabs ändert, gehören wohl die meisten Stäbe nicht mehr rechtmäßig ihren Trägern. Und wenn sich die Loyalität des Elderstabs eben genau wegen dieser Unlogik nicht von Gregorowitsch auf Grindelwald übertrug, bedeutet das, dass daraufhin auch Dumbledore nicht zum Meister des Stabs werden konnte – und dann Malfoy – und dann Harry...

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... okay, Harry.
Fehlt hier eine "Potter"-Logik-Lücke? Lasst es uns wissen – und lasst euch in den Kommentaren aus!

Wie gut kennst du dich mit Harry aus? Finde es heraus – mehr als 15/20 schaffst du eh nicht!

Keinen Bock mehr auf Potter? Dann lies doch das hier!

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Michael Roth 24.01.2019 01:08
    Highlight Highlight Band 7:
    Der Streit mit Ron entsteht ja unter anderem durch das Essen.
    Dabei erwähnt Hermine Gamps Gesetz der elementaren Transfiguration, besser gesagt die Tatsache, dass Essen eine der 5 Ausnahmen dieses Gesetzes ist. Einfach gesagt: man kann kein Essen aus dem Nichts erschaffen/beschwören.
    Sie sagt aber auch: "Du kannst es mehr werden lassen, wenn schon etwas da ist"
    Sie haben ja öfters aus Muggelläden Essen geholt (Harry spricht mal von Dosenbirnen). Also warum haben sie nicht einfach die Konserven mit "Gemino" vermehrt?
  • Janine Isabella S 23.01.2019 14:31
    Highlight Highlight Was das mit dem Elderstab und Grindewald betrifft bin ich gespannt, ob da nochwas in Tierwesen geklärt wird. Auch kämpft ja nach Dumbledores tot im letzten Harry Teil Dumbledores Bruder, der anscheinend am Ende die Schule wohl leitet. Da bin ich wirklich auf die restliche Tierwesen Reihe gespannt.
  • Emma W 20.01.2019 22:26
    Highlight Highlight Ihr habt einen weiteren Punkt vergessen, der mich immer aufregt. In Teil 7 (als Harry, Hermine und Ron den Vielsafttrank benutzen) wird Hermine gefragt wie lange der Trank hält. Sie weiß es nicht obwohl sie uns bereits im zweitem Teil gesagt hat und auch bei der Verwandlung in Harry (ebenfalls in Teil 7) wird gesagt sie haben eine Stunde Zeit.

    Warum weiß unsere Termine es dann nicht??
    • Elisabeth Kochan 21.01.2019 08:18
      Highlight Highlight Hi Emma, das ist ein sehr guter Punkt! Da wurde wohl zugunsten der Dramatik die Logik kurz ausgeschaltet... ;)
    • Michael Roth 24.01.2019 01:12
      Highlight Highlight Rowling hat dich dazu mal geäußert: die Wirkung eines Tranks hängt von der Qualität ab.
      Hermine konnte ihn zwar bauen, aber eben nicht so gut.
      Wobei Dumbledore in Band 4 ja auch sagt, der Tank müsse "stündlich und zur vollen Stunde" getrunken werden. Und er sollte das mit der Qualität ja eigentlich wissen.
  • Juwinight 20.01.2019 18:17
    Highlight Highlight Mir ist da eine Logik-Lücke aufgefallen, die hier nicht erwähnt wird. Und zwar: im sechsten Teil von Harry Potter bekommt Harry ja das Zaubertrankbuch vom Halbblutprinzen alias Snape, in dem viele nützliche Tipps und Zauber eingetragen sind. Es ist ein Zaubertrankbuch für die sechste Klasse. In der Erinnerung von Snape aus dem fünften Buch und laut Lupin's Aussage in sechsten Buch waren diese Zauber aber schon in deren fünftem Schuljahr angewendet worden. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass noch keinem aufgefallen ist, dass die Anweisungen in den Zaubertrankbüchern fehlerhaft sind.
    • Elisabeth Kochan 21.01.2019 08:22
      Highlight Highlight Hi Juwinight, in Bezug auf die Anweisungen zum Zaubertränkebrauen gebe ich dir total Recht, irgendjemand hätte die Rezepturen verbessern sollen – wenn wir aber davon ausgehen, dass nur Snape von diesen Tricks wusste, kann man ja vermuten, dass er sie absichtlich nicht mit anderen teilen wollte, um weiterhin der unangefochtene Meister der Zaubertränke bleiben zu können. Das kann man Snape wohl zutrauen ;)
      Zu den früher verwendeten Zaubern: Da Snape ja zumindest "Levicorpus" erfand, ergibt es ja nur Sinn, wenn er den Spruch auch in späteren Büchern festhält, oder? Um ihn nicht zu vergessen :)
    • Juwinight 21.01.2019 10:16
      Highlight Highlight Hallo Elisabeth. Zu den fehlerhaften Anweisungen: ich finde es extrem unwahrscheinlich, dass das niemandem aufgefallen sein kann. Das Buch ist ja schon sehr lange im Gebrauch und mit diesen Anweisungen kann man einen Zaubertrank nicht zu Ende brauen. Aus meiner Sicht hätte Slughorn längst etwas auffallen müssen.
    • Juwinight 21.01.2019 10:30
      Highlight Highlight Zu den früher verwendeten Zaubern: die Bücher der vorherigen Jahre behalten die Schüler ja normalerweise. Also wieso sollte man den Zauber in ein Buch des nächsten Jahres schreiben, wenn man nebenbei auch gar nicht sicher wissen kann, ob man die ZAG's in diesem Fach besteht. Außerdem wurde das Buch so beschrieben, als hätte Snape sehr lange daran gesessen. Also warum sollte jemand, besonders in seinem ZAG-Jahr so viel wertvolle Zeit darauf verwenden, ein Buch für das nächste Jahr zu korrigieren, obwohl man nicht 100% sicher ist, dass man dieses Fach später auch belegt.
  • Harold Taylor 20.01.2019 14:57
    Highlight Highlight Es gibt doch viel grundlegendere Logikprobleme in dieser (von mir heiß geliebten) Serie:
    - woher beziehen sie die Energie für ihre Magie? Veränderung von Masse, wenn sie sich z.B. in eine Katze verwandeln und 50 kg verlieren. Wo gehen diese hin?
    - Habt Ihr je auf einem Besen gesessen? Die meisten von uns hängen spätestens nach 1 Minute kopfüber nach unten...
    - Warum hatte die Lehrerin für Besenfliegen keinen Zauberspruch bereit für fallende Kinder? Das ist nie vorher passiert? Warum haben die Kids keine „Schwebevesten“, die verhindern, dass sie fallen? Etc, etc., etc.
    Es ist Magie keien Logik
  • Christoph Todt 20.01.2019 05:36
    Highlight Highlight Also die zauberstabgeschichte ist mir auch schon aufgefallen, zumal er seinen "treuen Diener", Snape ja gar nicht hätte töten müssen. Schon klar er wollte das sehr gerne, hat er überhaupt mal was anderes gesagt außer, "avada kedavra " in den Filmen? er wirkt da ein bisschen wie ein zauberspruchlegasteniker !
  • Flo Rebekka 08.10.2018 01:08
    Highlight Highlight Wie kann Dumbledore Grindelwald besiegen wenn er doch den unbesiegbaren Elderstab hatte?!
    • Elisabeth Kochan 08.10.2018 09:06
      Highlight Highlight Hi! Eine Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe – aber wir haben da wohl was missverstanden: Der Elderstab macht den Träger nicht unbesiegbar. Ginge es nur um "Zauberstab gegen Zauberstab", würde er jeden anderen Stab besiegen – aber weil hinter dem Zauberstab eben auch noch ein Zauberer steht, spielt Können auch eine große Rolle. Dumbledore selbst sagt in Kapitel 35 in "Heiligtümer des Todes", er sei ein wenig begabter als Grindelwald gewesen. Seine Fähigkeiten waren hier also entscheidend.
  • Oliver Behr 07.10.2018 11:21
    Highlight Highlight 10) wurde so erklärt, dass der Tarnumhang alle zur Zeit der Kreation bekannten Methoden der Enttarnung verhindern kann. Moodys Auge wurde erst später entwickelt und enthält fortgeschrittene Magie. Ich hab mich immer gefragt, warum nicht alle Zauberer so ein Auge haben. Meine Vermutung ist dass es ein Geschenk von Dumbledore an Moody war und niemand es reproduzieren kann.

    Und auch 11) ist kein Fehler. Ein Zauberstab wechselt seine Gefolgschaft nur, wenn er dem Besitzer gegen seinen Willen entwendet wird (erklärt Olivander Ron in Buch 7). Ein reiner Sieg reicht nicht, das stimmt.
  • Oliver Behr 07.10.2018 11:19
    Highlight Highlight 5) ist kein Fehler. Nur Dumbledore kann Portschlüssel kreieren die auf dem Gelände von Hogwarts funktionieren. Er war so konzipiert, dass er den Gewinner des Turniers von der Mitte des Irrgartens an den Ausgang teleportieren sollte. Crouch Jr. könnte nur den Zwischenstopp Friedhof einbauen, das ursprüngliche Ziel aber nicht löschen.

    7) hat mich auch immer gestört zumal Arthur Weasley ja schon in Band 4 in Harrys Haus zaubert als sie ihn abholen kommen. Warum gab es da nie Ärger?
  • Oliver Behr 07.10.2018 11:18
    Highlight Highlight Also zu 1) kann ich nur vermuten dass die Basics (Lesen, Schreiben, Rechnen) von den Eltern vor Hogwarts vermittelt werden. Es gibt auch keine Schulpflicht für Hogwarts. Ich finde die Leistungen der Schüler an der Zauberschule viel merkwürdiger. Slytherin ist ja im ersten Buch mit 472 Punkten Hauspokalsieger geworden (vor Dumbledores Bonusrunde). Addieren wir Mal großzügig 128 Punkte Abzug für Fehlleistung dazu, kommen wir bei durchschnittlich 5 Punkten pro richtiger Antwort auf 120 korrekte Wortmeldungen. Das wären so drei pro Schulwoche, bei ca 70 Schülern pro Haus ganz schön arm.
    • Elisabeth Kochan 08.10.2018 09:22
      Highlight Highlight Hi Oliver, danke für deinen Input! Das mit dem Portschlüssel ergibt auf jeden Fall Sinn. Und die Hauspunkte sind wirklich ganz schön traurig. Vermutlich gibt's einfach nicht für jede Meldung Punkte – die einzige andere Erklärung wäre tatsächlich eine sehr zu Wünschen übrig lassende Schülerbeteiligung in Hogwarts... :)
    • Michael Roth 24.01.2019 01:17
      Highlight Highlight Rechne von den 472 nochmal min - 50 für die Punkte, die sie durch Qidditch bekommen haben. (der Gewinner eines Spiels bekommt die Differenz der Punkte als Hauspunkte)
  • Fabian Müller 06.10.2018 23:23
    Highlight Highlight Luna kann Harry im Zug unter dem Tarnumhang mit ihrer merkwürdigen Brille sehen. Wieder der unzuverlässige Tarnumhang
    • Oliver Behr 07.10.2018 14:39
      Highlight Highlight Nur im Film, aber die sind ja eh inkonsequent. Da zaubert Harry ja auch zu Hause zu Beginn von Teil 3 (Lumia)
  • Herbsti 06.10.2018 19:26
    Highlight Highlight Interessante Ansätze. Allerdings gibt es zu der Karte des Rumtreibers eine Erklärung: Alle waren heimliche Animagi, was heißt, dass man sie auf der Karte nicht erkennen kann, solange man nicht weiß, dass sie Animagi sind. Oder in menschlicher Form. Harry hat Peter in menschlicher Form auf der Karte gesehen. Danach, als Ratte, nicht mehr, weil er nicht wusste, dass Peter ein Animagus ist. Wird glaub im Buch erklärt. Oder auf Pottermore.
    • Elisabeth Kochan 08.10.2018 09:12
      Highlight Highlight Hallöchen! Das klingt eigentlich sinnvoll – aber erinnerst du dich an Harrys nächtliche Wanderung durch Hogwarts, weil er Peter Pettigrew auf der Karte entdeckt und schließlich von Snape erwischt wird? Zu diesem Zeitpunkt weiß Harry noch nichts davon, dass Pettigrew ein Animagus ist, und Peter ist als Ratte unterwegs. Der Verfasser dieser Erklärung hat wohl also diese Szene vergessen ;)
    • I Love Harry Potter #DA 20.01.2019 23:10
      Highlight Highlight Meine Theorie ist das sie dachten dass Peter Pettigrew ein Schüler wäre der bei ihm im Schlafsaal schlafen würde da er schon von Anfang an Rons Seite war. Natürlich ist es seltsam dass sie Ron nie gefragt haben wer Peter sei !
  • Arebs Yakumo (1) 06.10.2018 17:54
    Highlight Highlight Bei der 6. Theorie hab ich tatsächlich eine Theorie, wie dies verständlich seien kann:
    Soviel ich weiß kann man selbst der wirkung von Veritaserum entgehen, in dem man entweder Okklumentik beherrscht oder seinen Hals magisch verschließt, damit die Wirkung sich nicht entfalten kann. So könnte das Ministerium vielleicht gedacht haben, dass Dumbledore da schon etwas geplant hat um Harry vor davor zu schützen.
    • Elisabeth Kochan 08.10.2018 09:08
      Highlight Highlight Hi! Da hast du möglicherweise Recht – schließlich lässt sich mit genügend geistiger Kontrolle auch der Imperius-Fluch umgehen... Gutes Argument!
    • I Love Harry Potter #DA 20.01.2019 23:15
      Highlight Highlight Ich könnte mir auch vorstellen dass es verboten ist Villsafttrank an befragte zu verabreichen. Lügendetektors sind in Europa beim Gericht ja verboten, weil sie noch zu unpräzise sind. Man hat in Harry‘s Schullaufbahn ja gesehen was passiert wenn man nur ein Teil des Trankes falsch zubereitet. Das Risiko ist glaube ich einfach zu hoch das der Trank nicht richtig funktioniert oder verfälscht wurde.

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