Prinz Charles ist nicht nur Stellvertreter der Royals, sondern auch ein langjähriger Klimaaktivist.
Prinz Charles ist nicht nur Stellvertreter der Royals, sondern auch ein langjähriger Klimaaktivist.Bild: dpa / Matthew Horwood

Royals: Prinz Charles sorgt mit Klimasünde für heftige Kritik

29.07.2022, 19:22

In der Öffentlichkeit inszeniert sich Prinz Charles stets als Umweltschützer. Schon seit vielen Jahrzehnten setzt sich der 73-Jährige für einen besseren Umgang mit der Natur und ein rasches Handeln in der Klimapolitik ein.

Seinen Promi-Status nutzt er aus, um auf Klima-Events wie dem G20-Gipfel in Rom oder der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow als Redner aufzutreten und die Staatenlenker auf die fatalen Auswirkungen der Erderwärmung aufmerksam zu machen.

Prinz Charles reiste im Privathelikopter zur UN-Klimakonferenz

Die britische Zeitung "Express" berichtete, dass Prinz Charles und seine Ehefrau, Herzogin Camilla, im letzten Jahr 40 Mal ihren Privathubschrauber genutzt hätten, um innerhalb von Großbritannien und Irland von A nach B zu reisen.

Zu den Flugzielen gehörte unter anderem die UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow, bei der Prinz Charles als Redner auf die Klimakrise aufmerksam machte. Viele Nutzer im Netz kritisieren, dass der Auftritt des Prinzen und seine Rolle als Umweltschützer scheinheilig seien: Schließlich gelten Flugreisen als die klimaschädlichste Art, sich fortzubewegen.

Twitter-User kritisieren angebliche Doppelmoral

Auf die Beschwerde einer Nutzerin darüber, dass E-Autos zu teuer für die Allgemeinheit seien, antworte ein anderer Twitter-User: "Das ist in etwa so wie Prinz Charles, der von uns kleinen Menschen fordert, weniger oder gar nicht zu fliegen – während er in sein Privatflugzeug steigt und in fünf Monaten eine größere Strecke zurücklegt als du in deinem ganzen Leben."

Auch andere Nutzer machten auf die augenscheinliche Doppelmoral des Thronfolgers aufmerksam. "Wegen 'alarmierenden Temperaturen' sagt Prinz Charles, dass es 'äußerst notwendig' sei, die Klimakrise anzugehen", schrieb ein Twitter-User und deckte auf: "Die Royal-Familie hat in den vergangenen fünf Jahren 545.000 Flugmeilen zurückgelegt. Prinz Charles flog am meisten – mit 25 Reisen über 120.213 Flugmeilen und einem Kostenpunkt von 2.4 Millionen Pfund." Das sind umgerechnet etwa 2,8 Millionen Euro.

Prinz Charles reagiert "allergisch" auf Privatflüge

"Express"-Informationen zufolge soll sich Charles darüber bewusst sein, dass seine Helikopter-Nutzung "kein gutes Licht" auf die royale Familie wirft. Ein Insider offenbarte gegenüber der Nachrichtenagentur "PA Media", dass der Prinz selbst "ziemlich allergisch" auf Helikopterflüge reagieren und sie oftmals ablehnen würde.

(fw)

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