Deutschland
Bild

Eine Sozialwohnung in Berlin (Symbolbild). Bild: Getty

Hartz IV: Energie-Experten warnen vor Budget-Lücke

Strom wird 2020 teurer. Das ist ärgerlich. Gerade aber für Menschen mit geringem Einkommen fehlt schnell Geld für höhere Ausgaben.

Besonders Hartz-IV-Empfänger treffen die gestiegenen Strompreise. Das ergibt eine Analyse des Vergleichsportals Check24.

Denn: Der Strom wird, anders als die Miete, bei Hartz IV nicht vom Jobcenter übernommen. Er muss aus dem Regelsatz bezahlt werden.

Hier die Auswertung zu Hartz IV und Strom im Detail:

Hartz IV: "Energie muss für jeden bezahlbar bleiben"

Eine Analyse des Verbraucherportals Verivox ergab kürzlich Ähnliches.

"Durchschnittlich 115 Euro müssen alleinstehende Hartz-IV-Empfänger in der Grundversorgung im kommenden Jahr an anderer Stelle einsparen, um ihre Stromrechnung zu begleichen", sagte Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox. "Für Haushalte, in denen die Stromkosten zum Jahreswechsel steigen, ist dieser Fehlbetrag dann sogar noch höher."

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hatte die seiner Meinung nach zu geringe Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze bereits im vergangenen Jahr kritisiert. "Energie ist fester Bestandteil des Existenzminimums und muss für jeden bezahlbar bleiben", sagte Ulrich Schneider, Chef des Paritätischen Gesamtverbands, der "BZ Berlin". Er forderte eine Erhöhung des Regelsatzes um 150 statt um acht Euro.

(ll)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

825 User gegen eine Familie: Facebook-Gruppe wütet gegen Hartz-IV-Empfänger

Es ist nie angenehm, wenn man merkt, dass einen jemand nicht mag. Selbst wenn es nur eine Person ist, die einem das Gefühl gibt, nicht dazu zu gehören oder ständig Fehler zu machen, kann das ganz schön an einem nagen.

Was nun, wenn es etwa 825 Personen sind? 825 Menschen, die sich in einer eigens gegründeten Gruppe zusammenfinden, um die Taten einer Familie zu kritisieren – oder vielleicht sogar zu verhöhnen?

Genau das ist vor Kurzem auf Facebook geschehen: Dort haben sich 825 Mitglieder …

Artikel lesen
Link zum Artikel