Leben
Bild

(symbol)Bild: Pexels/Montage Watson

Braut liest bei ihrer Hochzeit Nachrichten ihres Verlobten vor – an eine andere

Der Abend vor der Hochzeit hat eine ganz eigene Magie; monate-, wenn nicht gar jahrelang hat man auf den großen Tag hingearbeitet und kann sich jetzt (zumindest im Idealfall) endlich die verdiente Verschnaufpause gönnen, bevor es ernst wird. Mancher verbringt den Abend am liebsten allein, um seine Gedanken zu sortieren, andere brauchen Gesellschaft, um die flatternden Nerven zu beruhigen.

Bild

Bild: Pexels

Casey war eine der Letzteren. Am Abend vor ihrer Hochzeit mit einem Mann, mit dem sie seit sechs Jahren zusammen war, lud sie ihre besten Freundinnen in ihr Hotelzimmer ein, um ihren letzten Abend als unverheiratete Frau gebührend zu feiern. Dann vibrierte ihr Handy – mit einer Nachricht, die Caseys Hochzeitspläne kurzfristig zunichte machte.

Wichtig zu wissen:

Ihre Geschichte erzählte Casey der australischen Website Whimn, und seit deren Veröffentlichung verbreitet sich die Story im Netz, wurde von Seiten wie UNILAD und Mirror nacherzählt. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass wir den Wahrheitsgehalt von Caseys Geschichte, deren Nachnamen Whimn nicht veröffentlicht hat, nicht nachprüfen können.

Casey griff gut gelaunt nach ihrem Handy, in der Erwartung, eine weitere Glückwunsch-Nachricht von Freunden oder Bekannten empfangen zu haben. Doch die Nachricht, gesendet von einer unbekannten Nummer, bestand aus einer Reihe an Screenshots und einer kurzen Frage:

"Ich würde ihn nicht heiraten. Wirst du es tun?"

Bild

Bild: Pexels

Die Screenshots zeigten ausführliche Nachrichtenverläufe zwischen einer Frau und einem Mann – den Casey anhand von Selfies, die die beiden einander geschickt hatten, als ihren Verlobten erkannte. Als den Mann, den sie in wenigen Stunden heiraten würde – oder hatte heiraten wollen. Die Frau kannte Casey nicht; ihr Verlobter jedoch eindeutig schon. Schon seit Monaten hatte er der Fremden anzügliche Nachrichten geschrieben. 

– "Dieses Wochenende. Du und ich. Das steht, heiße Braut. Du bist dann besser in Bestform."
– "Dein Körper ist verdammt nochmal unglaublich. Und, Scheiße, du weißt genau, wie du ihn einsetzen musst. Ich wünschte, meine Freundin hätte es genauso drauf wie du."
– "Ich vermisse dich so sehr. Ich kann nicht aufhören, daran zu denken, dich zu f'en. Ich hatte noch nie so eine Verbindung mit jemandem."

Das stellte Casey vor eine Frage: Sollte sie ihren Verlobten trotzdem heiraten?

Nachdem Casey die Nachrichtenverläufe durchgelesen hatte und instinktiv zu dem Schluss gekommen war, dass sie echt waren, brach sie vor ihren Freundinnen in Tränen aus. Die reagierten, wie man es von ihnen erwarten würde: voller Wut. Sie forderten Casey dazu auf, ihren Verlobten anzurufen und die Hochzeit an Ort und Stelle abzusagen. 

Bild

Bild: Pexels

Casey war allerdings viel zu schockiert, um dieselbe Wut zu empfinden, und rief nicht an. Stattdessen lag sie die ganze Nacht wach und schmiedete einen Plan, den sie am nächsten Morgen verkündete: Sie würde ihren Verlobten vor versammelter Mannschaft mit den Nachrichten konfrontieren.

Also schlüpfte sie in ihr Brautkleid und fuhr zur Kirche.

Nach außen hin sah es so aus, als stünde den Gästen und dem Paar eine perfekte Hochzeit bevor – doch als die Braut den Gang zum Altar entlang auf den Bräutigam zuschritt, musste dieser laut Casey an ihrem Gesichtsausdruck erkannt haben, dass etwas nicht stimmte. Und dann rechnete Casey mit ihm ab – vor einem Saal voller Gäste.

"Es wird heute keine Hochzeit geben. Es scheint so, als sei er nicht der, für den ich ihn hielt."

Bild

Bild: Pexels

Unter ihrem Blumenstrauß hatte Casey ihr Handy versteckt – und las dann unter den schockierten Blicken ihres Fast-Bräutigams und den Gästen jede einzelne Nachricht vor, die er der anderen Frau geschrieben hatte, wie sie der australischen Seite Whimn erzählt. Und obwohl er in diesen Chatverläufen so viel zu sagen gehabt hatte, war er jetzt völlig sprachlos. Er ging – wortlos. Aber Casey war noch nicht fertig.

"Ich liebe euch alle, und so schlimm das alles auch ist, bin ich froh, dass ihr hier seid. Es wird heute keinen Empfang geben, sondern eine Feier der Ehrlichkeit, der wahren Liebe und dafür, selbst dann seinem Herzen zu folgen, wenn es wehtut."

Wie hättet ihr darauf reagiert? Vermutlich ähnlich wie die Gäste: Mit verhaltenem Applaus und ein paar Jubelrufen. 

Animiertes GIF GIF abspielen

Bild: Giphy

Und jetzt ihr!

Umfrage

Was meint ihr: War Caseys Aktion übertrieben oder total gerechtfertigt?

  • Abstimmen

3,331

  • Absolut gerechtfertigt! So einen Betrüger MUSS man bloßstellen. 86%
  • Naja, geht. Vielleicht ist sie ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen. 10%
  • Völlig übertrieben. Sie hätte direkt am Telefon mit ihm Schluss machen sollen.5%

Möchtet ihr selbst noch was dazu sagen? Schreibt es uns in die Kommentare unten!

Und so sieht der absurdeste Seitensprung der Welt aus – erzählt in Stockfotos:

Und so sieht es aus, wenn jemand anderes dein Liebesglück crasht:

abspielen

Video: watson/Johanna Rummel

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Meinung

Kinder im Dauerstress: Warum die Kindheit mit dem Kita-Besuch aufhört

Ilona Böhnke ist Erzieherin in Dortmund. In ihrer 40-jährigen Laufbahn hat sie eine wichtige Beobachtung gemacht: Kinder verbringen immer mehr Zeit in Kitas, deren Alltag ist durchgetaktet. Dass Spielen nach Stundenplan und das ständige Zusammensein in der Gruppe auch Arbeit für die Kinder bedeutet, wissen viele Erwachsene nicht. Böhnke warnt nun vor möglichen Folgen.

Morgens Mathe, dann Bildungsbereich Natur bis mittags. Nach der Mittagspause Entspannung, vielleicht noch eine Runde Malen oder Singkreis und dann noch Turnen, bis es wieder nach Hause geht.

Was auf den ersten Blick wie der Alltag von mindestens einem Grundschüler wirkt, ist tatsächlich ein ganz normaler Tag für ein Klein- oder Vorschulkind in der Kita. Zeit für freies Spielen? Bleibt da eigentlich gar nicht.

Viele der Probleme, die in deutschen Kitas vorherrschen, sind zwar immer noch nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel