FILE - Tesla CEO Elon Musk speaks before unveiling the Model Y at Tesla's design studio in Hawthorne, Calif., March 14, 2019. Twitter is suing Musk in Delaware in an attempt to get him to complete his ...
Nach längerem Hin und Her hat Elon Musk den Kurznachrichtendienst Twitter Ende Oktober für 44 Milliarden Euro gekauft. Bild: AP / Jae C. Hong
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Elon Musk: "Hardcore"-Ultimatum sorgt für Twitter-Chaos

18.11.2022, 11:41

Die Twitter-Übernahme von Elon Musk wird allmählich zur Farce. Seitdem der aktuell reichste Mensch der Welt am 27. Oktober den Kurznachrichtendienst übernommen hat, überschlugen sich die Ereignisse. Nun reiht sich ein weiterer Eklat in die Skandal-Historie der vergangenen Wochen ein.

Bereits Mitte April wurde bekannt, dass Musk Ambitionen hat, Twitter zu übernehmen. Im Juli wollte sich der Milliardär allerdings vom Verkauf zurückziehen, da ihm angeblich unzureichende Angaben zur Zahl von Spam- und Fake-Accounts geliefert worden seien. Nachdem Twitter in der Folge gedroht hatte, juristisch gegen den Kaufabbruch vorzugehen, übernahm Musk das Unternehmen letztlich doch zum 27. Oktober.

Hunderte Kündigungen nach Ultimatum

Musks unorthodoxe Unternehmensführung spiegelt sich nun erneut in einem Ultimatum an die Twitter-Mitarbeiter:innen wider. Darin stellte er seine Angestellten vor die Wahl, entweder länger und härter zu arbeiten oder aber das Unternehmen zu verlassen.

Elon Musk stößt mit seinem exzentrischen Verhalten häufig auf Kritik.
Elon Musk stößt mit seinem exzentrischen Verhalten häufig auf Kritik.Bild: dpa / Susan Walsh

Um erfolgreich zu sein, müssten sie "extrem hardcore" sein, erklärte der Twitter-CEO. Die Beschäftigten sollten sich auf "lange Arbeitstage mit hoher Intensität" einstellen, heißt es in dem Memo weiter. Wer das nicht bereit sei zu leisten, werde mit drei Monaten Gehalt als Abfindung entlassen.

Ob das den erwünschten Effekt auf die Arbeitsmoral hat, ist fraglich. Als direkte Folge gingen kurz vor Ablauf der Frist mehrere Hundert Kündigungen ein. Damit wird Twitter weiter dezimiert. Direkt nach Amtsantritt entließ Musk fast die Hälfte der rund 7500 Angestellten inklusive aller hochrangiger Manager:innen.

Doch damit nicht genug: Laut diversen Medienberichten sollen am Donnerstag sogar die Büros des Twitter-Hauptsitzes in San Francisco abgeschlossen und nicht einmal mit einem elektronischen Türöffner zugänglich gewesen sein.

Twitter bislang ohne offizielle Stellungnahme

Elon Musk hat sich selbst bislang noch nicht zu den aktuellen Entwicklungen geäußert. Auch eine offizielle Stellungnahme blieb bislang aus – die Presseabteilung hatte Musk jüngst aufgekündigt. Via Twitter selbst zeigt er sich hingegen gewohnt kryptisch und exzentrisch.

In einem Tweet machte sich der Multimilliardär offenbar über die aktuellen Vorgänge lustig. Unter anderem veröffentlichte er ein bekanntes Meme in abgeänderter Form, auf dem das Twitter-Logo auf einem Grabstein zu sehen ist. Davor hockt eine sichtlich erfreute Person, über dessen Gesicht ebenfalls das Twitter-Logo prangert.

Doch nicht alle scheinen die aktuellen Entwicklungen von Twitter so amüsiert zu verfolgen wie der CEO selbst. Auf eben jenem sozialen Medium trenden zurzeit sowohl die Hashtags "Elon", "Twitter Down", als auch "Twitter 2.0" und "RIP Twitter".

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