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"Berlin Insta Girls": Was du bei Instagram-Bots auf keinen Fall tun solltest

Instagram-Nutzer:innen werden immer wieder von Bots zugespamt.
Instagram-Nutzer:innen werden immer wieder von Bots zugespamt.Bild: instagram
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"Berlin Insta Girls": Bots fluten Instagram – so kannst du dich schützen

21.06.2024, 09:22
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Sexbots sind auf Instagram nichts Neues. Die gefälschten Insta-Profile zeigen meist leicht bekleidete junge Frauen, die den User:innen vorgeben, dass man sie kennenlernen kann. Tatsächlich stecken keine echten Menschen dahinter, die Profile sind KI-generiert.

Aktuell häufen sich die Anfragen von Sexbots auf Instagram wieder. Es ist eine regelrechte Flut, die so groß ist, dass sich einige Nutzer:innen schon darüber beklagen. Bei den gefälschten Profilen findet sich unter anderem die Beschreibung "Berlin Insta Girl". Die Masche dahinter ist typisch.

Betrugsmasche "Berlin Insta Girls"

Der IT-Experte Sven Kindervater von "Deutschland sicher im Netz" hat gegenüber der "Rheinischen Post" (RP) die Masse an Anfragen bestätigt. Meta erklärt auf Nachfrage vom "Spiegel", dass die Bots zumeist in Wellen auftreten. Es dauere dann nur eine kurze Zeit, bis der Algorithmus von Instagram das Problem erkenne und selbst löse.

Aber: "Die aktuelle Masche scheint gut zu funktionieren, vieles hat der Algorithmus offenbar noch nicht direkt geblickt", sagt Kindervater.

Immer wieder tauchen verschiedene Bots auf Instagram auf.
Immer wieder tauchen verschiedene Bots auf Instagram auf. Bild: Instagram / Screenshot / Watson

Täglich würden Millionen an gefälschten Konten bei der Registrierung gelöscht, sagt eine Meta-Sprecherin gegenüber der "RP". Dem "Spiegel" erklärt das Unternehmen: Wer einmal wegen derartiger Auffälligkeiten gesperrt wurde, könne nicht so einfach weitere gefälschte Accounts erstellen.

Für den Experten Sven Kindervater reichen Metas Maßnahmen nicht aus. Er findet: Instagram muss noch mehr tun.

Was hinter den Accounts tatsächlich steckt, ist auf den ersten Blick in der Regel nicht zu erkennen. Laut Instagram gelangt man über Links auf den Fake-Profilen auf zwielichtige Datingseiten. Der "Spiegel" ist bei seiner Recherche auf dem Portal Stripchat, einer großen Online-Erotikseite, gelandet.

Sexbot-Anfragen: Das solltest du nicht tun

Klar ist: Die Fake-Accounts können für Nutzer:innen gefährlich werden. Sie könnten sie auf Seiten locken, auf denen User:innen mit kostenpflichtigen Inhalten abgezockt werden. Teilweise steckt auf den Links auch eine Schadsoftware.

Daher sollte man auf keinen Fall auf Links klicken. Auch persönliche Daten sollte man nicht preisgeben.

Die unseriösen Bots sollte man zudem schnell loswerden. Tauchen sie in Kommentaren oder Reels auf, verstärkt das ihre Reichweite. Deshalb sollten Sexbots, die einem unter den Follower:innen oder in Kommentaren auffallen, als Spam gemeldet werden, schreibt das Magazin "t3n". Danach kann der Fake-Account blockiert werden. So kann das Fake-Profil nicht auf den eigenen Account zugreifen. Kommentare von Bots sollten außerdem gelöscht werden.

Genauso sollte mit den Anfragen der Bots verfahren werden, die in den Nachrichten oder Nachrichtenanfragen auf Instagram auftauchen. Hier heißt es: Nicht auf die Anfrage eingehen, sondern Profil melden und blockieren.

Bots auf Instagram: Wie kann man sich schützen?

Die Bots ploppen bei Instagram an ganz verschiedenen Stellen auf. Teilweise werden Nutzer:innen zum Beispiel in Storys oder Beiträgen markiert. Nutzer:innen können das verhindern, indem sie in den Einstellungen beschränken, wer das eigene Profil markieren darf. Hier lässt sich unter anderem auch auswählen, dass Markierungen zunächst freigegeben werden müssen. Wer Fotos und Videos kommentieren oder einem eine Direktnachricht senden darf, lässt sich dort ebenfalls festlegen.

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Am sichersten ist es, das eigene Profil auf privat zu stellen. Dazu rät auch Kindervater. Er sagt: "Viel zu viele Nutzer sind immer noch öffentlich einsehbar."

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