Kräuter sind beliebt, um dem Essen mehr Aroma beizufügen.Bild: dpa-tmn / Christin Klose
Leben
In der Küche kommen immer wieder statt frischer auch tiefgefrorene Kräuter zum Einsatz. Gerade im Winter scheint das eine gute Option. Doch neben den Kräutern können auch noch andere, unerwünschte Dinge ins Essen gelangen – Pestizide, Pflanzengifte oder Keime.
Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat sich Tiefkühl-Kräutermischungen genauer angeschaut. Schließlich sind diese in den vergangenen Jahren immer wieder etwa wegen Salmonellen oder anderen Keimen negativ aufgefallen. 17 Produkte wurden getestet. Zwei Kräutermischungen haben besonders schlecht abgeschnitten – es wurde Pflanzengift gefunden.
Pflanzengift in Kräutermischungen gefunden
Die "Edeka Bio 8 Kräuter" und die "Frosta 8-Kräuter" kassierten ein "mangelhaft". Das beauftragte Labor hatte dort "stark erhöhte" Gehalte an gesundheitsschädlichen Pflanzengiften, Pyrrolizidinalkaloide (PA), nachgewiesen.
Statt auf frische Kräuter wird auch gerne auf TK-Kräuter zurückgegriffen.Bild: dpa-tmn / Andrea Warnecke
In drei Produkten hat das Labor PA insgesamt nachgewiesen. In einem Fall wies der Befund auf das Jacobskreuzkraut hin –PA in Kräutern stamme häufig aus versehentlich mit geernteten Beikräutern, schreibt "Öko-Test". In den anderen beiden Fällen soll aber offenbar ein der Kräutermischung regulär beigefügtes Kraut verantwortlich sein: Borretsch. Dieses produziert selbst ein PA.
PA-Verbindungen sind für den Menschen gefährlich. Sie können verschiedene Organe, allen voran die Leber, schädigen. In höheren Dosen kann es sogar zu einem Absterben von Lebergewebe kommen. Zudem hätten Tierversuche ergeben, dass sie krebserregend und erbgutschädigend sein können, berichtet "Öko-Test".
Sieben TK-Mischungen konnten überzeugen
Es gibt aber auch gute Nachrichten: Sieben TK-Kräuter schnitten mit einem "sehr gut" ab und konnten "Öko-Test" überzeugen. Darunter sind etwa die "All Seasons 8 Kräuter" von Aldi, die "BioBio Kräuter Italienische Art" von Netto und "Bio 6-Kräuter, Naturland" von Rewe. Sechs weitere getestete Tiefkühl-Kräutermischungen wurden noch mit "gut" bewertet.
Außerdem gibt "Öko-Test" noch einen hilfreichen Rat für die Verarbeitung von Tiefkühlkräutern: Sie sollen nicht aufgetaut, sondern direkt gefroren aus der Packung über das Essen gestreut werden. Aufgetaut, könnten sich Bakterien sonst schnell vermehren. Wer Borretsch, der von Natur aus Pflanzengifte erzeugt, vermeiden will, könne auf Kräutermischungen ohne das Kraut zurückgreifen.
Deutschland elf Uhr am Donnerstag. In allen Haushalten, Büros und Bahnen piepst, klingelt und vibriert es plötzlich: "PROBEWARNUNG". Auf einigen Straßen werden zudem Alarmsignale über Lautsprecher ausgesendet, auch Radio- oder Fernsehkanäle informieren zeitgleich. Bis 11.45 Uhr wird der Probealarm ausgespielt.