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Solaranlagen über Kanal schützen Wasservorräte in Kalifornien

Die Solaranlagen über dem Kanal sorgen dafür, dass das Wasser nicht verdunstet.
Die Solaranlagen über dem Kanal sorgen dafür, dass das Wasser nicht verdunstet. bild: solar aquagrid
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Solaranlagen über Kanal schützen Wasservorräte in Kalifornien

08.03.2022, 12:03
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Mit einer Abdeckung der Bewässerungskanäle wollen Wissenschaftler und Ingenieure den Staat Kalifornien vor einer aktuellen Dürre retten. Der Bau der Abdeckungen soll dabei Wasser vor dem Verdunsten bewahren und gleichzeitig Solarenergie produzieren.

Projekt spart Wasser und steigert Wasserqualität

Das Pilotprojekt "Project Nexus" wird einen kilometerlangen Kanalabschnitt im Turlock Irrigation District mit Sonnenkollektoren im Wert von fünf Megawatt abdecken. Die Abdeckung trägt dazu bei, dass durch den Schatten weniger Wasser verdunstet und sich durch die Kühlung weniger Wasserpflanzen bilden, was zu einer verbesserten Wasserqualität beiträgt. Über die Solarpanels wird währenddessen emissionsfreie Energie erzeugt.

Dieses Konzept hat sich bereits im indischen Bundesstaat Gujarat bewährt, wo die kühlere Temperatur der Feuchtigkeit unter den Paneelen die Solarzellen abkühlte, was zu einer kleinen, aber signifikanten Steigerung der Stromerzeugung führte. Der Spatenstich für das Projekt soll noch in diesem Jahr erfolgen und das Projekt bis 2024 vollständig umgesetzt sein.

Solaranlagen auf Kanälen als Alternative zur Flächennutzung von Ackerland

Wie Roger Bales, Mitarbeiter der UC Merced-Zeitung, dazu im Smithsonian Magazine argumentierte, würden die Abdeckungen der kalifornischen Kanäle mit Paneelen 13 Gigawatt erneuerbare Energiekapazität erzeugen: Das entspricht einer Hälfte dessen, was der Staat für eine vollständige Dekarbonisierung aus eigener Kraft benötigen würde.

"Kalifornien baut Lebensmittel für eine ständig wachsende Weltbevölkerung an und produziert mehr als 50 Prozent der Früchte, Nüsse und Gemüse, die die US-Verbraucher essen", schreibt Bales. "Der Bau dieser Solaranlagen könnte verhindern, dass mehr als 200 Quadratkilometer Ackerland oder natürlicher Lebensraum für Solarfarmen umgewandelt werden."

(sb/goodnewsnetwork)

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