Nachhaltigkeit
Dolphins swim in the Bosphorus with a low boat traffic in the natural strait of Istanbul on April 19 2020. Turkey has confirmed 4,674 deaths and 90,980 positive cases of the coronavirus infection in the country.  Copyright: KemalxAslanx-xDepoxPhotos 16724948

Vor kurzem im Bosporus gesichtet: Delfine. Bild: imago images / Depo Photos

Corona beruhigt Gewässer in der Türkei – Delfine kehren in Bosporus zurück

Die Lockdown-Maßnahmen vieler Länder haben der Natur die Möglichkeit gegeben, sich sichtbar zu erholen. Das führte zu klareren Kanälen in Venedig und saubererer Luft in Peking sowie in Indien. Jetzt beobachten die Einwohner von Istanbul ein ähnliches Phänomen.

Delfine zurück im Bosporus

Im Bosporus, der Meerenge zwischen Europa und Asien bei Istanbul, wurden Delfine gesichtet. Eine extrem seltener Anblick. Normalerweise herrscht in der Meerenge ein reger Schiffsverkehr.

April 7, 2020: Supermoon brightens up Istanbul skies on April 7, 2020. A supermoon is a full moon that almost coincides with the closest distance that the Moon reaches to Earth in its elliptic orbit, resulting in a larger-than-usual visible size of the lunar disk as seen from Earth. Kucuk Camlica TV Radio Tower, is a telecommunications tower in Uskudar, in the foreground. - ZUMAi72 20200407znpi72003 Copyright: xTolgaxIldunx

Eine Fähre im Bosporus: In Corona-Zeiten ist der Schiffsverkehr weitgehend eingestellt. Bild: imago images / ZUMA Wire

Laut Erol Orkcu, Leiter des Amateur- und Sportfischereiverbands, ist das eine direkte Folge der Lockdown-Maßnahmen. Der geringe Bootsverkehr habe "große Auswirkungen". In der Meerenge gilt aktuell auch ein Fischerverbot.

Fischertradition in Istanbul

Das Fischen in der Meerenge war vor der Pandemie ein beliebtes Tagesritual für die Bewohner Istanbuls. Zu Tausenden konnte man die Fischer auf der Galatabrücke oder an den Ufern des Bosporus sehen.

Experten sehen die Rückkehr der Delfine als ein erstes Zeichen für ein gesundes Ökosystem.

(vdv)

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Interview

"Die Menschheit kann nicht ständig wachsen, ohne dass sie am Ende bezahlen muss"

Aber wenigstens der Natur tut Corona gut. Das hören, lesen oder sagen wir immer wieder. Wir sehen Pinguine, die durch Kapstadt watscheln oder Delphine, die im Bosporus in Istanbul herumschwimmen und denken insgeheim: Ein Gutes hat das Virus ja doch.

Aber stimmt das wirklich? Abgesehen davon, dass es ein recht zynischer Gedanke ist, für ein hehres Ziel wie den Naturschutz einfach mal eben den Tod von bisher über 240.000 Menschen in Kauf zu nehmen, stimmt die Rechnung auch nicht ganz. Darauf …

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