Schalke war harmlos, Bayern armlos.
Schalke war harmlos, Bayern armlos.
bild: screenhsot twitter/s04_us

Nach Handspiel-Ärger: Mit diesem Foto macht sich Schalke über Bayern lustig

25.08.2019, 11:0425.08.2019, 12:06

Neue Saison, neue Handspielregeln, neuer Ärger. Schalkes Trainer David Wagner war nach der 0:3-Heimpleite gegen den FC Bayern München bedient. Denn, wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte es zweimal Handelfmeter für sein Team geben müssen. In den Sozialen Medien nehmen es die Schalker mit Humor...

Wagner fühlte sich vom Schiedsrichtergespann um Referee Marco Fritz und Videoassistent Bastian Dankert verarscht. Nach dem Abpfiff sagte Wagner bei Sky: "Wir hatten eine Schulung vor der Saison, deshalb verstehe ich das nicht." Der neue Schalke-Coach war ratlos: "Ich bin auf die Erklärung gespannt. Ich dachte eigentlich, ich verstehe die Handspielregel."

Um folgende zwei Situationen ging es:

56. Minute:

Bild: imago images / Team 2
  1. 56. Minute: Eckstoß Schalke. Bayerns Benjamin Pavard bekommt einen Kopfball von Matija Nastasic an den ausgestreckten Arm. Kein Tor. Kein Elfer.
  2. 63. Minute: Freistoß Schalke. Daniel Caligiuri will den Ball um die Mauer zirkeln. Ganz außen in der Mauer steht Ivan Perisic, der beim Hochspringen seinen linken Arm ausstreckt und so dem Ball eine entscheidende Richtungsänderung gibt. Kein Tor. Kein Elfer.

63. Minute:

Bild: imago images / Jan Huebner

Wagner sah zwei klare Handspiele

Das sagte David Wagner zu den beiden Situationen:

  1. "Eine hundertprozentige Torchance. Der Ball geht aufs Tor, er spreizt den Arm ab – und der Ball geht eben nicht aufs Tor".
  2. "Das ist eine Vergrößerung der Körperfläche und auch Absicht. Ivan weiß, was er da macht. Ganz klarer Elfmeter für mich".
Hm? David Wagner versteht die Fußballwelt nicht mehr...
Hm? David Wagner versteht die Fußballwelt nicht mehr...
Bild: imago images / Jan Huebner

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel bekräftigte Wagner nochmal: "Aus meiner Sicht hätten wir zwei Handelfmeter bekommen müssen. Dementsprechend haben wir heute am Ende kein Tor erzielt und 0:3 verloren."

So lautet die Handspielregel

Die Formulierung der Handspielregel wurde vom International Football Association Board, kurz Ifab, kürzlich geändert. Unabsichtliches Handspiel ist nun strafbar, wenn daraus eine Torchance oder ein Tor ensteht. Das war bei beiden Szenen nicht der Fall.

Eine "unnatürliche Vergrößerung der Körperfläche" ist nun nach der Änderung aber grundsätzlich strafbar.

Das sagt der Schiedsrichter

Im ZDF-Sportstudio sagte Schiedrichter Marco Fritz hinterher über den ausgebliebenen Videobeweis: "Ich würde es wahrscheinlich anders entscheiden, kann aber nachvollziehen, dass ich nicht rausgeschickt wurde, weil es keine hundertprozentige Fehlentscheidung von mir war."

Zum Handspiel von Pavard sagte er: "Die erste Szene ist für mich unabsichtlich."

S04 nimmt's mit Humor

Um den Frust über die nicht gegebenen Strafstöße zu bewältigen postete die US-amerikanische Twitterseite von Schalke 04 ein Foto von jubelnden Bayern – ohne Arme. Über der Bildmontage stand als Kommentar lediglich: "¯\_(ツ)_/¯".

Was sie damit sagen wollen: Wer keine Arme hat, der kann auch kein Handspiel begehen.

Auch die deutschsprachige Social-Media-Abteilung der Gelsenkirchener haderte, wer kann's ihnen verübeln, mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns:

Am Ende hilft das nachträgliche Beschweren über die Schiedsrichter natürlich nichts. Das hat sich, trotz reformierter Regeln, nicht geändert.

(as/mit sid)

10 Fast-Transfers, die nur knapp scheiterten

1 / 23
10 Fast-Transfers, die nur knapp scheiterten
quelle: imago sportfotodienst
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Endlich verständlich erklärt: Fußball.

Meinung

Lewandowski, lass dieses blöde Schwalben-Theater – du hast es nicht nötig!

Robert Lewandowski hat gestern wieder bewiesen, dass er ein großartiger Stürmer ist. Der Pole traf bei der 2:3-Niederlage gegen seinen Ex-Verein gleich zweimal und bewies, dass er auch in Spitzenspielen wichtige Tore schießen kann. Lewandowski hätte zum Mann des Abends werden können. Das wurde er aber nicht. Einerseits, weil er bei seinem Hackentor in der Nachspielzeit im Abseits stand und andererseits, weil er mehr auf dem Rasen lag als eine Picknickgruppe im Stadtpark.

Es waren erst wenige …

Artikel lesen
Link zum Artikel