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Bild: Screenshot/twitter.com/openstadiums

Iranische Frauen dürfen in ein iranisches Stadion – nach 37 Jahren

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Beim ersten Gruppenspiel des Irans gegen Marokko machten Zuschauer in Sankt Petersburg noch auf das Verbot aufmerksam, nun ist es gekippt worden: Weibliche Fußballfans der Islamischen Republik Iran dürfen am Public Viewing in Teherans Azadi-Stadion teilnehmen – und somit das Nationalstadion zum ersten Mal nach 37 Jahren endlich wieder betreten.

Pünktlich zum zweiten Gruppenspiel, das der Iran unglücklich mit 0:1 gegen Spanien verloren hat, strömten Tausende Frauen auf die Ränge der gut 100.000 Menschen fassenden Arena im Herzen Teherans.

Bilder des Journalisten Sobhan Hassanvand zeigen gelöste und Fahnen schwenkende Frauen, die sich unter das Gros der männlichen Fans mischen – denn die traditionelle Geschlechtertrennung gibt es im Azadi-Stadion nicht.

Einer, der sich über die Öffnung iranischer Fußballstadien für weibliche Fans ganz besonders freut, ist Sergio Ramos.

Der spanische Kapitän verwies nach dem knappen Sieg gegen den Iran bei Twitter auf einen Artikel zum Thema und schrieb:

Auch der offizielle Twitter-Account der iranischen Nationalelf teilte seine Freude über den wichtigen Schritt und teilte ein Foto einer jungen Frau, die sich voller Stolz und iranischer Flagge im Azadi-Stadion zeigte:

Auch wenn es ein historischer Schritt für den Iran ist, bleibt unklar, ob er auf Dauer einen Wechsel einläuten kann. Unklar bleibt nämlich, ob Frauen ab der kommenden Saison auch reguläre Spiele im iranischen Fußball live im Stadion verfolgen dürfen. Bis das geklärt ist, genießen Irans weibliche Fußballfans den Moment und drücken ihrem Team fürs letzte Gruppenspiel gegen Portugal die Daumen – auch im Azadi-Stadion von Teheran.

(ds)

Die WM-Maskottchen im Wandel der Zeit:

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