Hype House-Mitglieder

Mitglieder der "Hype House"-Gruppe in Los Angeles. Bild: Screenshot / Instagram / thehypehousela

Neue Reality-Show auf Netflix: Darum steht "Hype House" schon vor der Veröffentlichung in der Kritik

Mit der neuen Serie "Hype House" scheint sich Netflix schon jetzt keinen Gefallen getan zu haben. In der mehrteiligen Reality-Doku soll es um eine gleichnamige WG, bestehend aus einflussreichen Social-Media-Stars, und ihr echtes Leben in Los Angeles gehen.

Zu den Protagonisten zählen unter anderem die "Hype House"-Gründer Chase Hudson und Thomas Petrou, das Model Nikita Dragun und der Youtuber Larri Merritt. Einige von ihnen haben bereits mit zahlreichen Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht – für ein Format über sie wollen deshalb viele Netflix-Nutzer kein Geld bezahlen.

Ende April kündigte der Streaming-Anbieter die neue Show auf Twitter an. Darunter entbrannte schließlich ein Shitstorm, in dem etliche Abonnenten mit ihrer Kündigung wegen "Hype House" drohen: "Ich gehe zu Disney Plus, tschau" und "Niemand will das sehen", ätzten die User darunter. Mittlerweile gibt es sogar schon eine Petition gegen das Format.

Petition gegen "Hype House"-Veröffentlichung gestartet

Auf change.org wurde die Petition, in der von Netflix gefordert wird, "Hype House" nie zu veröffentlichen, ins Leben gerufen. Im dazugehörigen Beschreibungstext steht unter anderem:

"Wieso gebt ihr diesen talentfreien, langweiligen, unoriginellen, privilegierten Menschen eine Show?"

Außerdem werden, wie auch schon auf Twitter, etliche vermeintlich bessere Netflix-Sendungen aufgezählt, die vom Unternehmen nicht verlängert wurden. Darunter beispielsweise "The Society", abgesetzt nach Staffel 1, "The OA", nicht verlängert nach zwei Staffeln, oder "Chilling Adventures of Sabrina", ebenfalls nach zwei Staffeln abgesetzt. Netflix solle doch lieber diese Formate zurückholen.

Nach jetzigem Stand (5. Mai, 13 Uhr) haben bereits 13.650 User die Forderung an Netflix unterzeichnet und auch in den Kommentaren zur Petition heißt es einhellig: "Wir wollen 'Hype House' nicht." Wieso sich so viel Widerstand gegen die Reality-Sendung regt, wird schnell klar, wenn man sich eingehender mit den Stars beschäftigt.

Darum dreht sich der Ärger wegen "Hype House"

Vor allem ist vielen Zuschauern der Fakt ein Dorn im Auge, dass die "Hype House"-Bewohner in ihrer eigenen Villa in Kalifornien durchgehend riesige Partys feiern – auch während der Corona-Pandemie. Das belegten bereits im vergangenen Jahr Tiktok- und Instagram-Clips der Besucher.

Der Influencer Elijah Daniel warnte im Juli vergangenen Jahres, dass viele seiner Kollegen nach solchen Partys positiv auf Covid-19 getestet wurden. Statt die Kontaktpersonen zu verständigen, sollen sie ihre Infektion aber größtenteils geheim gehalten und so viele weitere Menschen gefährdet haben.

Damit waren die "Hype House"-Bewohner zwar nicht die einzigen in L.A., doch mit die ersten – Politiker in Kalifornien sahen sich im Sommer dazu gezwungen, hohe Strafen für die Corona-Partys anzusetzen und stellten anderen Social-Media-Stars teilweise kurzfristig den Strom aus.

Weitere Skandale belasten die "Hype House"-Stars

Doch die Partys sind nicht die ersten Eklats, die die "Hype House"-Bewohner ausgelöst haben. Nikita Dragun sorgte für einen Skandal nach anhaltenden Blackfishing-Vorwürfen. Sie schminkt sich seit Langem eine immer dunklere Hautfarbe und twitterte schließlich: "Welcher Ethnie wird Nikita heute angehören?" Den Spruch fanden ihre Fans und viele Kritiker alles andere als angebracht.

Außerdem, so lauten weitere Vorwürfe, gehe es in ihren Tiktok-, Instagram- und Youtube-Clips meistens um ihr Äußeres und Oberflächlichkeiten. Angebliche Pranks seien meist von langer Hand geplant und auch versteckte Werbung sei ihnen nicht fremd. Und mit diesem Content erreichen sie mehrere Millionen junge Menschen.

Auch deshalb nehmen die Netflix-Abonnenten dem Unternehmen nicht ab, dass die Show angeblich ungescriptet sein soll, wie auf Twitter angepriesen wurde. Ob und wann "Hype House" erscheinen soll, ist derzeit noch gar nicht bekannt. Der Streaming-Gigant hat zum Shitstorm zudem bislang noch nicht Stellung bezogen.

(cfl)

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