Boris Becker wurde wegen Insolvenzverschleppung verurteilt.
Boris Becker wurde wegen Insolvenzverschleppung verurteilt.Bild: dpa / Alberto Pezzali

Boris Becker meldet sich erstmals aus dem Gefängnis: "Das ist frei erfunden"

21.05.2022, 08:32

Vor rund drei Wochen wurde Boris Becker wegen Insolvenzverschleppung von einem Londoner Gericht zu zweieinhalb Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt, die Haft im Wandsworth Prison trat er direkt im Anschluss an – und seitdem reißen die Meldungen nicht ab. Immer wieder äußern sich Insider und berichten über das mutmaßliche Verhalten der Tennis-Legende im Gefängnis. So soll Becker wegen klaustrophobischer Angstzustände mehrere Notrufe abgesetzt haben und sich dauernd über das schlechte Essen sowie die Gerüche vor Ort beschweren. Jüngst wurde berichtet, er sei in einen Luxus-Trakt verlegt worden.

Vom 54-Jährigen selbst jedoch gab es bislang kein Statement. Nun aber spricht sein langjähriger Medienanwalt Christian-Oliver Moser im Auftrag Beckers. Gegenüber RTL räumt der Jurist mit den Schlagzeilen der vergangenen Tage auf.

Boris Becker lässt Meldungen dementieren

"Was ihn sehr ärgert ist es, wenn Unwahrheiten über ihn verbreitet werden", gibt Moser im Interview über seinen berühmten Mandaten zu verstehen – den ehemaligen Wimbledon-Sieger belaste es, derzeit nicht persönlich Stellung nehmen zu können, während zahlreiche Medienberichte rumgehen und das öffentliche Interesse groß ist.

Moser spricht für Boris Becker.
Moser spricht für Boris Becker.Bild: rtl.de screenshot

"Nach allem, was ich weiß, geht es ihm den Umständen entsprechend gut, wenn auch sicherlich nicht blendend", erklärt Moser dann zu Beckers momentanem Befinden. Im Gespräch geht es dem Jurist aber vor allem um eine Richtigstellung:

"Nahezu nichts, was in den letzten Wochen zu lesen war, gerade in den großen Schlagzeilen, trifft zu."

"Weder hat er Notknöpfe gedrückt, das ist frei erfunden. Er hat sich auch nicht beschwert. Er jammert nicht", negiert er die diversen Meldungen seit Beginn der Haft dann auch noch einmal im Einzelnen. Becker sei auch nicht in einen Wohlfühltrakt verlegt worden, sondern habe "lediglich einmal die Zelle gewechselt", stellt Moser klar, der für das Gespräch mit RTL sogar seinen Mallorca-Urlaub unterbrochen hat.

Doch woher kommen eigentlich die ganzen Gerüchte? Hierzu äußert der Anwalt eine Vermutung: "Das sind Menschen, die in dem Gefängnis arbeiten und meinen, Informationen geben zu können, die nicht valide sind." Seine Informationen seien jedoch in jedem Fall valide, denn sie stammten direkt von Becker, also aus erster Hand.

"Er ist ein Kämpfer. Das ist er auch in dieser Situation", ist Moser schließlich überzeugt. Immerhin: Becker darf einmal täglich mit seiner Partnerin Lilly sprechen, die ihn alle ein bis zwei Wochen auch persönlich besucht. Demnächst kann sich Becker womöglich außerdem auf einen Besuch seiner Mutter Elvira freuen.

(ju)

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