Es liegen zwölf schweißtreibende Wochen hinter den diesjährigen "Let's Dance"-Finalisten. Aus 14 Kandidat:innen verbleiben nur noch drei. Diego Pooth, Fabian Hambüchen und Taliso Engel kämpfen am 23. Mai um den Titel "Dancing Star". Und ganz nebenbei machen sie damit die letzte Show der diesjährigen Staffel zum ersten Mal in der Geschichte der Sendung zu einer Männerrunde.
Bevor aber die Frage geklärt wird, wer von ihnen als Sieger nach Hause fährt, sorgt der inoffizielle Chef der "Let's Dance"-Jury noch einmal für Aufsehen. So rechnet Joachim Llambi kurz vor dem Finale nicht nur mit der Konkurrenz, sondern auch mit dem eigenen Sender ab.
Während viele Formate im linearen TV mit schwindendem Publikum kämpfen, hält sich "Let's Dance" wacker. Die Tanzshow findet seit fast 20 Jahren Einzug bei dem Privatsender, viele Fans sind ihr bis heute treu geblieben.
Etwas, das sich auch in den Zahlen widerspiegelt. Im vergangenen Halbfinale holte man zum wiederholten Male den Primetime-Sieg in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Laut RTL schalteten im Schnitt 3,24 Millionen Menschen ein.
Joachim Llambi, jahrelanger Juror in der "Let's Dance"-Jury, findet das wenig verwunderlich. Im Interview mit "Dwdl" spricht er über das Erfolgskonzept des Formats – und wettert gegen weniger erfolgreiche Shows des Senders:
Dass "Let's Dance" bis heute gute Quote schreibt, verdanke man vier Konstanten: der Moderation, der Jury, den Profis und der Leistung der Promis. Die seit 13 Jahren unveränderte Jury-Konstellation zusammen mit Jorge González und Motsi Mabuse gebe es weltweit "so in keiner anderen Adaption von 'Strictly Come Dancing'".
Diese Aspekte seien es schlussendlich, die den bleibenden Erfolg der Show im Vergleich zur Konkurrenz im deutschen TV begründen. Auch das Scheitern zahlreicher Nachmachen nach dem Vorbild von "Let's Dance" sei für ihn keineswegs eine Überraschung. Dazu heißt es: "Mutter ist die Beste – das ist wie zu Hause. Das Original bleibt das Original!"
Trotz des anhaltenden Erfolgskonzepts gibt es für Joachim Llambi noch immer Luft nach oben – jedoch auf einem anderen Sender. "Wenn wir 1:1 so bei ARD oder ZDF laufen würden, hätten wir die doppelte Reichweite", will er wissen und fährt fort: "Da wären wir bei mehr als sechs Millionen Zuschauer, da bin ich mir sicher."
Grund hierfür sei die Zielgruppe, die "Let's Dance" im Durchschnitt anspreche. Diese unterscheide sich von anderen Shows, sei Altersklassen-technisch etwas höher angesetzt als zum Beispiel "Germany's next Topmodel". Doch obwohl – oder gerade weil – sich an dem Fahrplan der Tanzshow wohl erstmal nichts ändern wird, will Joachim Llambi dieser auch weiterhin erhalten bleiben, wie er verrät.