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Andrea Kiewel in Angst um ihren Freund in Israel: "Ertrinke in meinen Tränen"

ZDF - Fernsehgarten Andrea Kiwi Kiewel in der Unterhaltungsshow ZDF Fernsehgarten am 24.09.2023 in Mainz. Mainz ZDF Fernsehgarten Rheinland-Pfalz *** ZDF Fernsehgarten Andrea Kiwi Kiewel in the entert ...
ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel lebt in Israel.Bild: IMAGO images/BOBO
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Andrea Kiewel bangt um ihren Freund in Israel: "Ertrinke in meinen Tränen"

11.10.2023, 19:17
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Am Sonntag konnten die Zuschauer:innen Andrea Kiewel fröhlich den "ZDF-Fernsehgarten" moderieren sehen. Dies war allerdings nur möglich, weil die Sendung wenige Tage zuvor aufgezeichnet wurde. Live wird die Show aus Mainz schon seit längerer Zeit nicht gesendet. Doch während im ZDF alles nach guter Laune aussah, erlebte die Moderatorin zum Zeitpunkt der Ausstrahlung den absoluten Horror.

In Wahrheit saß Andrea Kiewel nämlich sehr besorgt und aufgewühlt in Israel – ihrer Wahlheimat. Dorthin war Kiwi direkt nach der Aufzeichnung gereist und wurde am Samstagmorgen nach einer fröhlichen Feier unter Freunden von den heulenden Sirenen überrascht.

Andrea Kiewel erlebt Angriffe in Israel mit

Seit einigen Jahren lebt die 58-Jährige schon in Tel Aviv. Sie hat einen israelischen Freund und ist unter anderem der Liebe wegen ausgewandert. Nun befindet sie sich in dem Land, in dem am Wochenende nach einem Terror-Angriff der Hamas der Kriegs-Zustand ausgerufen wurde.

In der "Jüdischen Allgemeinen" berichtet Kiewel in einem Live-Ticker nun von den schrecklichen Erlebnissen. Als der Alarm losging, suchte sie zusammen mit ihrem Hund Schutz in einem kleinen Schutzraum ihres Hauses, verfolgte das Geschehen übers Internet.

ZDF - Fernsehgarten Andrea Kiwi Kiewel in der Unterhaltungsshow ZDF Fernsehgarten am 24.09.2023 in Mainz. Mainz ZDF Fernsehgarten Rheinland-Pfalz *** ZDF Fernsehgarten Andrea Kiwi Kiewel in the entert ...
Andrea Kiewel reiste nach einer Aufzeichnung vom "ZDF-Fernsehgarten" zurück nach Israel.Bild: www.imago-images.de / imago images

"Ich finde keine Worte, die auch nur annähernd beschreiben können, was ich fühle. Mein Magen ist ein einziger Krampf. Ich zittere. Innerlich. Äußerlich. Ich weine. Ich lese und verfolge die News im Sekundentakt und kann es dennoch nicht begreifen", beschreibt Andrea Kiewel ihre Gefühlslage.

Sorge um Freund von Andrea Kiewel

Besonders schlimm für sie: Ihr Freund ist ein ehemaliger Elite-Soldat und will auch jetzt wieder für sein Land kämpfen. "'Andrea. Ich bekam einen Anruf. Ich gehe.' Es sind die Sätze, die ich am meisten gefürchtet habe", beschreibt sie den Moment, als ihr Freund am Samstag angerufen wurde, anschließend in seine Uniform schlüpfte und verschwand. "Er war durch nichts aufzuhalten und er würde bis zum Schluss für Israel kämpfen, auch wenn es sein Leben kostet", ist sie überzeugt. "Alle Männer und Frauen tragen diese Liebe zu ihrem Land hier in sich, das ist in ihrer DNA", sagt sie weiter.

Über die Zeit als Elite-Soldat habe ihr Freund nie gesprochen, erklärt Kiewel, "doch oft sah ich, wie er nachts im Schlaf zuckte, wenn seine schrecklichen Erlebnisse wieder in seinen Träumen waren". Als er das Haus verlässt und in seinem Auto wegfährt, weint Kiewel bitterlich. "Ertrinke in meinen Tränen", schreibt sie weiter.

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Andrea Kiewel will nicht wegrennen

Das Land nun zu verlassen, kommt für Andrea Kiewel nicht infrage. "Natürlich habe ich Angst, aber ich denke nicht daran, wegzurennen", stellt sie klar. "Ich bin selbst jüdisch und liebe dieses Land so sehr, dass es zu meiner Heimat geworden ist."

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Bei Raketenangriffen wurden Häuser in Israel getroffen, auch in Tel Aviv (Foto).Bild: IMAGO images/ITAR-TASS

Sie will stattdessen für ihr Umfeld da sein. "Ich bin den ganzen Tag in Alarmbereitschaft. Ich war mal Rettungsschwimmerin, und das kommt gerade wieder in mir durch. Jetzt erst einmal für andere da zu sein, das hält mich stabil", sagt sie und ist überzeugt: "Wir halten jetzt alle zusammen, um diesen Albtraum durchzustehen."

Ihre Gedanken kreisen jedoch unaufhörlich um ihren Freund. Sie trägt ein T-Shirt von ihm, was ihr Halt gibt. "Weil ich ständig an ihn denke und mich um ihn sorge. So ist er meinem Herzen nah", erklärt sie.

Bilder für ZDF-Moderatorin unerträglich

Wie es zu diesem Angriff auf Israel kommen konnte, obwohl das Land in ständiger Alarmbereitschaft ist und "die besten Sicherheitsapparate und Geheimdienste der Welt hat", fragt sich Kiewel immer wieder. "So ein Überfall muss doch geplant gewesen sein! Wo war die Armee, wo der Mossad? Wie kann es sein, dass man unsere Soldaten im Schlaf überraschen und eiskalt umbringen kann?", sucht sie weiter nach Antworten.

Die Berichte, Bilder und Videos über die aktuellen Geschehnisse in Israel setzen der Moderatorin schwer zu. "Das sind unerträgliche Bilder, die sich mir eingebrannt haben. Soldaten werden hingerichtet, Frauen über Stunden vergewaltigt und gedemütigt, Kinder ihren Eltern entrissen. Es ist purer Terror, der hier stattfindet!", stellt sie bei "Bild" klar. Immer wieder muss sie weinen. "Ich finde keine Worte. Ich habe nur Tränen", sagt sie der "Jüdischen Allgemeinen". Sie weine um die Menschen, "die eiskalt abgeschlachtet werden" sowie um die verschleppten Geiseln. "Die Bilder, auf denen ich schreiende, weinende Kinder sehe, noch im Schlafanzug und sich an ihre Eltern klammernd, sind unerträglich", macht sie deutlich.

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