PASADENA, CALIFORNIA - OCTOBER 10: Heidi Klum attends NBC's

Heidi Klum steht für zahlreiche TV-Formate vor der Kamera. Bild: Presley Ann/Getty Images

Heidi Klum spricht über ihren Karrierestart: "War für niemanden dünn genug"

Der Modelwettbewerb von Thomas Gottschalk war damals der Startschuss für Heidi Klums internationale Karriere. Das ist mittlerweile fast 30 Jahre her. Nachdem sie kurz danach im Jahr 1993 in die USA ausgewandert war, konnte sich das Model einen großen Job nach dem nächsten sichern. Besonders Heidis Cover auf der "Sports Illustrated" sorgte für einen mächtigen Karriereschub. 1997 lief die heute 48-Jährige erstmals für Victoria's Secret über den Laufsteg. Die Zusammenarbeit mit der Unterwäschefirma sollte elf Jahre andauern.

Mittlerweile ist sie nicht nur ein gefragtes Model, sondern begeistert auch die Fans mit ihren Auftritten in zahlreichen Showformaten. Dazu zählt neben "GNTM" auch "America's Got Talent" oder "Making the Cut". Im Interview mit "BodyandSoul" hat Heidi nun offen über den Wandel in der Modebranche gesprochen. Dabei verriet sie auch, warum sie zu Beginn ihrer Modeltätigkeiten kritisiert wurde.

Heidi Klum spricht über Negativerfahrung zu Beginn ihrer Karriere

Zunächst meinte Heidi in Bezug auf die damaligen Schönheitsideale bei Victoria's Secret, dass sie sich nun darüber freue, dass sich das Unternehmen in Bezug auf die Ausrichtung wandelt. "Ich sehe, dass die Marke gerade viele Veränderungen durchmacht – es wird Zeit! Ich freue mich sehr, dass sie verstehen, dass es so viele verschiedene Menschen gibt, die schöne Dinge zum Anziehen haben wollen. Ich freue mich, das zu sehen", so die Mutter von vier Kindern. Nun werden nämlich auch Plus-Size-Models, Transgender oder auch über 30-Jährige für die Kollektionen gebucht.

Zu Beginn ihrer Karriere sei sie selbst mit kritischen Kommentaren konfrontiert gewesen. Heidi erklärte nämlich im Interview weiter: "Als ich 1992 anfing, sagten die Leute: 'Oh nein, du bist viel zu kurvig.' Ich war für niemanden dünn genug. Wenn ich den Leuten das jetzt erzähle, sagen sie: 'Was?'" Und weiter: "Ich sage: 'Ja!' Die Leute sahen mich an, als wäre ich ein Außerirdischer. Außerdem war ich anfangs immer viel zu aufgeregt. Das fiel auch immer negativ auf."

Heidi rückte zudem die Vielfalt innerhalb der Branche in den Fokus, die endlich auch in der Fashion-Industrie mehr und mehr sichtbar werde. Sie betonte: "Es gibt so viele verschiedene Leute da draußen und sie sollten sich alle in den Kampagnen und auf den Laufstegen sehen können."

Nun werde jeder gesehen, gehört und geliebt. Im Zuge dessen sagte sie auch, wie sie selbst den Wandel miterlebt habe. "Ich erinnere mich, als wir vor Jahren anfingen, Frauen mit Kurven vorzustellen und die Designer sagten: 'Was meinst du damit, dass wir ein Plus-Size-Model auswählen müssen?' Ich suchte Models für die Designer für 'Project Runway' aus und dachte mir: 'Das ist dein Job: Als Designer kleidest du Leute ein und es gibt sie in verschiedenen Größen.'"

Sie zeigte sich überzeugt davon, dass immer noch Menschen mit dem besonderen Etwas gesucht werden. Zuletzt manifestierte Heidi bei "GNTM" bereits neue Maßstäbe, denn die 16. Staffel stand ganz im Zeichen von Diversität. Im Finale setzte sich Transgender-Model Alex gegen Petite-Model Romina, Curvy-Model Dascha und Model Soulin mit syrischen Wurzeln durch.

Heidi stellte im Rahmen einer Pressekonferenz zur Sendung klar: "Für mich war 'Germany's next Topmodel' nie ein blondes Mädchen mit blauen Augen. Ich wollte schon immer sehen, was Deutschland zu bieten hat." Für die neue Bewerbungsrunde hat sie nun auch explizit "die älteren Damen" angesprochen, die ihrem Aufruf folgen sollen, denn nach oben gebe es für sie keine Altersgrenzen mehr.

(iger)

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