Maneskin from Italy receive the trophy after winning the Grand Final of the Eurovision Song Contest at Ahoy arena in Rotterdam, Netherlands, Saturday, May 22, 2021. (AP Photo/Peter Dejong)

Måneskin aus Italien sorgten gegen Ende des ESC für einen Schockmoment. Bild: ap / Peter Dejong

Drogen beim ESC? Sieger-Band sorgt für Schockmoment

Das Finale des ESC am Samstagabend ging weitgehend ohne allzu kontroverse Momente über die Bühne, doch bei der Stimmenauswertung kam es dann doch noch zu einer unerwarteten Szene: Als die späteren Sieger Måneskin eingeblendet wurden, sah es kurz so aus, als würde Sänger Damiano David auf dem Tisch vor sich Drogen konsumieren, während die Show in Millionen Haushalte übertragen wurde. Ein Missverständnis oder wirklich eine Aktion, die eine nachträgliche Disqualifikation und Aberkennung des Gewinner-Titels nach sich ziehen muss?

Der Musiker beugte sich über den Tisch und schien eine Linie Kokain zu konsumieren, wobei die Sicht für das TV-Publikum durch Flaschen allerdings ein wenig versperrt war. Später dann die Erleichterung: Damiano versicherte in der anschließenden Pressekonferenz, dass ein falscher Eindruck entstanden war.

Italienische Band sorgt für ESC-Verwirrung

In sozialen Netzwerken machte die Szene schnell die Runde und sorgte für Aufregung, teilweise aber auch Erheiterung. Schließlich würde niemand bei einem Großevent wie diesem derart fahrlässig sein, oder? Jedoch gab es durchaus Twitter-User, die bereits sicher urteilten: Da waren Drogen im Spiel.

Sieger versichert: Keine Drogen beim ESC

In der Pressekonferenz wurde Damiano dann mit dem potentiellen Eklat konfrontiert und ließ auch gleich die von vielen erhoffte Klarstellung folgen. Der Gitarrist der Band habe lediglich ein Glas zerbrochen. Zudem bekundete der Frontmann:

"Ich nehme keine Drogen. Ich nehme kein Kokain. Niemals."

In der Nacht zum Sonntag postete die Band auch noch ein Statement über ihren offiziellen Instagram-Kanal. In der entsprechenden Story erklären sie sich bereit, noch im Nachgang einen Drogentest zu absolvieren, um ihre Unschuld zu beweisen: "Wir sind wirklich schockiert darüber, dass manche Leute sagen, Damiano würde Drogen nehmen. Wir sind gegen Drogen und haben nie Kokain konsumiert. Wir sind bereit, getestet zu werden, denn wir haben nichts zu verbergen."

Update: Bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) ist man offenkundig verunsichert. Auch die Beschwichtigungen des Musikers reichen ihnen nicht aus. "Wir sind uns über die Spekulationen rund um das Verhalten des Gewinners aus Italien beim Eurovision Song Contest vom letzten Abend im Green Room bewusst und werden in der Sache ermitteln“, kündigt Dave Goodman von der Pressestelle der EBU am Sonntagmittag in der "Bild" an.

(ju)

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