Jauch schilderte bei "Wer wird Millionär?" eines der größten Malheure seiner Karriere.
Jauch schilderte bei "Wer wird Millionär?" eines der größten Malheure seiner Karriere.Bild: RTL/Stefan Gregorowius
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"Wer wird Millionär?": Günther Jauch offenbart folgenschweren Patzer

28.12.2022, 21:50
Michael Eichhammer

Früher war mehr Lametta, doch abgesehen davon schöpften die Deko-Zuständigen bei RTL für das große Weihnachts-Zockerspecial von "Wer wird Millionär?" aus dem Vollen: Günther Jauch und seine Kandidat:innen am 26. Dezember zwischen all dem Festtags-Grün zu entdecken, erinnerte bisweilen an ein Wimmelbild-Spiel. Nicht nur ein Weihnachtsbaum war aufgestellt, sondern gleich zwei. So wie es in dem Sondersendung-Marathon ja auch nicht nur um eine Million Euro ging, sondern zwei Millionen im Jackpot warteten. Weshalb Günther Jauch zunächst sprachlos war, hatte aber einen anderen, weitaus profaneren Grund.

"Ich weiß nicht, wo das ist", gab der Moderator zu, als Simone Schneider-Stenkewitz ihren Wohnort nannte. Die Lehrerin lebt mit ihrem Mann in Barth an der Ostseeküste. Dass sie den Gatten gleich zweimal geheiratet hatte, faszinierte Jauch dagegen. Unterbrochen von drei Jahren in Scheidung waren die beiden nun 30 Jahre zusammen.

Nachdem im Zocker-Special bekanntermaßen strengere Regeln gelten, wollte Simone Schneider-Stenkewitz um jeden Preis vor der erfolgreich gelösten 16.000-Euro-Frage keinen der vier Joker anfassen. Sonst wären alle anderen verloren.

Simone Schneider-Stenkewitz schwelgte bei "Wer wird Millionär?" mit Günther Jauch in Erinnerungen.
Simone Schneider-Stenkewitz schwelgte bei "Wer wird Millionär?" mit Günther Jauch in Erinnerungen.Bild: RTL / Stefan Gregorowius

Günther Jauch peinlich berührt

Als die Kandidatin auch die 32.000-Euro-Marke ohne Hilfe erklomm, wechselte Günther Jauch in den Smalltalk-Modus. Dass Simone Schneider-Stenkewitz ebenfalls beim Fernsehen gearbeitet hatte, interessierte ihn. Das allerdings war lange her. Ihre Karriere beim österreichischen Regionalfernsehen vor 20 Jahren war schnell vorbei, da die Zuschauer:innen sich nicht mit ihrem dialektfreien Hochdeutsch anfreunden konnten.

Das triggerte Jauch. Seine Erinnerung an eines der größten Malheure seiner Karriere war ebenfalls eine Jugendsünde:

"Ich hatte beim Bayerischen Rundfunk mal sechs Monate Mikrofonverbot, weil ich bei einer Reportage über das Oktoberfest statt vom 'Hendl' vom 'Händel' gesprochen habe, also wie der Komponist."

Jauch hielt sich bei der Erinnerung beide Hände vors Gesicht. Auch ein echter Unterhaltungs-Star fängt eben klein an.

Mann von "WWM"-Kandidatin stirbt "Tausend Tode"

Doch bei Jauch lief es für Simone Schneider-Stenkewitz deutlich besser als dereinst im österreichischen Fernsehen. Deswegen lamentierte der Moderator bald: "Sie haben noch alle vier Joker und stehen schon bei 125.000." Als die Kandidatin verspricht, die Hilfsangebote nun einzusetzen, bedankt sich Jauch: "Das ist ein Versprechen, das auch mich wieder aufrichtet."

Dass sie bei der nächsten Frage aber gleich drei ihrer vier Joker auf einmal verplempert, ist sicher nicht als Rücksichtnahme auf das Ego des Moderators zu deuten, sondern als Zeichen eines ausgeprägten Sicherheitsdenkens. "Welcher Fluss passiert auf seinem Weg durch Deutschland gleich fünf Dreiländerecke von Bundesländern?" Zur Wahl standen: Elbe, Rhein, Main und Donau. Der Publikumsjoker bestätigte zu 93 Prozent das Bauchgefühl der Kandidatin und die Tendenz des Zusatzjokers aus dem Saal: Elbe.

Danach ging es um eine Viertelmillion: "Was wird bisweilen mit Begriffen wie Korallenstein, Ventilstein, Hirschgeweihstein und Ausgussstein näher beschrieben?" Schornsteine, Edelsteine, Nierensteine oder Grabsteine? Der Telefonjoker wusste keinen Rat. "Jetzt stehen wir da im Zocker-Special. Wo ich eigentlich immer zocke und immer denke: Verlass dich auf dein Bauchgefühl", dachte Simone Schneider-Stenkewitz laut. Sie nahm an, dass ihr Mann "hinten gerade Tausend Tode stirbt".

Kandidat interpretiert Jauchs Körpersprache falsch – und stürzt ab

"Es kann eigentlich nichts anderes sein, aber ich traue mich nicht", umschrieb sie ihre Tendenz zu "Nierensteine". Jauch konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und verschränkte genüsslich die Arme hinter dem Kopf. Am Ende siegte die Vernunft, und die Kandidatin gab auf. Ihr Bauchgefühl wäre richtig gewesen, 125.000 Euro waren trotzdem die höchste Gewinnsumme des Abends. Jauch verabschiedete Simone Schneider-Stenkewitz mit einem netten Kompliment: "Sie wären für eine Viertelmillion gut gewesen."

Der Hamburger Medizinstudent Paul Reza Nemati erspielte 64.000 Euro. Dr. Daniel Bauer aus Berlin wollte die 16.000er-Marke ohne Joker schaffen, setzte alles auf eine Karte und stürzte auf 1.000 Euro. Lisa Marie-Schnell ging mit 16.000 Euro. Vorher durfte sie noch ihre Anekdote erzählen aus der Zeit als Praktikantin beim Radio. Der peinlichste Moment: Statt Katy Perry bei deren Besuch die Aufzugtür aufzuhalten, ging die Tür direkt vor dem Popstar zu. Katy Perry nahm es gelassen.

Dr. Knut Are Beuck amüsierte Jauch mit dem Versuch, neue Regeln zu erfinden.
Dr. Knut Are Beuck amüsierte Jauch mit dem Versuch, neue Regeln zu erfinden.Bild: RTL / Stefan Gregorowius

Dr. Knut Are Beuck glaubte, die richtige Antwort auf die 4.000-Euro-Frage anhand von Jauchs unbewusster Körpersprache ablesen zu können. Das missglückte und er ging mit nur 1.000 Euro. Rita Wachholz aus Erftstadt erspielte 32.000 Euro, ebenso wie Claudia Schäfer aus Berlin

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