Handball-WM
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Patrick Groetzki (l.) und Steffen Weinhold (Deutschland,re.) stoppen Sergei Mark Kosorotov (Russland) beim Spiel Russland gegen Deutschland der Handball- WM 2019 der Maenner am 14.01.2019 in der Mercedes-Benz Arena in Berlin Handball - WM 2019 - Gruppe A - Deutschland - Russland *** Patrick Groetzki l and Steffen Weinhold Germany re stop Sergei Mark Kosorotov Russia at the match Russia vs. Germany of the Handball World Championship 2019 of Men on 14 01 2019 in the Mercedes Benz Arena in Berlin Handball World Championship 2019 Group A Germany Russia Russia

Bild: imago sportfotodienst

Handball-Krimi: Deutschland verspielt Sieg gegen Russland

Es war ein richtiger Handball-Krimi: Bei der WM der Männer in Berlin hat die deutsche Mannschaft am 3. Spieltag in der Gruppe A gegen Russland unentschieden gespielt und damit den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde verpasst.  

Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop musste sich gegen Russland mit einem 22:22 (12:10) begnügen und steht auf ihrer Medaillen-Mission vor dem wegweisenden Duell gegen Frankreich am Dienstag (20.30 Uhr/ZDF) unter Druck. Der letzte Freiwurf von Steffen Fäth landete in der Schlusssekunde in der Abwehrmauer.

Der letzte Freiwurf von Steffen Fäth landete in der Schlusssekunde in der Abwehrmauer.

Bei einem Unentschieden gegen Titelverteidiger Frankreich hätte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) die Hauptrunde erreicht, bei einer Niederlage wäre das angestrebte Halbfinale schon in Gefahr. Bester deutscher Werfer vor 13.500 Zuschauern in Berlin war wieder einmal Kapitän Uwe Gensheimer mit acht Toren.

Nach den lockeren Erfolgen gegen Korea (30:19) und Brasilien (34:21) stieß der Gastgeber auf deutlich mehr Gegenwehr. Das bisher so starke Abwehr-Bollwerk um den Mittelblock mit Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek hatte mit den beweglichen Russen einige Mühe, Torhüter Andreas Wolff kam zudem auch nicht so gut ins Spiel.

Handball-WM 2019: Was Fans über Fußball denken

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Video: watson/Marius Notter, Katharina Kücke

Die DHB-Auswahl ging daher erst durch den starken Kieler Steffen Weinhold beim 4:3 erstmals in Führung (7.). Das Duell der Ex-Weltmeister blieb aber hart umkämpft, die Russen ließen sich nicht abschütteln. Prokop richtete daher in der ersten Auszeit eine klare Forderung an seine Defensive: 

"Das muss aggressiver sein."

Prokop

Seine Spieler gehorchten und griffen in der Deckung in der Folge etwas beherzter zu. Dafür leistete sich das deutsche Team nun im Angriff einige überhastete Aktionen und Stürmerfouls. Die russische 5:1-Deckung bereitete dem EM-Neunten einige Probleme. Für die Zwei-Tore-Führung zur Pause musste der Favorit daher in die Trickkiste greifen. Nach einem sehenswerten Rückhandanspiel des Berliners Fabian Wiede traf Kreisläufer Pekeler zum 12:10.

Der deutsche Kader bei der Handball-WM:

"Zehn Gegentreffer sind eigentlich in Ordnung. Wir verlieren aber zu viele Eins-gegen-eins-Situationen. Wir müssen ein paar technische Fehler weniger und mehr Druck machen", sagte Teammanager Oliver Roggisch vor den zweiten 30 Minuten.

Der Start in die zweite Halbzeit war vielversprechend.

Weinhold hämmerte den Ball nach einer kraftvollen Einzelaktion zum 15:11 unter die Latte (35.). Die einstige Handball-Großmacht Russland blieb aber in Schlagdistanz, auch weil sich die DHB-Auswahl im Positionsspiel in der Offensive immer schwerer tat.Der Einsatz stimmte aber und in der kritischen Phase Mitte des zweiten Durchgangs war auf die deutschen Topstars Wolff und Gensheimer Verlass.

Der Kieler Schlussmann kam immer mehr auf Betriebstemperatur, der Linksaußen von Paris St. Germain traf mit einem sehenswerten Dreher zum 17:14 (46.).Die Partie blieb aber packend. Als die Russen auf ein Tor herangekommen waren, behielt Gensheimer beim Siebenmeter die Nerven und traf per Herber zum 21:19 (58.). Nach einem Fehlpass des Berliners Paul Drux glichen die Russen zum 21:21 aus (59.). Fabian Böhm brachte die deutsche Auswahl noch einmal in Front, doch neun Sekunden vor dem Abpfiff wurde der Gastgeber aus seinen Siegträumen gerissen.

(hd/afp)

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Video: watson/Katharina Kücke, Marius Notter

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