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Whatsapp: Angebliche Änderung sorgt für Verwirrung

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Whatsapp gilt weltweit noch heute als der beliebteste Messenger-Dienst. Bild: imago images / Jaap Arriens
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Whatsapp: Angebliche Änderung sorgt für Verwirrung

19.09.2023, 07:09
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Schon vor mehr als zehn Jahren ging Whatsapp an den Start und revolutionierte damit den Bereich der Direktnachrichten, wie keine Marke es danach geschafft hat. Konnte man vor 2010 lediglich über SMS oder MMS miteinander kommunizieren, war plötzlich Chatten wie am PC auch auf dem Handy möglich.

Heute sind die Möglichkeiten des Messagings quasi grenzenlos, in verschiedensten Apps sind nicht nur Text- und Bildnachrichten möglich, auch Umfragen oder Sprachnachrichten können mittlerweile verschickt werden. Eine Kleinigkeit hebt Whatsapp jedoch von den anderen großen Social-Media-Plattformen ab. Dass gerade hierzu nun Änderungen diskutiert werden, erhitzt entsprechend besonders die Gemüter.

Bericht prognostiziert mögliche Werbung bei Whatsapp

Konkret geht es um einen Bericht der "Financial Times", der sich auf Aussagen aus dem engeren Vertrautenkreis von Whatsapp stützen sollen. Demnach will der Mutterkonzern Meta die App monetarisieren und diskutiert aktuell den Einbau von Werbung in den Messenger.

Werbeanzeigen sind bei Messenger-Diensten generell nicht ungewöhnlich. In der Messenger-App von Meta selbst erscheinen zwischen den einzelnen Chats mitunter Werbeblocks, bei vielen Mail-Diensten gibt es ähnliche Features.

Bei Whatsapp besteht bei einer tatsächlichen Einführung von Werbeanzeigen ein hohes Risiko, dass Nutzer:innen zu Konkurrenzunternehmen wie Telegram oder Signal abwandern. Auch hier gibt es keine Fremdwerbung innerhalb der App.

Entsprechend schnell reagierte auch der Konzernchef von Whatsapp, Will Cathcart, auf X. "Diese Story ist falsch. Wir machen das nicht", stellte er klar.

Ein Unternehmenssprecher hatte zuvor ebenfalls erklärt, dass keinerlei Testversionen mit einer entsprechenden Implementierung geplant seien. Man könne allerdings nicht ausschließen, dass das Thema im Unternehmen diskutiert worden ist.

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Den zweiten Leak, den die vertrauten Personen gegenüber der "Financial Times" vorstellten, war eine mögliche Bezahlversion von Whatsapp, die Nutzer:innen auch künftig eine werbefreie App garantieren würde. Auch hierzu habe es allerdings noch keine konkrete Entscheidung gegeben.

Gründer von Whatsapp versprach einst: Keine Werbung!

Die angeblichen Änderungsvorschläge stoßen vor allem wegen des eigentlichen Mantras von Whatsapp auf viel Kritik. Noch vor der Übernahme durch den Meta-Konzern hatte einer der beiden Gründer der App, Brian Acton, versprochen: "No ads! No games! No gimmicks!" (auf deutsch: "Keine Werbung! Keine Spiele! Keine Tricks!").

Bisher können Unternehmen Whatsapp lediglich für direktes Marketing nutzen, dem Kund:innen zuvor zugestimmt haben. So verschickt etwa Rewe regelmäßig Angebote per Direktnachricht an Abonnent:innen.

Bis heute gilt Whatsapp mit zwei Milliarden Nutzer:innen als der beliebteste Messengerdienst. Mit seinem eigenen Messenger auf Platz 2 rangiert der Meta-Konzern damit gleich doppelt an der Spitze.

Früherer Semesterstart: NRW-Regierung will Familien entlasten

Geht es nach dem Willen der schwarz-grünen Regierungskoalition, sollen die Semester an den Universitäten in Nordrhein-Westfalen in Zukunft früher beginnen. Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU) hat den Auftrag, in einem gemeinsamen Antrag für das nächste Landtagsplenum, "mit den Universitäten einen Dialog darüber zu führen, ob das Semester wie an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften bereits im September beziehungsweise März beginnen kann".

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