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Wetter in Deutschland: Experte hat bittere Unwetter-Prognose für EM-Start

Der Start der EM könnte jüngsten Wetter-Prognosen zufolge in Gefahr sein.
Der Start der EM könnte jüngsten Wetter-Prognosen zufolge in Gefahr sein.Bild: IMAGO images/Schüler
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Unwetter-Alarm: Wetter-Experte fällt düstere Prognose für EM-Start

22.05.2024, 17:22
Mehr «Nachhaltigkeit»

Die Aufräumarbeiten im Saarland und in Rheinland-Pfalz sind im vollen Gange. Am vergangenen Pfingstwochenende haben Unwetter eine Schneise der Verwüstung hinterlassen – Der Dauerregen hat zu Überflutungen und Erdrutschen, überschwemmten Straßen und Kellern geführt. Noch ist die Höhe der Schäden unklar.

Nun heißt es hier aber erst einmal: aufatmen!

Es kam zu keinen weiteren wetterbedingten Einsätzen, sagte ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Saarbrücken am Mittwochmorgen. Anders sah es hingegen in Bayern aus. Regenmassen haben in der bayrischen Oberpfalz und Oberfranken Straßen und Keller geflutet, es gab zahlreiche Polizei- und Feuerwehreinsätze.

Unwettergefahr in den nächsten Tagen weiter hoch

Ein Ende der Unwetterlage in Deutschland ist nicht in Sicht. Sie ziehen einfach weiter.

Am Mittwoch trifft es den Norden und Nordosten. Vor allem Regionen von Schleswig-Holstein bis nach Vorpommern und zur Uckermark sollen die unangenehme Wetterlage zu spüren bekommen. Laut DWD-Meteorologe Marco Manitta sind 30 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich.

Auch in den kommenden Tagen bleibe die Unwettergefahr erhöht, prognostiziert Manitta.

Und: Sie könnten uns sogar bis in den Juni hinein begleiten.

Wetter-Experte: Unwetterlage könnte auch im Juni bestehen

"Wenn man sich die Wetterkarten der nächsten zehn bis 14 Tage anschaut, dann kommt man schon so ein klein wenig ins Grübeln", sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von "Wetter.net" am Mittwochmorgen. Man frage sich, wo das noch enden soll. Die feuchten Luftmassen würden erst einmal bleiben. Hinzu käme die Wärme. Anfang Juni etwa würden sich teilweise Hitzetage mit Temperaturen von 30 Grad und mehr andeuten, sagt Jung.

Warme Luftmassen könnten mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Anfang des Monats könnte es also möglicherweise zu weiteren heftigen "Starkregenereignissen" kommen, vermutet er. Der Wetter-Experte sagt:

"Insgesamt könnte diese Unwetterlage auch im Juni Bestand haben. Das wäre wirklich eine sehr spannende, aber auch sehr gefährliche Wetterentwicklung."

Start der Fußball-EM in Deutschland womöglich in Gefahr

Und eine Entwicklung, die dementsprechend auch ein Großereignis in Deutschland treffen könnte: die Fußball-Europameisterschaft der Männer. Es sind nur noch wenige Wochen, bis die EM in Deutschland startet. Am 14. Juni geht es los und Gastgeber Deutschland trifft beim Eröffnungsspiel in München auf Schottland.

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Bei einer EM im Juni rechnen Fußball-Fans wohl eher mit Public Viewing bei sommerlichem Wetter unter freiem Himmel. Ob die Unwetterlage das zulässt, oder ob Public Viewing nur drinnen möglich sein wird, bleibt abzuwarten. Die Prognosen lassen düsteres vermuten.

Wetter in Süddeutschland entspannt sich endlich – vereinzelte Gewitter

Nach den verheerenden Überschwemmungen in Bayern und Baden-Württemberg mit mehreren Toten lässt das Extremwetter in den nächsten Tagen endlich nach. Fast das ganze Wochenende hatte es im Süden und Südwesten Deutschlands heftig geregnet, Flüsse waren übergetreten, Wohngebiete evakuiert worden.

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