Sébastien Haller ist zurück. Durch eine Hodenkrebserkrankung ist der Stürmer, der erst im Sommer für 31 Millionen Euro vom BVB verpflichtet wurde, mehrere Monate ausgefallen. Nach mehreren Operationen und einer Chemotherapie war Haller nun erstmalig wieder beim Training. Dazu schrieb er eine emotionale Botschaft.
Zuerst meldeten sich Haller und der BVB mit einer Videobotschaft an ihre Fans. Dort berichtete der Ivorer strahlend, "endlich wieder zurück" zu sein. Dabei wurde er jedoch auch etwas emotional und erklärte:
Jetzt freue er sich darauf, die BVB-Fans wieder im Stadion zu sehen und "ein paar Siege zu holen". Kurz darauf postete Sébastien Haller noch zwei Fotos von seinem Training, zu denen er seine Botschaft noch einmal wiederholte und den Fans ein frohes neues Jahr wünschte. Dort kündigte er an, dass er 2023 wieder auf dem Spielfeld stehen werde. Außerdem habe ihn 2022 trotz alledem "auf all die neuen Herausforderungen vorbereitet, die 2023 auf mich zukommen werden".
Etliche Vereine und andere Top-Spieler kommentierten das Comeback von Haller, darunter etwa Nico Schlotterbeck und auch der ebenfalls 2022 an Hodenkrebs erkrankte Timo Baumgartl. Der Innenverteidiger von Union Berlin erhielt seine Diagnose nur wenige Monate vor Haller und trainiert schon seit August wieder.
Aufgrund ihres gleichen Schicksals hatten sich die beiden Spieler mehrfach ausgetauscht. Ähnlich erging es auch Marco Richter und Jean-Paul Boëtius von Hertha BSC, die ebenfalls einen Hodentumor hatten, nach einer Operatorin allerdings keine Chemotherapie benötigten.
Sébastien Haller war einer der Top-Zugänge des BVB, weshalb sein Ausfall auch den Verein vor die Herausforderung stellte, kurzfristig einen Ersatz zu finden. Nun hat Haller erstmals die Zeit und die Kraft, richtig bei den Dortmundern anzukommen.
Wie die "Ruhr Nachrichten" berichten, werde er daher auch mit nach Spanien ins BVB-Trainingslager fahren. Wann der Ivorer jedoch tatsächlich wieder einsatzbereit für die Bundesliga ist, bleibt abzuwarten. Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl versicherte der "Bild" allerdings schon, dass der Verein ihn auf diesem Weg weiter begleiten wolle.