Das Mega-Konzert in München von Rammstein stand bisher unter keinem guten Stern.
Das Mega-Konzert in München von Rammstein stand bisher unter keinem guten Stern. Bild: imago images / imago images

Nach langer Diskussion um Rammstein-Konzert: Veranstalter trifft drastische Entscheidung

16.08.2022, 18:41

Bei Rammstein läuft es aktuell im Zick-Zack: Erst vergangene Woche hat die Band für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt, weil ein geplantes Konzert die Stadt München regelrecht gespalten hatte. Jetzt kam es zu einer weiteren überraschenden Entwicklung.

Kürzlich hat der Veranstalter Klaus Leutgeb (Organisator etwa von Andreas-Gabalier- oder Helene-Fischer-Konzerten), der Stadt München angeboten, Rammstein in der Silvester-Nacht auf der Theresienwiese spielen zu lassen. Aus verschiedenen Gründen hat diese Idee nicht nur für Gegenstimmen, sondern für einen regelrechten Streit innerhalb des Stadtrats gesorgt.

Die wichtigsten Gründe für den Streit waren die ohnehin hohe Auslastung der Polizei zu Silvester, aber auch die geringe verbleibende Zeit, um das Event zu planen.

Rammstein-Konzert: Überraschende Wende

Trotz Auseinandersetzung hat sich die Mehrheit schließlich für das Konzert entschieden. München könne damit ein Signal der "Coolness, der Lockerheit und der Weltoffenheit" senden, sagte dazu CSU-Fraktionsvorsitzender Manuel Pretzl. Einzige Bedingung war: Der Veranstalter sollte ein gutes Sicherheitskonzept für das Event vorlegen.

Jetzt kam allerdings die Kehrtwende: Das Konzert ist nun abgesagt. Nach dieser großen Diskussion um das Konzert war es nun ausgerechnet der Veranstalter selbst, der das Angebot nun zurückgezogen hat – was vonseiten des Stadtrates für enttäuschte Reaktionen gesorgt hat. Anne Hübner, Fraktionsvorsitzende der SPD in München, twitterte: "All die politische mediale Aufregung für nichts."

Seine Entscheidung hat Leutgeb am Dienstagvormittag in einer Videokonferenz mit den Genehmigungsbehörden verkündet. Dabei erklärte er, dass ihm die Hürden, die dem Konzert im Weg standen, zu hoch seien, um das Event zu planen. Welche Punkte dabei genau für ihn ausschlaggebend waren, blieb offen. Sicher betrifft es jedoch einige der Argumente, die schon zuvor für Streit gesorgt hatten.

Die anschließende Pressemitteilung war kurz und knapp. Lediglich in zwei Sätzen war dort formuliert, dass man sich "einvernehmlich" dazu entschieden habe, und zwar aus Gründen der Vernunft. Im konkreten Wortlaut schrieb Leutgeb unter anderem: "Eine Veranstaltung muss für alle Beteiligten funktionieren, weshalb ich als Veranstalter aus Gründen der Vernunft entschieden habe."

(ras)

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