31 Tage - 31 Frauen
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"Pragmatisch die Welt retten." Darunter macht sie es nicht: Katharina Schulze. Bild: Imago/Sven Simon/Getty Images/Montage Watson

Sie gewann die Bayern für Grün – Das ist Katharina Schulze

31 Tage, 31 Frauen. Im Monat März stellen wir anlässlich des "Women's History Month" bei watson jeden Tag eine bemerkenswerte Frau vor. Tag 23: Das bayerische Gesicht der Grünen, Katharina Schulze.

Man könnte Katharina Schulze als große Rädelsführerin gegen die CSU bezeichnen. Eine Gegnerin für die Christsozialen im Herzen Bayerns, die tausende Demonstranten auf der Straße anführen kann – und die den liberalen Zeitgeist von Städten wie München oder Nürnberg verstanden hat.

Die 33-Jährige führt die Grünen im bayerischen Landtag an – bundesweit wurde sie wohl durch ihren Kampf gegen die bayerischen Polizeigesetze bekannt. Es folgte ein fulminanter Landeswahlkampf. Dort führte Schulze ihre Partei auf einmal auf den zweiten Platz. Die CSU verlor an diesem Tag zehn Prozentpunkte im Vergleich zur vorherigen Landtagswahl – die Grünen verdoppelten sich auf 17,6 Prozent. Ein großer Teil dieses Erfolgs dürfte an der Fähigkeit von Schulze gelegen haben, die liberalen Bürger des Landes für die Grünen zu begeistern.

Was macht sie?

Geboren wurde Schulze am Ammersee – und ist doch irgendwie echte Münchnerin. An Ludwig-Maximilians-Universität studierte sie Interkulturelle Kommunikation, Politikwissenschaft und Psychologie.

Schon seit 2008 arbeitet sie politisch für die Grünen – für Themen wie Gender und Umweltschutz. Schulze war aber auch bei zahlreichen lokalen Wahlkämpfen und Kampagnen (etwa gegen die olympischen Winterspiele in Bayern) federführend.

Was macht sie besonders?

Schulze ist, was man neudeutsch eine echte Campaignerin nennt. Wer öfter einmal mit ihr gesprochen hat, weiß, dass sie die richtigen Worte finden kann, um zu überzeugen. Sie mischt Begeisterung, Inhalte aber auch Überzeugung zu einem Cocktail zusammen, der vor allem liberalen Städterinnen wahnsinnig gut zu schmecken scheint. Das wurde etwa klar, als Schulze klare Worte zum Thema der rechtsradkialen Proteste in Chemnitz fand.

Damit wird sie zum prototypischen Beispiel für eine Politikerin des "neuen Bürgertums" und ist ein wichtiges Puzzleteil im Erfolgsplan der Grünen, bald auf Bundesebene eine Regierung zu stellen. Entscheidet sich Schulze dann für Berlin, stehen ihr wohl viele Wege in der Bundespolitik offen.

Was würde sie ihrem jüngeren Ich raten?

"Das kalte Wasser wird nicht wärmer, wenn man später springt. Also: Herausforderungen annehmen und einfach machen."

Mehr Frauen, die du kennen solltest:

31 Frauen-Porträts bei watson.de

Anlässlich des "Women's History Month" stellen wir euch 31 bemerkenswerte Frauen vor – Frauen, die in den unterschiedlichsten Bereichen Außerordentliches leisten.

Hier könnt ihr, sobald erschienen, alle Folgen nachlesen:

1. Kristina Hänel
2. Sasha Marianna Salzmann
3. Mahret Ifeoma Kupka
4. Nura
5. Gina Lückenkämper
6. Ria Schröder
7. Christiane Nüsslein-Vollhard
8. Kübra Gümüşay
9. Steffi Jones
10. Laura Gelhaar
11. Malu Dreyer
12. Suzie Grime
13. Aya Jaff
14. Raphaela Vogel
15. Barbara Stollberg-Rilinger
16. Mithu Sanyal
17. Katrin Suder
18. Ebow
19. Julia Görges
20. Doro Bär
21. Sibel Schick
22. Luisa Neubauer
23. Katharina Schulze
24. ...

100 Jahre Frauenwahlrecht

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Video: watson/katharina kücke

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Darf man diese AfD-Politiker Neonazis nennen? Zwei Dresdner Gerichte sagen Ja

Seit ihrer Gründung vor sechs Jahren ist die AfD immer weiter nach rechts gerückt. Von Lucke zu Petry zu Gauland. Von der Anti-Euro-Partei zur Anti-Flüchtlingspartei. Antisemitismus-Skandale folgten auf Reden im Nazi-Duktus. Rassistische Ausfälle von Politikern der Partei sind mittlerweile mehr die Regel als die Ausnahme. Als Rechtsextremisten oder gar Neonazis wollen sich AfD-Politiker allerdings nicht bezeichnen lassen.

Zwei sächsische AfD-Politiker wehrten sich nun sogar juristisch dagegen. …

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