Frauen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bild

"Follow your passion – mach, was dir wirklich Freude macht, wo dein Herz ist", sagt Katrin Suder. Bild: Imago/Getty Images/Montage watson

Die Frau auf Putins Liste – Das ist Katrin Suder

31 Tage, 31 Frauen. Im Monat März werden wir anlässlich des "Women's History Month" bei watson jeden Tag eine bemerkenswerte Frau vorstellen. Tag 17: Die Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung: Katrin Suder.

Allein unter Männern. Das kennt Katrin Suder nur zu gut. Das Alleinstellungsmerkmal Frau begleitet die heute 46-Jährige quasi von Beginn ihres Physikstudiums an. Auch als spätere Spitzen-Unternehmerin bei McKinsey ist sie die erste und einzige weibliche Direktorin von insgesamt 63 Führungskräften in Deutschland.

Was macht sie?

Heute ist sie Vorsitzende des Digitalrats, quasi oberste Beraterin der Bundesregierung bei Fragen rund ums Netz. Sie soll zusammen mit einem zehnköpfiges Gremium das Land in die digitale Spur bringen. Das kann sie, weil die gebürtige Mainzerin sich als Physikerin früh mit neuronalen Netzen und Fragen der künstlichen Intelligenz beschäftigt. Zuvor arbeitet sie 14 Jahre als Unternehmensberaterin. Bei McKinsey will sie "fühlen, was ich nicht bin". Im Sommer 2014 dann ruft Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen an, fragt, ob sie nicht ins Ministerium wechseln wolle. Will sie. Suder wird Staatssekretärin im Verteidigungsministerium. 2018 folgt der schließlich Wechsel in den Digitalrat.

Was macht sie besonders?

Früh setzt sich Suder für sogenanntes Diversity Management ein. Für ein gleichberechtigtes Miteinander von Mitarbeitern unterschiedlichster sexueller Orientierung. Sie selbst lebt mit einer Frau zusammen und hat zwei Kinder.

Bereits in ihrer Funktion als Unternehmensberaterin gilt Suder als Gestalterin, die mitunter unkonventionelle Wege geht. Das erhofft sich auch die Verteidigungsministerin von Suder als sie Suder zur Staatssekretärin macht. Alte Zöpfe abschneiden, die refombedürftige Bundeswehr auf Vorderfrau bringen und die Transformation weg von einer Verteidigungsarmee zu einer modernen Streitkraft vorantreiben. Suder passt perfekt ins Profil.

Der Abschied folgt dann 2018. Suder wird Vorsitzende des Digitalrats. Im Verteidigungsministerium gibt es offenbar Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Rüstungsaufträgen. Nicht nicht nur die Chefin Suders, Ursula von der Leyen, gerät in die Kritik, sondern auch Suder selbst. Die dürfte eine Rolle im erst kürzlich eingesetzten Untersuchungsausschusses des Bundestags zur Berateraffäre spielen.

Eine besondere Ehre wird Katrin Suder 2015 zu Teil. Sie steht plötzlich auf der Sanktionsliste, die Putin gegen acht deutsche Politiker verhängt. Ihnen wird die Einreise nach Russland verboten. Mehr Auszeichnung geht nicht für eine Demokratin. Suder selbst hatte sich für die Aufrüstung des russischen Nachbarlandes Litauen eingesetzt.

Was würde sie ihrem jüngeren Ich raten?

watson sagte sie:

"Follow your passion – mach, was dir wirklich Freude macht, wo dein Herz ist; denn dann ist es viel wahrscheinlicher, dass du erfolgreich sein wirst, auch im Umgang mit Vorbehalten und Hindernissen und, sollte es dennoch nicht klappen, dann hast du deine Zeit wenigstens damit verbracht, was du gerne tust."

(ts)

Mehr Frauen, die du kennen solltest:

31 Frauen-Porträts bei watson.de

Anlässlich des "Women's History Month" stellen wir euch 31 bemerkenswerte Frauen vor – Frauen, die in den unterschiedlichsten Bereichen Außerordentliches leisten.

Hier könnt ihr alle Folgen nachlesen:

1. Kristina Hänel
2. Sasha Marianna Salzmann
3. Mahret Ifeoma Kupka
4. Nura
5. Gina Lückenkämper
6. Ria Schröder
7. Christiane Nüsslein-Vollhard
8. Kübra Gümüşay
9. Steffi Jones
10. Laura Gehlhaar
11. Malu Dreyer
12. Suzie Grime
13. Aya Jaff
14. Raphaela Vogel
15. Barbara Stollberg-Rilinger
16. Mithu Sanyal
17. Katrin Suder
18. ...

100 Jahre Frauenwahlrecht

abspielen

Video: watson/katharina kücke

Das könnte dich auch interessieren:

Lasst Barbie in Ruhe! Verteidigung einer unterschätzten Frauenikone

Link zum Artikel

1 Jahr nach MeToo: Welche 9 Hashtags noch heute weiterleben

Link zum Artikel

Und wie würde ein männlicher Autor dich beschreiben?

Link zum Artikel

"Wir sind wie Menschen zweiter Klasse", sagt die Anführerin des US-Cheerleader-Aufstands

Link zum Artikel

"Komm, lass mich dein Daddy sein." New Yorkerin sammelt Ekel-Catcalls 

Link zum Artikel

Frauenrap = Schwesta Ewa? Dann schau dir mal diese Rapperinnen an 

Link zum Artikel

"Er hat genau gezielt" – Aktivistin Jutta Ditfurth im ICE mit Metallstock attackiert

Link zum Artikel

GoT-Star Natalie Dormer sagt: "MeToo war absolut notwendig!"

Link zum Artikel

Dieser Mann erklärt Männern MeToo – mit Hilfe von Tritten in die Eier

Link zum Artikel

Joggen, laut Musik hören – worauf viele Frauen aus Angst nachts verzichten

Link zum Artikel

80-Jährige verklagt Sparkasse und zeigt, wie Feminismus geht

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Schluss mit Scham! Lasst uns Vulvalippen statt Schamlippen sagen

Özil geht, der Hambacher Forst bleibt, Chemnitz schreckt auf – 2018 war turbulent. Auch für uns: watson.de startete im März. Auf einige Geschichten sind wir seitdem besonders stolz. Wie auf diese hier:

Das Wort "Schamlippen" taucht vermutlich zum ersten Mal im Jahr 1789 auf.

Diese Zeilen schrieb damals der Anatom Johann Friedrich Blumenbach in "Anfangsgründe der Physiologie".

Schamlippen. Diesen Begriff gibt es im Jahr 2018 immer noch. So wird ein Teil der weiblichen Geschlechtsteile bezeichnet: …

Artikel lesen
Link zum Artikel