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Bio-Gurke mit Plastik drum – warum?

18.04.2018, 15:1419.04.2018, 08:09

Da kaufst du extra eine Bio-Gurke, aber ausgerechnet die ist in Plastik eingeschweißt. Die aus der Nicht-Bio-Produktion dagegen nicht. Ist doch absurd. Aber kein Einzelfall: Obst und Gemüse aus der nachhaltigen Landwirtschaft ist oft in Plastik eingewickelt. Dabei sollen diese Produkte doch Umwelt und Ressourcen schonen. Stattdessen sorgen sie für noch mehr Müll, der schlimmstenfalls in der Natur landet. 

Das richtet Plastik zum Beispiel an Küsten und in Gewässern an:

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Arme Tiere mit Plastik
quelle: istockphoto / choice76
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Also, warum werden Bio-Produkte verpackt?

  • Dahinter steckt eine EU-Verordnung, die für alle europäischen Supermärkte rechtlich bindend ist.
  • Sie schreibt vor, dass du als Verbraucher eindeutig erkennen musst, ob dein Obst und Gemüse aus konventionellem oder ökologischem Anbau kommt. 
  • Die Supermärkte müssen dafür sorgen, dass Mitarbeiter und Kunden die Produkte nicht "vermischen" oder "verwechseln". 
  • Von der Regelung ausgenommen sind Supermärkte, die  ausschließlich Bio-Lebensmittel verkaufen. 

Okay. Aber geht das nicht ohne Plastik? 

Die Supermarkt-Ketten verteidigen die Plastikverpackungen so: 

  • Das Angebot an Bio-Produkten sei kleiner, als das an Produkten aus konventioneller Landwirtschaft. Um alle Bio-Gurken im Sortiment zu verpacken, braucht man also weniger Plastik, als für alle konventionellen Gurken. Das mag eine unbefriedigende Antwort sein, aber immerhin ist es eine Erklärung. 
  • Durch das Plastik sei die Bio-Gurke länger haltbar und würde deshalb weniger weggeworfen. Experten kritisieren dieses Argument (NDR). Die Gurkenhaut schütze das Innere zwar nicht unendlich lange vor dem Vergammeln, eine Plastikfolie verlängere die Haltbarkeit aber nur geringfügig.
  • Es fehle an alternativen Möglichkeiten zur Kennzeichnung. Aber halt: Eier sind einzeln gekennzeichnet. Jeder Apfel bekommt einen eigenen Aufkleber auf dem Herkunft und Art des Anbaus steht. Warum geht das nicht auch bei Gurken? Alle Versuche, die Bio-Gurke anders, als mit der Plastik-Folie zu kennzeichnen sollen aber bislang gescheitert sein (BR). 

So viel Verpackung für so wenig Lebensmittel: 

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Verpackung vs. Lebensmittel
quelle: gk
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Natural-Branding könnte das Problem endlich lösen! 

Seit Januar 2017 probiert eine Supermarkt-Kette in Deutschland diese Methode aus. Per Laser wird eine Kennzeichnung aufgebracht und du als Kunde kannst daran erkennen, dass es sich um ein Bio-Produkt handelt. 

Das sieht dann so aus: 

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Bild: rewe

Bislang geht das nur mit Süßkartoffeln, Avocados und Wassermelonen – "schwierige Schalen" sind zum Beispiel die von  Zitronen oder auch Gurken. 

Was aber heute schon easy funktionieren würde: 

Würdest du im Supermarkt 13 Cent Pfand auf Plastiktüten zahlen?
Forscher: Hinweise auf Leben in der Venus-Atmosphäre

In der Atmosphäre unseres Nachbarplaneten Venus haben Astronomen das Gas Monophosphan entdeckt. Die Verbindung aus einem Phosphor- und drei Wasserstoffatomen (PH3) entsteht auf der Erde vor allem durch biologische Prozesse, die unter Ausschluss von Sauerstoff stattfinden. Der Nachweis in der Venus-Atmosphäre sei allerdings kein belastbarer Beleg für eine biologische Quelle auf unserem Nachbarplaneten, schreibt das Team um Jane Greaves von der Universität Cardiff im Fachblatt "Nature Astronomy". Es weise zunächst nur auf unbekannte geologische oder chemische Prozesse hin. In einer eigens einberufenen Pressekonferenz am späten Montagnachmittag schlossen die Autoren aber die Möglichkeit nicht aus, dass es Leben auf der Venus geben könnte.

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